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Willkommen auf der Homepage von Sieglinde Wernigg


Mei Nahmaschin

Mei Nahmaschin is schon fuchzig Jåhr.
Oft glab ih sölba, dås is går nit wåhr.
Is nit elektrisch, lei zan tretn,
wüll ih nahn, muaß ih vurher schon betn.
  Dafir hat sihs Dirndle firs Innanlebn intressiert.
Ibahaupt nix mehr håt då funktioniert.
Grantig wår ih. Schwar wårs zan richtn.
Danebn hab ih kennan meine Zachalan schlichtn.
     
Mein Gott, die Nådl, de is a Gfrett!
Ih wüll einfadln – dås Loch find ih net.
Endlich! Da Fådn is drin!
Sie rattert eh, flott geht’s dahin.
  Wegn Åltasschwäche homma miassn zum Singa laafn.
Sie war marod – ih wollt a neie mir kaafn.
Der håt sie so grichtat, dåss ih mih går frei.
Aus Dånkbårkeit rattat sie imma noch trei.
     
A Montur von mein Åltn håb ih gråd in da Reißn.
Ih denk: Soll ih sie flickn – oda glei schmeißn?
Oba ih nah, muaß unbedingt spårn.
Billiga wias Kaafn is allweil dås  Gårn!
  Sie steht ba mir im Zimma harin.
Dawal ih schreib, weil um Mittanacht munta ih bin,
kump ma vur – sie redt – dazöhlt die Gschicht ausn Lebn.
Ih glaab, de Maschin we ih nia mehr hergebn.
Friha wårn meine Kinda noch klaan.
Da Bua håt mih gfrågt: ,,Mutti, derf ih nahn?“
Dreizane wora, sei Hosn hota gflickt,
gstråhlt volla Freid – auf Anhieb so gschickt!
© by Sieglinde Wernigg