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Die Drachen von Pern

 

Die Vorgeschichte der Drachen

Rubkat im Sagittarius-Sektor ist eine goldene Sonne vom G-Typ. Sie besitzt 5 Planeten, 2 Asteroiden-Gürtel und einen Wanderstern mit einer starken ellipsenförmigen Bahn.

Pern, der 3. Planet Rubkats, wurde durch Kolonisten der Erde besiedelt. Die ersten Jahre ging alles gut, die Menschen lebten  sich ein, passten die mitgebrachten Tiere durch Gentechnik an die neuen Bedingungen an, erforschten das Gelände, studierten die dort lebenden Tiere und Pflanzen und teilten das Land unter sich auf.

Doch dann geschah etwas Schreckliches. Es fiel ein Regen, der aus einem pilzsporenähnlichen Organismus bestand. Diese “Sporen” oder “Fäden” --wie sie von den Menschen genannt wurden-- fraßen alles außer Stein, Metall und Wasser. Beim ersten Sporenfall gab es große Verluste. Es stellte sich heraus, dass diese Sporen durch Feuer und Wasser vernichtet werden könnten und dass sie von dem Wanderplaneten --Roter Stern genannt-- kamen, der zu dem Zeitpunkt sehr nah an Pern vorbei zog. Nun versuchten die Menschen alles um sich vor den Fäden zu schützen. Doch nichts half wirklich gut.

Auf dem Planeten befanden sich jedoch Lebewesen, die sich zu helfen wussten. Sie sahen aus wie kleine Drachen und waren durch das Fressen bestimmter Steine in der Lage Feuer zuspeien. Zudem konnten sich diese Echsen mit Hilfe des “Dazwischens” --ein kaltes dunkles Kontinuum in dem man nichts sieht, hört und riechen kann, ein eiskaltes Nichts-- an andere Orte teleportieren. Eine Gruppe von Mensche fand durch Zufall heraus, dass sich die Feuerechsen --wie man sie nannte-- nach dem Schlüpfen an die Person banden, die sie fütterte und mit ihr telepatisch Kontakt auf nehmen konnten. Es gibt 5 unterschiedliche Arten Feuerechsen. Die Grünen, Blauen, Braunen, Bronzenen und Goldenen Echsen haben alle unterschiedliche Aufgaben in ihrer Gruppe. Ein Schwarm wird von der mächtigsten goldene Königin geführt, die auch für den Nachwuchs sorgt.

Nach langen Diskussionen beschloßen die Menschen, mit Hilfe der Feuerechsen Drachen mit den gleichen Fähigkeiten  zuschaffen, bevor das Wissen der Gentechnik in Vergessenheit geriet. Die Drachen sollten aber groß genug sein um Menschen auf dem Rücken zu tragen. Die letzte Gentechnikerin, eine alte Frau, setzte diesen Plan in die Tat um.

Nach vielen Wochen harter Arbeit war es dann soweit; bald würden die ersten Drachen auf Pern schlüpfen. Doch zuvor mussten noch geeignete Reiter für die Drachen gefunden werden. Im Gegensatz zu den Feuerechsen wählen die Drachen ihre menschlichen Partner selbst. Die Gentechnikerin hatte nur goldene und bronzene Drachen geschaffen, denn diese konnten alleine für den Fortbestand aller Drachen --also auch für die Grünen, Blauen und Braunen-- sorgen. Die ersten Drachen waren selbst ausgewachsen noch sehr klein, aber in jeder neuen Generation waren die Drachen größer, und sie wurden so lange größer bis sie ihre vorgesehene Größe erreichten.

Die ersten Drachenreiter spalteten sich mit der Zeit immer mehr von den anderen Menschen ab. Das lag daran, dass sie sich immer um ihre Drachen kümmern mussten. Bald wurden die Drachen zu groß um mit in einem Haus zu wohnen. So beschloßen die Drachenreiter in erloschenen Vulkanen zu leben, die fortan Weyr genannt wurden. Dort war genug Platz für die Drachen, und sie waren unter sich. Ganz unten in den Weyrn, wo es noch warm ist, war die Brutstätte. Hier legen die Königinnen einige Wochen nach dem Paarungsflug ihre Eier ab. Oben im Weyr sind die Schlafplätze der Drachen und Reiter. Jeder Drache und sein Reiter haben eine eigene Höhle zum Wohnen. Das am höchsten liegende Schlaflager haben die Weyrführer. Demzufolge die Reiter der mächtigsten Königin und des Bronzedrachen, der sie beim letzten Paarungsflug fangen konnte.

Am Rand jedes Weyrkessels steht ein Sternenstein. Wenn man bei Sonnenaufgang den Roten Stern im Loch des Sternensteins sehen kann ist das Intervall --Zeitspanne in der der Rote Stern nicht am Himmel Perns zu sehen ist, im allgemeinen 200 Planetenumläufe, bei einem großen Intervall ungefair doppelt so lang-- vorbei und man muss wieder mit Fäden rechnen.

 

Die Drachen

Die Drachen von Pern sind große geflügelte Echsen, die mit Hilfe eines phosphinhaltigen Gesteins --Feuersteine genannt-- Phosphorgas ausatmen, das sich in der Luft entzündet. Sie wurden geschaffen, um die Menschen vor den Fäden zuschützen.

Dank des Dazwischens sind die Drachen in der Lage, sich an andere Orte und sogar in andere Zeiten zu teleportieren. Zeitsprünge sind für Drache und Reiter jedoch sehr anstrengend, deshalb müssen sie nach einen solchen Sprung eine lange Pause einlegen. Um an einen anderen Ort zu gelangen, braucht der Drache ein Bild von dort, sonst funktioniert das nicht. Sowohl Reiter als auch Drachen müssen dieses Bild fest vor Augen haben, wenn sie das Dazwischen betreten. Wie das genau funktioniert, wird nicht beschrieben, aber ich denke, das der Drache so einen Korridor zwischen den Dimensionen öffnen kann, der auch wirklich an den gewünschten Ort führt. Ohne ein Bild verirren sich Drache und Reiter im Dazwischen und kehren nie wieder zurück. Der Aufenthalt im Dazwischen, bei einem Ortswechsel, dauert etwa 3 Sekunden. Ein Zeitsprung dauert je nachdem wie weit man vor oder zurück geht länger. Da Zeitsprünge gefährlich sind, wissen normalerweise nur wenige Reiter davon.

Nach dem Schlüpfen bindet sich ein Drache telepatisch an einen Menschen. Diese Partnerschaft bleibt bis in den Tod erhalten. Wenn der Reiter eines Drachen stirbt, folgt ihm der Drache indem er ins Dazwischen fliegt. Wenn es sich bei dem Drachen um eine goldene Königin handelt, die ein Gelege hat, dann bleibt sie noch bis die jungen Drachen schlüpfen und geht erst dann ins Dazwischen. Wenn ein Drachen für immer geht, stoßen die anderen Drachen einen herzzerreißenden lauten Trauerton aus. Stirb der Drache und der Reiter bleibt zurück, so ist es dem Reiter selbst überlassen, ob er dem Drachen folgt oder nicht. Ein Drachenreiter ist ohne seinen Drachen nur ein halber Mensch. Nicht jeder verkraftet den Verlust.

Anhand ihrer Augen kann man die momentane Stimmung der Drachen ablesen. Blau ist die Alltagsfarbe. Wenn also nichts Besonderes los ist, nehmen die Augen der Drachen diese Farbe an. Rote Augen zeigen an, dass der Drache hungrig, schlecht gelaunt oder wütend ist. Weiß verrät Gefahr und Gelb Angst oder Erregung. Grün zeigt an, dass sich der Drache wohl fühlt. Je schneller die Augen kreisen, desto intensiver sind ihre Gefühle. Wenn es einem Drachen nicht gut geht, z. B. wenn er krank ist, nehmen seine Schuppen einen matten, grauen Farbton an.

Die Drachen verständigen sich mittels Telephatie mit Menschen und auch untereinander. Ein Drachenreiter kann im Normalfall nur seinen Drachen hören und nicht die anderen, außer die anderen Drachen sprechen ihn an. Dies geschieht aber nur selten. Die Drachen verstehen die menschliche Sprache, können sie aber nur telepatisch anwenden. Die Stimme, die man dann im Kopf hört, ähnelt der des Reiters. Musik mögen Drachen sehr gerne. Feuerechsen zirpen sogar zur Musik mit. Schwimmen und in der Sonne dösen zählen zu den Lieblingsbeschäftigungen der Drachen von Pern. Perndrachen sind übrigens absolut friedliebende Wesen, solange ihr Reiter nicht in Gefahr ist oder eine andere Königen bei/vor einem Paarungsflug in der Nähe ist. Wenn eine Königen paarungbereit wird, müssen alle anderen Königinnen kurzfristig in einen anderen Weyr umziehen, da es sonst zu heftigen Kämpfen zwischen ihnen kommen kann. Zu dieser Zeit beansprucht die Königen nämlich alle paarungswilligen männlichen Drachen für sich und akzeptiert keine Konkurrenz.

Es gibt 5 (+1 Ausnahme) verschiedene Drachen:

Die Grünen Drachen sind Weibchen. Mit einer Länge von 20 bis 24 Metern sind sie die kleinsten, aber auch zahlreichsten Drachen. Sie sind leicht, wendig und agil, die Sprinter ihrer Rasse. Ihrer Flammenstöße sind kurz und durch das ständige Fressen von Feuerstein werden die Grünen steril.

Die Blauen Drachen sind Männchen und mit einer Länge von 24 bis 30 Metern mittelgroß. Die Arbeitstiere unter den Drachen. Sie sind ebenso zäh wie die Grünen, aber nicht so wendig. Auch in schwierigen Situationen zeigen sie großes Durchhaltevermögen. Ihr Flammenstoß ist länger als der der grünen Drachen. Für die Suche nach neuen Reitern sind sie sehr begabt. Die Blauen paaren sich mit den Grünen, obwohl oft nicht viel dabei rauskommt.

Die Braunen Drachen sind Männchen. Sie werden größer als die Blauen und Grünen. Mit 30 bis 40 Metern Länge sind kräftige Braune ebenso groß wie kleine Bronzedrachen und können sich sogar mit Königinnen paaren, wenn sie es wagen. Die Braunen sind die eigentlichen Kämpfer unter den Drachen, agil und kräftig genug, um sich ohne Zögern in die Schlacht gegen die Fäden zu stürzen. Sie besitzen mehr Intelligenz und Konzentration als Grüne und Blaue. Braune und ihre Reiter trainieren oft die jungen Drachen.

Die Bronzedrachen sind mit einer Länge von 35 bis 45 Metern  die größten Männchen. Die Anführer der Drachen. Sämtliche Bronzedrachen bewerben sich um die Gunst der goldenen Königinnen. Bronzedrachen werden im allgemeinen für Führungsrollen ausgebildet und sie befinden sich meist an der Spitze der Kampfgeschwader.

Die Goldenen Königinnen sind mit 40 bis 45 Metern die größen Weibchen. Sie sorgen für den Nachwuchs im Weyr und paaren sich nach alter Tradition mit dem Bronzedrachen, der sie während des rituellen Fluges einfangen kann. Obwohl sich auch Braune mit Königinnen paaren dürfen --und dies mitunter auch tun, vor allem bei jungen Königinnen-- , wird es nicht gern gesehen. Die Königin ist fruchtbar und hütet die Eier, die sie legt bis zum Ausschlüpfen der Jungen. Ein Gelege enthält 10 bis 40 Eier. Am größten sind die Gelege dann, wenn der Rote Stern am Himmel steht. Die älteste Königin hat großen Einfluß auf die anderen Drachen und die Fortpflanzung ihrer Rasse. Die Goldenen Drachen können keine Feuersteine fressen. Im Geschwader fliegen sie an unterster Stelle. Ihre Reiterinnen vernichten die Fäden, die den anderen Drachen entwischt sind mit einem Flammenwerfer.

Der Weiße Drache ist ein Sonderfall, ein Albino-Drache. Er ist ein Neutrum --weder männlich noch weiblich--. Er ist kleiner als alle anderen Drachen, aber dafür verfügt er über andere spezielle Fähigkeiten. Der Weiße Drache ist schneller und wendiger als andere seiner Rasse. Auch hat er keine Probleme mit Zeitsprüngen, er weiß immer wann und wo er ist. Die Feuerechsen haben ihn sehr gerne, denn er kann mit ihnen reden. Er ist sehr intelligent und trotz seiner Größe sehr stark. Er ist in der Lage 3 Personen zu tragen. Bei genauem Hinsehen weisen seine Schuppen an einigen Stellen kleine Punkte auf, die die Farben der anderen Drachen haben.