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Tag 1 - 04.03.2006

5:50 geht unser Flug, 4:30 das Shuttle zum Airport, 3:50 ist wecken. Celina hatte in der Nacht solange geknautscht bis sie zu uns ins Bett durfte und daher sind wir nicht ganz topfit. Als wir das Hotel verlassen denke ich mich trifft der Schlag - gut 5cm Neuschnee. Gut, das wir bald von hier weg sind! Der späte Wintereinbruch scheint den Münchner Flughafen zunächst nicht zu beeinträchtigen. Nicht ein Flieger hat Verspätung. Wir rollen pünktlich vom Terminal ab.. und stehen dann erst mal 30 min auf dem Rollfeld während der Airbus mit Frostschutzmittel von seiner Schneelast befreit wird. Der Pilot verkündet derweil starken Gegenwind und dadurch weitere 15 min Verspätung. Zeit es sich gemütlich einzurichten. Wieder einmal haben wir Glück mit dem Flug. Die Maschine ist nur zu 1/3 besetzt und so gibt es genug Platz für Celina - auch ohne extra Sitzplatzticket. Beizeiten schäle ich mich aus dem Pullover- das ist das erste Flugzeug wo die Klimaanlage offensichtlich auf 25°C steht und es kuschelig warm ist.
Der gesamte Flug geht über geschlossene Wolkendecke, und auch Faro empfängt uns bei 15°C mit stürmischen Wind. Wir fahren im Mietwagen Richtung Ferragudo während sich aus dem kleinen Frühlingssturm ein ausgewachsener Wolkenbruch ergießt.
“Was haben sie für schlechtes Wetter mitgebracht?” empfängt man mich im Beroli Servicebüro in Ferragudos Altstadt. Jaja. “Hätte ich schlechtes Wetter mitgebracht dann hätten sie jetzt 5cm Schnee” kontere ich.



Die Mitarbeiterin schließt das Büro ab und fährt uns zum Ferienhaus voraus. Dort treffen wir auf die Verwalter die gerade mit der Endreinigung fertig werden. In den hereinbrechenden Regenschauern packen alle an und laden unser Auto aus - samt der ganzen wild verstreuten Lebensmittel die wir unterwegs bei Lidl reingeworfen haben. Und so ziehen wir ein in die “Casa Concha”, die in mitten der Altstadt fast am höchsten Punkt von Ferragudo am Mühlberg liegt. Von der Veranda geht der Blick über das alte Ortszentrum, über die Mündung des Rio Arade hinüber nach Portimao, zu den Neubauvierteln über denen sich die Baukräne drehen und weitere Mehrgeschosser emporwachsen. Keine Küstenidylle.
Das Ferienhaus selbst ist ein Mix aus altem Second-Hand, schweren Möbeln, portugiesischen Wohnelementen und Einbauküche. Die Vormieter hatten in den Wintermonaten scheinbar auch einige der zahlreichen Katzen adoptiert - der Muff steckt noch in den Ecken. Wir lassen erst mal alles stehen und liegen und kehren unten im Dorf im Toc-Toc ein. Das einfache kleine Restaurant an der Straße hat in der Vorsaison nur halbe Karte - aber für Fisch und gegrilltes Hühnchen reicht es allemal.

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