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1 Woche Rundreise und

1 Woche Badeurlaub Kuba

September 2001

von Dorit & Sirko

Unser Urlaub in Cuba war vor der Zeit der Reiseberichte... daher gibt es von dieser Tour nur ein paar Eindrücke...

 

Mit viel Freude besuchten wir 2001 für 14 Tage Kuba. Wir unternahmen eine 1wöchige Bus/Flugreise durchs Land und ergänzten dies mit 1 Woche Badeurlaub. Die Entscheidung für eine Rundreise lautete: “Solange es das Cuba so noch gibt muß man es gesehen haben.”

Allgemeines, Ausführungen, Erklärungen aus unserer Sicht - Wie versteht man Kuba ?

Für uns war Kuba ein teilweises Dejavu mit unsere Kindheit und Dingen die wir aus der DDR kannten, die “Funktionsprinzipien” des Landes waren uns schnell vertraut und es fiel uns leicht Missstände, Mangelerscheinungen, Lieferengpässe und ähnliche Dinge hinzunehmen. Wobei wir natürlich sorgsam davor bewahrt wurden mit dem wirklichen Kubanischen Leben in Kontakt zu kommen.

Unterkünfte:

Auf der gesamten Rundreise versuchte man uns in der besten für ausländische Touristen geeigneten Hotelanlage unterzubringen. Dabei erkannten wir das viel im Wandel ist. Nach Möglichkeit bringt man die Touristen nicht in die Stadt, ( denn da könnten sie ja das Hotel verlassen und einfach loslatschen), sondern in neu errichtete, sehr schöne Bungalowsiedlungen am Stadtrand. Diese sind nur für ausländische Touristen, und werden dementsprechend anders versorgt. Die Stadthotels in denen wir waren wurden notdürftig auf einen für europäische Touristen zumutbaren Mindeststandard gebracht . Was nicht heißt das es Fensterscheiben geben muß :-). Man verstehe mich nicht falsch, wir besuchten für Drinks und als “Sammelpunkt” viele Hotels, und es waren Häuser voller Flair und Prunk. Aber der, sagen wir mal Technische- und Versorgungstandard war eher dürftig. Die Stadthotels werden übrigens oft als Journalistenhauptquartier benutzt. Gut zu erkennen an den Journalistenkennzeichen der geparkten Fahrzeuge. Wir waren in einem Hotel....aber dazu später an Ort und Stelle.... 

Essen:

Das Frühstück auf der Rundreise war wie viele Mahlzeiten in Kuba ehr sporadisch und von Improvisationstalent geprägt. Komischer Weise fehlten gerade die Dinge von denen man dachte das sie sie in Mengen haben müssten - Früchte und Erzeugnisse daraus. Zwar gibt es in Cuba hochwertige Säfte und Nektars (früher DDR- Export), aber irgendwas klappt mit der Logistik nicht und für Marmeladen und Gelees gibt es wohl keine Fabrik, obwohl sie ja Zucker ohne Ende haben....) Ebenso ist Joghurt Fehlanzeige. Die DDR - Agronomen haben es zwar versucht, aber die Kühe kommen mit der Hitze nicht klar, und die Seuchengefahr ist enorm.
Auch das Mittag und Abendessen ist eher zurückhaltend, schließlich fehlt es im Land an allem möglichen. Kubaner bevorzugen nach Möglichkeit Fleisch und haben oft nur wenig für Gemüse und Obst übrig. Wie die DDR Bürger die kubanischen Bananen begehren konnten und roh asen ist absolut unverständlich. Bestenfalls werden sie gekocht, ansonsten dienen sie als Schweinefutter. 
Je näher man den Touristen - Zentren wie Varadero und Havanna kommt desto besser wird natürlich die Versorgung. In Havanna unterscheiden sich die guten Hotelanlagen in nichts von einer 4* Anlage auf den Kanaren.

1 Woche

1. Tag

Nach einem ziemlich anstrengenden 11 Stunden Flug landeten wir kurz nach Mittag in Hougin. Beim Verlassen des Flugzeugs empfing und tropisch feuchte Wärme - alles klar, das deutet auf Urlaub hin. Nach der Passkontrolle sammelten sich die Rundreiseteilnehmer am Reisebus- erste Gelegenheit sich mit den Leuten zu beschnuppern mit den man die kommende Woche unterwegs sein würde. Wie befürchtet handelte es sich zu einem Großteil um ältere Semester, na mal sehen was das wird.

Als es dann langsam los ging entlud sich das erste tropische Nachmittagsgewitter, dieses Schauspiel sollte sich in den kommenden 2 Wochen noch oft wiederholen. Dann stellte sich unser Reiseführer vor: also er sei ( es folgte ein Name den niemand verstand), für uns sei er aber Nicki, das sei sein Spitzname und jeder nenne ihn so. In den nächsten Tage verkürzten wir das noch auf Nick. Er würde uns die gesamte Woche begleiten und auch mit nach Havanna fliegen. Und dies ( er zeigte einmal nach vorne und hinten) seien unsere zwei Busfahrer. Na alles klar, es konnte losgehen.

1 Etappenpunkt war eine Hotelanlage am Stadtrand vor Hougin. Das Hotel bestand aus einer Bungalowsiedlung in einem sehr schönen und gepflegten Garten. Diese Anlage war sowohl für ausländische Touristen wie auch für Einheimische. Aber natürlich bekamen wir die teilsanierten Bungalows mit Klimaanlage und Fernseher sowie ein Büfett während die anderen sehen konnten wo sie bleiben. Im Bungalow identifizierten wir sofort die ersten Dinge als “Made in GDR”, was wir natürlich echt Klasse fanden. Im Nachbarbungalow war das einzige andere junge Paar unserer Gruppe eingezogen, die witziger Weise auch aus Thüringen kamen und mit Sonneberg sogar gar nicht soweit weg wohnten. Mit ihnen verstanden wir uns auf Anhieb super und hingen so auch die ganze Woche zusammen. Nach dem Abendbrot sackten wir alle weg, der Jetlag wies uns darauf hin das es bereits allertiefste Nacht war. 

2.Tag

Zu humaner Zeit ging’s zum Frühstück. Also ich bin kein großer Kaffetrinker, aber dort im Süden Kubas trank ich den bisher besten Kaffe an den ich mich erinnern kann, vielleicht hatten sie gerade eine lesefrische Fuhre reinbekommen oder was - ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall ging’s nach dem Frühstück los.

3. Tag

4.Tag

5.Tag

6.Tag

7.Tag

Abends setzten wir uns an den Pool. Ich ging an die Bar. Sie sah sehr leer aus. Ich versuchte es mit einem Daiqiri. Gab es nicht. Dann ein Moijto. Ok das ging noch. Nick, unser Reiseleiter, setze sich zu uns und wir quatschten. Dann rückte plötzlich eine “Band” an, setzte sich ein paar Meter neben uns (nix Bühne) und legte los. Wer einmal in der Karibik war und eine einheimische Gruppe live auf der Straße erlebt hat, ohne Mikro oder Keyboard - der weiß was ich meine: es lässt einen nicht los. Wir hörten zu, quatschten, spendeten Beifall, rauchten und holten den nächsten Mojito (alle - nur noch Rum und Cola - also Cuba Libre ab jetzt). Nach und nach schrumpfte unsere Reisegruppe auf ein paar Leutel. Dann juckte es Nick natürlich in den Fingern und er übernahm die Gitarre, und ein paar ältere Bandmitglieder machten Pause. Der Rest tauschte die Instrumente reihum - jeder spielte alles. Mittlerweile waren wir alle zusammengerückt. Wir spendierten Getränke für die Musiker und probierten Nicks Kuba- Zigaretten - boarrrr- bei uns hätten sie das als Zigarre verkauft. Zum Schluss saßen noch wir, die zwei Sonneberger, Nick und die Band da. Die Bar hatte geschlossen als wir die Cola- Reserven aufgebraucht hatten. Viele der Musiker machten einen ziemlich müden Eindruck. Nick erzählte uns das sie eine ziemlich bekannte Gruppe in Kuba seien. Sie seien auch kein Animationsprogramm des Hotels, sondern das Hotel hätte sie angerufen das Touristen da seien und sie wären nach der Arbeit gekommen um zu spielen. Das hieß das sie hier über 4 Stunden gesungen hatten nur in der Hoffnung auf ein Trinkgeld, was von den anderen natürlich aus Unwissenheit bisher keiner gegeben hatte. Gegen 2 Uhr morgens gaben wir endlich heiser auf. Wir gingen mit dem sicheren Gefühl ins Bett das es trotzdem allen Spaß gemacht hatte - der Band (auch wenn wir nur zu viert was geben konnten und sie es teilen mussten), Nick - der Arbeit und Vergnügen verband und auch froh war das die Gruppe diesmal nicht nur aus Rentnern bestand, und uns - in der Gewissheit das die Zeit für solche Dinge selbst in Kuba einmal ablaufen würde und dieses Event uns lange in Erinnerung bleiben würde.

 

Dinge die man nicht vergisst:

..der verhutzelte kleine alte Zigarrenraucher, dessen Zigarre wirklich riesig war und der mitlerweile sicher längst tot ist....

..der Jeep aus alten USA Beständen, ca. Baujahr 1950, ausgebrannt, ohne Scheiben, Lampen und Türen, der trotzdem durch die Gegen fuhr

... die Geschäfte für die Ausländer und Reichen in dem man gegen Dollar kaufen konnnte...

.... die traumhaften ruhigen Strände, deren tropische Uferflora und Fauna den Hotelanlagen zum Opfer fällt...

.... die Kamelbusse in Havanna...   

Für einen richtig ausführlichen individuellen Reisebericht mit Mietwagen möchte ich euch die Seite von Andreas ans Herz legen.

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