Fr., 09.09.2006 München - Sal
Pünktlich 06.00 Uhr sind wir dank Celina wach, ich frage mich warum Dorit eigentlich den Wecker gestellt hat. Ohne Hektik können wir uns fertig machen und frühstücken. 08.00 Uhr geht das Shuttle zum Flughafen. Keine Schlange am Check Inn, aber uns werden 1,5 h Verspätung in Aussicht gestellt. Die Anzeige weiß davon noch nichts und beharrt auf lediglich 20min Verspätung. Afrikanisches Zeitgefühl empfängt uns diesmal also bereits vor dem Abflug. Während wir im Boarding Bereich die Zeit totschlagen kommen wir mit den anderen Reisenden ins Gespräch. Das eine Ehepaar werden wir in 1 Woche im Foya Branca auf Sao Vicente wieder sehen. Sie suchen auf der Insel ein Grundstück zum Bauen.
Ein kleines Mädchen kommt auf uns zugetappst und hat es auf Celinas Trinkflasche abgesehen. Sie ist 5 Tage jünger als unsere Tochter und wir werden sie samt ihren deutsch-französischen Eltern morgen auf dem Flug nach Santiago wieder sehen.
Ein junger Mann bittet mich um Feuer und wir kommen ins Gespräch- Afrika? – Namibia? Ja, waren wir auch schon.. Cabo Verde ist ein Dorf so scheint es und die Welt auch – besonders am Flughafen. Er hat wie wir über „Reiseträume“ gebucht und sich durch ungünstige Planung in 14 Tagen 5 Flüge eingehandelt. Wir werden ihn jedoch am Ende unseres Urlaubes in 3 Wochen auch wiedersehen.....
11.00 Uhr rollen wir vom Terminal mit fast 2h Verspätung ab. Gut dass wir keine Eile haben und heute auf SAL übernachten, denn jeder Weiterflug hätte sich jetzt auch um mindestens 2h verschoben.
Der Flieger ist für uns ungewohnt klein, nur 2 x 3 Sitzreihen, aber mit einem angenehmen Sitzabstand. Schon ein wenig klapprig und in die Jahre gekommen, doch andere Dinge sind uns wichtiger. Dass er nämlich nur zu 1/3 gefüllt ist. Fast jeder kann sich auf dem Flug lang machen und hat ausreichend Platz. Das zählt vor allem mit Kleinkind mehr als die TFT´s in der Kopfstütze.
Kinder finden bei der TACV offensichtlich besondere Beachtung. Mehrmals wird kontrolliert ob wir Celina mit dem Extra Kindergurt angeschnallt haben. LTU hatte das nie interessiert. Noch vor dem Take Off, auf dem Weg zur Startbahn, ist Celina eingeschlafen. Kaum sind wir in der Luft kommt eine Stewardess mit einem Arm voller Kissen und Decken und polstert eine ganze Sitzreihe als Schlafplatz aus. Wir sind beeindruckt. Dorit legt Celina hin und unsere Tochter schläft die nächsten 2 h friedlich.