Folgendes war ein Internet-Aufruf von mir, nachdem mein Klassenlehrer einen Kaktus nach mir geworfen hat. Folgendes ist also (wie so eigentlich alles auf dieser Seite) nicht ernst zu nehmen.
Rettet die Topfkakteen!
Schön, dass Sie den Weg auf diese Seite gefunden haben.
Heute müssen wir uns mit einem schwierigen, aber bedeutsamen Thema beschäftigen. Es geht um eine Pflanze, vor deren Elend wir schon viel zu lange die Augen verschlossen haben. Es geht um den Topfkaktus – also die aussterbende Kakteenart, die in den trockenen Regionen der Klassenzimmer beheimatet ist.
Viele wissen das nicht, aber der Kaktus steht auf der blauen Liste – er ist vom Aussterben bedroht. Aktuelle Zählungen haben ergeben, dass von 120 gezählten Individuen nur eines ein Topfkaktus ist. Weiter belegen Statistiken, dass von 36 Möglichen Kakteenanbaugebieten nur eines genutzt wird.
Doch was dort vor sich geht, spottet jeder Beschreibung. Dieses Anbaugebiet, von Einheimischen liebevoll „Zimmer 212“ genannt, tut genau das, was es öffentlich zu verhindern sucht – es zerstört das Leben wertvoller Kakteen. Mehr noch, die 212 ist zu einer Folterkammer für Kakteen geworden!
Wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? Ein Augenzeuge, der unerkannt bleiben will, berichtet:
„Es ging alles so schnell: Wusch... und dann... und dann... der Kaktus... nein...“
Wie er sind viele in einer Art Schockzustand. Was noch tragischer ist: Eine ganze Schulklasse wurde Zeuge dieser Geschehnisse. Über den verängstigten Kurs berichtet ein Pfleger: „Es ist eine Schande – im Sommer [2005] hätten sie entlassen werden sollen!“
Eltern wie Kinder sind fassungslos. Und immer wieder taucht die Frage auf: „Warum – Warum bei uns?“ Alle Schreckensmeldungen, auch solche von Geranien und Affenbrotbäumen, sie schienen weit entfernt.
Bis zum 3. März 2005. Denn da geschah etwas unfassbares. Wir wissen nicht, zum wievielten Mal unschuldige Kakteen misshandelt wurden, aber wir werden verhindern, dass es wieder geschieht.
Nina K. (Name von der Reaktion geändert) berichtet: „Es war ein ganz normaler Schultag, wie jeder andere auch. Ich habe nichts gemacht. Niemand hat was gemacht.“
Entwaffnet von der Aussage der Kronzeugin befragten wir deren Nachbarin, welche zugab: „Was sie sagt, ist komplett gelogen. Sie macht immer was. Außer in Deutsch.“
Da wir daraus nicht schlau wurden, suchten wir bei Nina K.s Psychiater nach genaueren Informationen. Zwar brauchten wir eine Weile, bis er uns gegenüber das Ärztegeheimnis brach, aber nun wissen wir, was wirklich geschah:
24. Februar
In der 212 herrscht wildes Treiben. Eine Schulklasse mit dem Code 03LMa2 hat Unterricht. Es wird Wahrscheinlichkeitsrechung behandelt. Als Beispiel wird das Gummibärchenhoroskop angeführt. Ein Schüler mit dem Code @13X wird beauftragt, Material für ein solches zu beschaffen.
1. März
@13X hat seinen Auftrag pflichtgemäß ausgeführt, die Schüler haben ihre Freude daran. Irgendein übereifriges Individuum (Nina K. behauptet, es war ihre Nachbarin, aber das wird noch geprüft) schlägt vor, für den Pfleger nur noch 5 Gummibärchen übrig zu lassen. Diese wurden natürlich sorgfältig ausgewählt und garantierten ein schlechtes Ergebnis. Der Pfleger merkt davon nichts.
3. März
An diesem Tag überschlagen sich die Ereignisse. Nina K., die von Bekannten als vorlaut beschrieben wird, fragt ihren Pfleger, was bei dem Gummibärchenhoroskop rausgekommen ist. Ihr Betreuer ahnt nicht, dass sie das schon weiß, und gesteht das schlechte Ergebnis: Langeweile und Oberflächlichkeit. Darauf soll Nina K. wahrheitsgemäß geantwortet haben: „Das ist ja wohl nichts neues!“ Über das was folgt, gibt es widersprüchliche Erzählungen. Manche behaupten, der Pfleger, der unter dem Kürzel Ewu bekannt ist, sei Amok gelaufen. Manche verteidigen ihn und sagen, der Kaktus sei von alleine geflogen. Die wohl glaubwürdigste Version kommt von Rita M.:
„Er [= Ewu] hat gesagt: 'Wenn du jetzt noch -Hemmung- sagst, werf’ ich das Ding!'. Was sollte sie [=Nina K.] tun? Sie hat 'Hemmung' gesagt.“
Was nun folgte war für alle Beteiligten ein Trauma. Obwohl er als Pfleger einen guten Ruf zu verlieren hatte, warf Ewu den Kaktus, und vernichtete damit Leben. Er traf zwar, wie zu erwarten war, nicht sein Ziel, aber dafür fast eine Mitschülerin, nennen wir sie Eva S.
Diese Eva S. konnte sich noch im letzten Moment vor dem Geschoss in Sicherheit bringen. Sie erzählt: „Ich weiß nicht – ob ich das eigentlich meinen Eltern gesagt haben.“ Nach gründlicher Untersuchung durch einen Gutachter sind das die wahnsinnigen Worte einer gebrochenen Seele.
Der oben schon erwähnte @13X wurde dazu verdonnert, die Schweinerei wegzumachen, und musste erst ins Krankenhaus und dann ins Krematorium eingeliefert werden – er hatte sich einen Splitter in den Finger gezogen.
Eine Mitschülerin, die vor Nina K. saß, musste eingeschläfert werden – sie war durch den Schock nicht mehr zu gebrauchen.
Wie erging es aber Nina K.? Das einst so lebenslustige Mädchen ist geistig umnachtet. Ihre Mutter, auf den Vorfall angesprochen, äußert sich besorgt: „Was ist passiert? Ob sich was an ihr verändert hat? Quatsch, was denn?“ Nina K. hinterlässt zwei kleinere Geschwister, für die Sie spenden können.
Leider kann diese Seite nicht alle Einzelschicksale betrachten, zumal es uns hier um das wahre Opfer dieses Attentats geht: Es ist der Kaktus.
Dieses Beispiel ist nur eins von vielen. Viele Menschen, die nicht von solchen Katastrophen betroffen sind, fragen sich, wie sie bei solchen Berichten noch ruhig schlafen können. Leider ist es ein Faktum: Kakteen werden in wenigen Jahren ausgestorben sein, wenn wir solche Geschehnisse wie dieses nicht zu verhindern wissen.
Und darum geht es dieser Seite. Sie will die Menschen wachrütteln und auf die wirklichen Probleme hinweisen. Nehmen Sie sich ein Herz, und unterstützen Sie diese Aktion, indem Sie ihr bestes tun, dass diese Initiative ein voller Erfolg wird. Verlinken Sie diese Seite, tragen sie sich ins Gästebuch ein, spenden Sie, oder schicken Sie einfach nur eine Mail an die Opfer. Die Redaktion wird Ihnen die Adressen zukommen lassen, wenn sie das wünschen.
Und nun lassen Sie uns zusammenarbeiten, damit unsere Kinder in einer Welt leben dürfen, in der Kakteen nicht durch die Luft fliegen und stimmen Sie mit uns ein zu einem freudigen:
Rettet die Topfkakteen!
Zitate zum Thema Kaktuswurf:
(Meist nicht wörtlich, sondern vom Hören-Sagen)
Frau Pellmann: "So weit kommt's noch, dass ich Grünzeug werfe!"
Frau Knobloch (zu Nina K.): "Kein Wunder, dass du immer mal 'nen Kaktus abkriegst!"
Frau Kotte (zu Nina K.): "I'm sure you're afraid of flying objects!"
Frau Pellmann (zu Nina K.): "Reize nie einen Mann!"
Frau Rettberg: "Ihr müsst mir auch zuhören, wenn ich keine Kakteen werfe!"
Ewu: "Rettet die Kakteen!"