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Friedrich von Hagenow Gesellschaft |
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Friedrich von Hagenow (1797-1865) legte mit seinen Arbeiten zur Geologie, Paläontologie und Ur- und Frühgeschichte die Grundlagen zur Erforschung der ältesten Zeiträume Rügens und der vorpommernschen Küstengebiete. Am 19. Januar 1797 wurde er in Langenfelde bei Loitz geboren. Durch seinen Hauslehrer, den späteren Professor für Mathematik und Physik Tillberg, erhielt er zahlreiche Anregungen für seine naturwissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Mathematik, Technologie, Landwirtschaft und Veterinärmedizin. Nach dem Tod seines Vaters zog er zur Erlernung der praktischen Landwirtschaft zunächst auf das Gut seiner Verwandten nach Groß Schoritz auf Rügen. Der Kontakt mit dem an der Vorgeschichte Rügens sehr interessierten Pastor Frank aus Bobbin weckte in dieser Zeit sein Interesse an den Fragen der Altertumswissenschaft. Die Landwirtschaft erwies sich dagegen nicht als die eigentliche Berufung von Hagenows, so dass er sich mit seiner Familie nach einer kurzen Versuchsphase als Gutspächter auf Poggenhof bei Schaprode als Privatgelehrter in Loitz bei Demmin niederließ. Dort schloß er seine Arbeiten an der "Spezialkarte der Insel Rügen", in der er die Anfang des 18. Jh. bekannten vorgeschichtlichen Grabhügel, Großsteingräber, Wüstungen und Opfersteine kartierte, erfolgreich ab. Die philosophische Fakultät der Universität Greifswald verlieh ihm 1830 die Ehrendoktorwürde. 1832 gründete er ein Unternehmen zur Gewinnung und Aufbereitung der Kreidevorkommen auf Jasmund und arbeitete sich dabei in die Systematik der Fossilien der Maastrichter Kreide auf Rügen ein. Seine Forschungen auf diesem Gebiet gipfelten in einer mehrbändigen Monographie, die zwischen 1839 und 1842 erschien. 1845 kam von Hagenow durch Erbschaft in den Besitz des Gutes Nielitz, dessen Erträge ihn zu einem reichen Mann machten. Dem Genuß seines Wohlstandes durch ausgedehnte Reisen und Sammeltätigkeit setzten nach und nach gesundheitliche Probleme enge Grenzen. Ein langwieriges Augenleiden führte schon mit 57 Jahren zur völligen Erblindung des Forschers. Am 18. Oktober 1865 starb Friedrich von Hagenow an den Folgen eines Schlaganfalls. |
Gedenktafel an der Kirche von Gülzowshof, Lkr. Demmin
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