Einleitung
Würden Sie auf die Idee kommen, eine Katze oder einen Hund 23 Stunden am Tag in einen kleinen Käfig zu sperren, um vielleicht eine Stunde täglichen Auslauf zu gewähren?
Nein?
Aber genau so sieht die Realität von Millionen Wohnungskaninchen aus, obwohl sie ebenso bewegungsfreudig und vielleicht noch neugieriger sind als ein Hund oder eine Katze. Wer einmal ein hakenschlagendes Häschen gesehen hat, weiß, wovon ich spreche.
Kann man nicht vergleichen? Katzen und Hunde sind schließlich stubenrein und brauchen immer Anregung, während ein Kaninchen mit Heufressen zufrieden ist?
Auch Kaninchen werden stubenrein, das ist sogar der Normalfall. Sie lernen, ein Katzenklo zu benutzen, innerhalb weniger Stunden oder manchmal Tage.
Und auch ein Kaninchen braucht ständig "Input", will alles entdecken und überrascht den erfahrenen Hasenhalter immer wieder mit seiner enormen Intelligenz.
Solange Ihr Kaninchen aber im Käfig hockt, wirkt es natürlich langweilig, denn es ist gelangweilt. Das Dümmste ist, dass ein Kaninchen nachtaktiv ist und dann, wenn es am wachsten ist, sitzt es im Käfig! Kein Wunder, wenn manche Kaninchen nachts so laut randalieren, dass man kein Auge zukriegt.
Also lassen Sie es frei! (naja, sie sollen es nicht auf die nächste Wiese setzen)...
Machen Sie das Hasenzimmer hasensicher, oder auch die ganze Wohnung!
Sie werden belohnt mit einem Kaninchen, das sich wohl fühlt, das aufleben wird und die lustigsten Dinge anstellt. Es hat mehr Bewegung, wird aber auch ausgeglichener und macht beim Auslauf weniger kaputt, als ein Kaninchen, das genau weiß, es muß gleich wieder für 23 Stunden in seinen blöden Käfig.
Und zusätzlich werden Sie mehr Kontakt haben, wenn das Kaninchen nicht mehr vergessen in einer Ecke sein Dasein fristen muß.
Falls es noch nicht der Fall ist, dann geben Sie Ihrem Kaninchen noch einen Partner, aber kein Meerschweinchen, sondern ein zweites Kaninchen, am besten aus dem Tierheim!
Und schon haben Sie das glücklichste Kaninchenpärchen der Welt!