Sicherheit
Bevor Sie Ihre Kleinen nun den ganzen Tag herumhoppeln lassen können, muß das Hasenzimmer (oder die ganze Wohnung) hasensicher gemacht werden. Dabei gibt es zwei Ebenen:
- an erster Stelle steht das Leben Ihrer Hasen
- an zweiter Stelle die Sicherheit Ihrer Möbel, Teppiche, Tapeten.
Das wichtigste ist natürlich, daß Ihren Hasen nichts zustößt, was bedeutet, daß am besten alle Zimmerpflanzen (vorrangig aber Kakteen und giftige Pflanzen wie Dieffenbachia und Efeu) aus dem Weg müssen. Es ist besser, sie ganz aus dem Zimmer zu entfernen, da man niemals weiß, ob das Kaninchen nicht doch aufs Regal kommt, oder wo die Pflanze auch immer steht.
Als nächstes sind die Kabel dran, auch diese sollte man möglichst ganz entfernen. Wenn dies nicht möglich ist, müssen die Kabel gut gesichert werden. Es reicht nicht, einfach einen Schrank davorzustellen oder ein Sofa, die kleinen Biester kommen da teilweise prima drunter. Besser sind Kabelröhren aus dem Baumarkt, oder, für kurze Strecken, ein paar stabile Bretter. Auch reicht es nicht, Kabel unter dem Teppich zu verlegen, denn diese werden in einer langen Nacht schon mal unbemerkt aufgebuddelt.
Ebenfalls gefährlich sind große Höhen. Manche Kaninchen klettern gern und könnten leicht herunterfallen. Schon ein Fall aus 1 Meter Höhe oder weniger könnte Knochenbrüche nach sich ziehen. Schieben Sie daher immer den Stuhl wieder vollständig unter den Schreibtisch und ziehen Sie die Klavierbank weit genug weg, um solche Klettertouren zu verhindern!
Nun zur Sicherheit Ihrer Möbel. Eine ganz schlechte Idee ist es, Stellen, hinter die ein
Kaninchen nicht kriechen soll, zu verbauen. Beispielsweise habe ich einen Stall, unter dem eine Käfigunterschale stand, weil ständig Streu von oben durch die Ritzen fiel. Wegen des Daches hatte der Stall etwa zehn Zentimeter Abstand zur Wand. Der Stall stand an einer Seite an einem Pfosten meines Hochbetts, an der anderen Seite war er durch ein Brett gesichert. ich wollte nicht, daß die Kaninchen hinter den Stall springen, um dort in der Unterschale rumzusauen (die ich schlecht zum Reinigen rausbekam). Außerdem befand sich dort eine Steckdose. Die Kaninchen kamen natürlich trotzdem dahinter und fingen auch noch an, den störenden Pfosten meines Bettes wegzunagen! Nun ist die Käfigschale fort, unten ist einfach keine Streu mehr und der frei zugängliche Raum unter dem Stall plötzlich uninteressant.
Es ist wesentlich besser, gar keine dunklen, interessanten Ecken zu produzieren, als sie nachher zuzubauen - denn das sorgt nur dafür, daß Sie selbst nicht mehr drankommen (etwa, um ein Kaninchen dahinter vorzuholen).
Sehr beliebt auf der Anfressliste sind störende Gegenstände (wie der Bettpfosten, die anderen drei wurden gar nicht beachtet), lose Teppichränder (die man besser unter eine Fußleiste klemmt!), lose Tapetenränder (ebenfalls Fußleiste) und Ecken jeglicher Art. Wir haben alle Ecken im Kaninchenzimmer (und es sind viele!) mit Holzlatten gesichert, die können sie ruhig anfressen und die darunterliegende Isolierung bleibt heil (zumindest das, was noch davon übrig ist).
Lassen Sie sich weitere Vorschläge von Ihren Kaninchen machen: beobachten Sie sie und warten Sie ab, bis sie etwas tun, was sie nicht sollen. Beseitigen Sie dann diese spezielle Gefahrenquelle oder Schwachstelle in der Verteidigungslinie Ihres Inventars. Dann schauen Sie wieder zu. Machen Sie das solange, bis die Kaninchen nichts Verbotenes mehr finden können.