Arp:

Die letzten solistischen Gesänge sind nun schon einige Jahre vorüber.

Illustre Zeilen wie "Als ich bei meinen Schafen wacht" oder "Gerne liebe Maria mein" erklangen beim Krippenspiel zu Ohmstede (100 km südlich vom Watt(en)meer gelegenes, fast-friesisches Vordorf von Oldenburg). Bei diesen Inhalten war der Weg in eine madrigalistische Tarn-Organistation geradezu vorgezeichnet - bedurfte jedoch einiger Umwege.
Das Saxophon war´s - das ich erlernen wollte. Mangels nötigem Kleingeld kramte ich die etwas angelaufene Trompete hervor, die mich nach reichlich Blockflötentönen, Klavierintermezzo, einer ersten kurzen Blechphase, sowie langer Pause wieder zur Musik führte.

Ich dachte ja bis heute niemals daran, jemals einen musikalischen
Lebenslauf zu schreiben: Aber an dieser Stelle möchte ich dem Trompeter Bernhard Mergner herzlich danken für seinen unglaublichen, motivierenden und engagierten Unterricht ! (Nach relativ kurzer Zeit vermittelte er mich an eine Big Band unter der Leitung eines gewissen Herrn Beckerhoff - was weniger meinen vermeintlichen Genialismus, als viel mehr die Tiefen, die auch manche angesehenen Musiker durchschreiten müssen, beschreibt. Kurz um: Saxophone sind blöd.

                 
wenn Arp nicht gerade die Muse küsst...                      ...erfüllt er seinen Job als Notenwart stets mit Durchblick ;-)

Die praktische musikalische Beifach-Prüfung der Kulturpädagogik hat das von Bernhard vermittelte Olds-Horn unbeschadet überstanden und liegt seither beinahe unberührt im Koffer. - Prüfungen schließen schließlich ab.
Ganz konnte mich die Tonkunst aber nicht lassen - das ward mir wohl in die Wiege, oder genauer auf den Taufschein diktiert: Namensvetter Schnitger baute vor 300 Jahren immerhin recht ansehnliche bzw. hörenswerte Orgeln im friesischen Raum. Ihm gleich zu tun, war dennoch niemals meine Sache nicht:
zu viele Tasten und dazu auch noch Pedale. - Immerhin: Im Jahr meines Beitritts zum SMS wird die Orgel zu Ostönnen (westliches Vordorf von Soest) via Darmspiegelung zur "ältesten spielbaren Orgel der Welt" gekürt.

Bevor ich ausschweifend werde: Der im weitesten Sinne musik-vermittelnde Beruf verschlug mich ins historische Susat, in dem vor´m Grimmelshausen schon die legendären Jungs von der Niffel ihr unmusikalisches Unwesen getrieben haben. Hier hatte ich ersten Telefonkontakt zu dem damaligen
Münchener Gespann Fisch-Busch, das heute in Soest das Gesangskulturhaus betreibt (welches ich regelmäßig besuche und allen Gesang-Interessierten gerne weiter empfehle).

In besagter Arbeitsstelle ereilte mich übrigens auch der Anruf von Wolfram: "Arp, kennst Du nicht jemanden ... ?"

Mit Arp kann mans ja machen...

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