|
So gegen 18:00 waren wir wieder im Disneyland. Jetzt hieß es duschen,
umziehen, dann kurz zum Regenwald retten treffen, man weiß ja nicht wie
viel es noch gibt. Dann gingen wir endlich los, zur "Buffalo Bill
Western Show", dem Höhepunkt des Abends. Diese Veranstaltung hatten wir
gleich am ersten Tag für 50 € gebucht.
Wir stellten uns also brav mit vielen anderen Leuten ca. 1,5 Stunden vor
Beginn in die Schlange. Wieder einmal anstehen, so etwas lernt man als
Freizeitparkbesucher in jedem Fall. Diesmal war aber alles anders.
Bereits nach kurzer Zeit setzte sich die Schlange in Bewegung. Wir
gingen durch verschiedene Gatter, wie Rinder, und erhielten dort eine
Farbige Karte mit unserer Platznummer. Wir waren jetzt unwiderruflich
"die Blauen". Außer uns gab es noch "die Grünen", "die Roten" und "die
Gelben". An der nächsten Ecke des Gangs, durch den wir geschoben wurden,
gab es zu dem Ticket einen Strohhut mit farblich passendem Band, in
unserem Fall also blau.
Am Ende des Gangs eröffnete sich ein recht großer Raum mit einer
riesigen Theke. Also erstmal ran und Bier bestellt. Hier in dem Raum
wurde einem die Zeit auch nicht lang. Auf einer Bühne inmitten des Raums
wurde Unterhaltung geboten, vom Wunderwasser-Verkäufer, Gaukler bis zur
Country Band. Hier fing es aber schon an, dass man aufgrund seiner
Hutbandfarbe zu einer Gruppenzugehörigkeit getrieben wurde. Bei einem
kleinen Wettkampf unterstützte jeder lautstark seine Farbe.
Endlich ging es los, Einlass in die Arena. Gut, dass jeder seinen Platz
sicher hatte, sonst wäre es nicht so ruhig gelaufen. Kaum saßen wir,
sehr guter Platz am Kopfende der Arena, kam auch schon die Bedienung und
fragte Bier oder Bier? Auf Wunsch konnte man auch antialkoholische
Getränke bekommen. Das Bier wurde uns direkt aus dem Pitscher in das
Glas geschenkt, was während der gesamten Show so weiterging. Immer wenn
die Bedienungen nicht anderweitig beschäftigt waren gingen sie mit
Getränken durch die Reihen, kein einfacher Job.
Es war eine riesige Show, in der Cowboys und Indianer mehrere
Wettkämpfe, teils auch mit Tieren durchführten. Es waren immer vier
Mannschaften, in den vier Farben, in der Arena. Das Publikum hatte nun
die Aufgabe seine eigne Mannschaft durch Rufen, Schreien oder Grölen
anzufeuern. Zu diesem Zweck stand vor jedem Zuschauerblock ein
"Einpeitscher", der genau das Kommando zum Anfeuern gab.
Während der Vorstellung gab es auch das Essen, Suppe,
Grillteller, Kartoffeln, Kuchen mit Eis und Kaffee, alles aus dem
Blechnapf, mit der großen Kelle verteilt und zwischendurch immer wieder
etwas zu trinken. Es kam jedenfalls keiner zu kurz, die Bedienungen
haben sich mächtig beeilt, was Ihnen am Ende natürlich auch ein
Trinkgeld einbrachte.
Ach ja, jede der Mannschaften hat einen der Wettkämpfe
gewonnen, sodass es am Ende unentschieden stand, nicht das es nachher
beim Rausgehen noch Stress gibt. Alles in allem eine hervorragende Show,
die in jedem Fall ihr Geld wert ist.
Nach der Show sind wir noch eine ganze Weile durch das
"Disney Village" geschlendert, zum Einen weil es ja unser letzter Abend
hier war, aber auch weil man das viele, schnelle Essen und Trinken
erstmal verdauen mussten. Trotz der Anstrengung gab es noch ein
Abschlussbier, bei dem wir auch den Plan für den nächsten Morgen
besprochen haben. |