HIV / AIDS

in der Türkei und in Deutschland


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Allgemeine Informationen

 


 

Schutz

Safer Sex - wie geht das?


Vaginalverkehr

Zum Risiko der Frau: Über die empfindlichen Scheidenwände kann HIV leicht
in die Blutbahn eindringen. Das Risiko, sich anzustecken, ist besonders groß,
wenn im Genitalbereich schon eine andere Infektion vorliegt, und während der Monatsblutung.

Zum Risiko des Mannes: Infektiöse Scheidenflüssigkeit kann über die
Schleimhäute des Penis zur Ansteckung führen; diese haben häufig sehr kleine, nicht spürbare Verletzungen. Während der Monatsblutung ist das Infektionsrisiko wegen des Kontakts mit Blut größer.

HIV scheint leichter vom Mann auf die Frau übertragbar zu sein als umgekehrt. Klar ist aber, dass für beide ein Risiko besteht.

Beim Vaginalverkehr bieten Kondome guten Schutz.

Das Herausziehen des Penis kurz vor dem Samenerguss ist keine geeignete Methode, um sich vor HIV zu schützen.

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Analverkehr

Hier ist das Risiko besonders groß, sich mit HIV und anderen Krankheitserregern anzustecken. Der After ist stark durchblutet, seine Schleimhäute sind sehr leicht verwundbar.

Auch der „aktive“ Partner – also derjenige, der seinen Penis einführt – kann
angesteckt werden: Die empfindliche Eichel und der Harnröhrenausgang können mit Erregern in Kontakt kommen.

Kondome, zusammen mit einem fettfreien Gleitmittel, bieten beim Analverkehr
guten Schutz.

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Oralverkehr

Zum Blasen: Das Stimulieren des Penis mit Mund oder Zunge gilt als risikoarm.
Empfohlen wird aber: kein Sperma in den Mund, Sperma nicht schlucken. Das „Raus-bevor‘s-Kommt“ ist riskant, denn meist klappt es ja doch nicht. Wer es ganz sicher haben will, benutzt auch beim Blasen ein Kondom. Es schützt außerdem vor Mund-Tripper.

Zum Lecken der weiblichen Geschlechtsorgane: Gilt ebenfalls als risikoarm,
außer während der Menstruation. Wer auf „Nummer Sicher“ setzt, benutzt beim Lecken ein „Dental dam“: Das ist ein Latextuch, das zwischen Mund und Scheide gelegt wird. Dental dams gibt‘s in Apotheken. Den gleichen Zweck kann auch ein aufgeschnittenes Kondom erfüllen!

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Eindringen mit den Fingern...

...in die Vagina oder den After ist risikoarm, auch bei nicht intakter Haut.
Während der Menstruation empfiehlt es sich, Fingerlinge, Kondome oder Gummihandschuhe zu verwenden.

Küssen – auch tief und ausgiebig –, gegenseitige „Handarbeit“ und Massage,
sich aneinander reiben, das Gegenüber ablecken und dergleichen: All diesen Lustbarkeiten kann man bedenkenlos frönen.

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Wenn es mit dem Schutz mal nicht geklappt hat...

Das Kondom ist gerissen, oder es wurde einfach vergessen: So etwas kann durchaus passieren. Der eindringende Partner kann dann seinen Penis waschen und zu urinieren versuchen, um Reste von Körperflüssigkeiten des Partners/der Partnerin ab- und auszuspülen. Eine Darm- oder Scheidenspülung jedoch wäre gefährlich: Krankheitserreger gelangen so noch tiefer in den Körper, und es kommt leicht zu Verletzungen.

Ist beim Oralverkehr Sperma in den Mund gelangt: ausspucken und den Mund mit mindestens 40%igem Alkohol (je hochprozentiger desto besser) spülen.

Wenn jemand ein solches Infektionsrisiko hatte, ist möglicherweise auch eine
Post-Expositions-Prophylaxe* – kurz HIV-PEP – sinnvoll. Das ist eine mehrwöchige Chemotherapie mit Medikamenten, die gegen HIV gerichtet
sind. Sie hat die bestmögliche Wirkung, wenn sie innerhalb von zwei
Stunden nach dem Risikokontakt begonnen wird. Je mehr Stunden vergehen,
desto geringer ist die Chance, dass die HIV-PEP wirkt.

Es ist nicht sicher, ob die HIV-PEP überhaupt wirkt. Manchmal treten auch starke Nebenwirkungen auf, und möglicherweise kommt es zu Spätfolgen. Außerdem kann die HIV-PEP wahrscheinlich nicht beliebig oft wiederholt werden.

Ob eine HIV-PEP eingesetzt werden sollte, lässt sich nur mit einem/einer erfahrenen Arzt/Ärztin klären!

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Beratung zu Safer Sex und HIV-Test

AIDS-Hilfen

Die örtlichen AIDS-Hilfen bieten persönliche Beratung an – in ihren Räumen
sowie per Telefon.

Telefonische Beratung:

bundesweit unter der Rufnummer 19411 + Ortsvorwahl (eventuell die der nächstgrößeren Stadt).

Im Laufe des Jahres 2001 werden die Nummern des Beratungstelefons der AIDS-Hilfen auf die 0700 umgestellt. Die Rufnummer der jeweiligen AIDS-Hilfe lautet dann:

0700-HILFE + 2., 3. und 4. Ziffer der Ortsvorwahl (0700-44533-XXX)

Beispiel für Bonn (Vorwahl: 0228): 0700-44533-228

Ausnahme: Städte mit dreistelliger Ortsnetzkennzahl, also Berlin (030), Hamburg (040), Frankfurt (069) und München (089): Hier bitte die komplette Vorwahl wählen, also z.B. 0700-44533-030

Vorübergehend werden viele AIDS-Hilfen unter der bisherigen oder der neuen
Nummer erreichbar sein.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Telefonberatung der BZgA ist unter der Nummer 0221/89 20 31 erreichbar, ebenso per E-Mail unter: telefonberatung@bzga.de
und Internet unter www.aidsberatung.de.

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Letztes Update: 02.02.04