HIV / AIDSin der Türkei und in Deutschland
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Übertragung Wie wird HIV nicht übertragen? HIV gehört zu den schwer übertragbaren Krankheitserregern.
Das Virus Das Virus wurde zwar auch in Urin, Kot, Speichel, Schweiß und Tränenflüssigkeit nachgewiesen, jedoch in sehr geringer Menge, die für eine Ansteckung nicht ausreicht. Weltweit ist kein einziger Fall bekannt, bei dem eine Infektion über diese Körperflüssigkeiten erfolgt wäre. Deshalb besteht keine Ansteckungsgefahr bei - Händedruck, Umarmen, Streicheln - Anhusten oder Anniesen - Benutzen derselben Teller, Gläser und Bestecke - Benutzen von Toiletten, Bädern oder Saunen - Zusammenarbeiten und -wohnen mit Menschen mit HIV/AIDS - Betreuen und Pflegen von Menschen mit HIV/AIDS. Auch beim Küssen kann HIV nicht übertragen werden,
solange sich am Mund In der Arztpraxis und im Krankenhaus gilt: Was vor Hepatitis B schützt, schützt auch vor HIV und damit vor AIDS. Impressum Auszug aus der Broschüre „HIV AIDS. Heutiger
Wissensstand“. 25., überarbeitete Zum Anfang Wie kann HIV übertragen werden? HIV kann nur übertragen werden, wenn es in ausreichender
Menge in die Ansteckende Körperflüssigkeiten Blut – auch Menstruationsblut – und Sperma enthalten das Virus in hoher Konzentration. In der Scheidenflüssigkeit und Muttermilch ist die Konzentration geringer, kann jedoch immer noch für eine Ansteckung ausreichen. Sexuelle Übertragung Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen. Vor allem die Darmschleimhaut ist äußerst empfindlich und kann HIV direkt aufnehmen. Deshalb ist Analverkehr ohne Kondom sehr risikoreich. HIV kann auch beim Vaginalverkehr übertragen werden:
Durch kleine, nicht spürbare Verletzungen der Scheide oder Reizungen
der Gebärmutter (z.B. durch die Spirale, durch Pilze und andere sexuell
übertragbare Erreger) kann infektiöses Sperma in die Blutbahn
der Frau gelangen. Umgekehrt können Scheidenflüssigkeit und
Menstruationsblut durch winzige Hautrisse am Penis auch zur Ansteckung
des Mannes führen. HIV wird jedoch leichter vom Der Oralverkehr („Lecken“, „Blasen“) birgt ein Risiko, wenn Sperma oder Menstruationsblut in den Mund der Partnerin/des Partners gelangt. Übertragung beim Drogengebrauch Menschen, die sich Drogen spritzen („fixen“), haben ein sehr hohes Infektionsrisiko, wenn sie Spritzen verwenden, die vorher eine andere Person benutzt hat. Hierbei kann infiziertes Blut direkt in die Blutbahn eindringen. Ein geringes bis mittleres Infektionsrisiko besteht beim Aufteilen der Droge mittels gebrauchter Spritzbestecke und beim Verwenden gebrauchten Zubehörs (Löffel, Filter, Tupfer). Mutter-Kind-Übertragung Kinder von HIV-positiven Frauen können während
der Schwangerschaft, während der Geburt und auch beim Stillen angesteckt
werden. Die Übertragungsrate hängt dabei wesentlich vom Gesundheitszustand
der Mutter ab sowie von vorbeugenden Maßnahmen. Unter optimalen
Bedingungen kann die Übertragungsrate unter 2 % gesenkt werden: durch
einen Kaiserschnitt Blut und Blutprodukte Menschen mit Hämophile (Bluter sind heute nicht mehr durch das für sie lebenswichtige Blutplasmakonzentrat HIV-gefährdet. Durch besondere Verfahren, z.B. durch Erhitzen, und durch gentechnische Herstellung wird weitestgehend sichergestellt, dass derartige Blutprodukte kein HIV enthalten. Um zu verhindern, dass bei Bluttransfusionen HIV (sowie
Hepatitis B und C) übertragen wird, werden in der Bundesrepublik
seit 1985 alle Blutspenden in Routineverfahren auf HIV-Antikörper
untersucht. Das bisher schon sehr geringe Restrisiko wegen der „diagnostischen
Lücke“ (das ist der Zeitraum zwischen der eventuellen Ansteckung
des Spenders/der Spenderin und der Nachweisbarkeit von Antikörpern:
bei HIV etwa 12 Wochen) soll nach neueren Impressum Auszug aus der Broschüre „HIV AIDS. Heutiger
Wissensstand“. 25., überarbeitete Zum Anfang Ungleich verteilt: das Infektionsrisiko Die HIV-Infektion hat sich in den einzelnen Weltregionen
jeweils anders In Europa und in den USA betrifft HIV vor allem homo- und
bisexuelle Männer In Deutschland gibt es in der übrigen Bevölkerung
noch verhältnismäßig In den südlich der Sahara gelegenen Regionen Afrikas
und in einigen Das Ansteckungsrisiko richtet sich vor allem danach, wie
und wo jemand lebt Impressum Auszug aus der Broschüre „HIV AIDS. Heutiger
Wissensstand“. 25., überarbeitete Zum Anfang
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| Disclaimer | Letztes Update: 02.02.04 |