Buffina

Russkiy Toy

Über die Rasse

 

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten zu den populärsten dekorativen Hunden in Russland die englischen Toy-Terrier. Aber die sozialistische Revolution und das danach errichtete autoritäre Regime machten den Fortbestand der ganzen Art nahezu unmöglich. Erst Mitte der 50er Jahre ergab sich die Möglichkeit, diese Rasse wieder zu züchten. Fast alle noch verbliebenen Zuchtexemplare waren ohne Papiere, viele von ihnen waren nicht reinrassig. Entsprechend der politischen Entwicklung im Land zu jener Zeit hielten sich die russischen Kynologen nicht für verpflichtet, sich den Standards, die in anderen Ländern akzeptiert waren, zu unterwerfen, sondern genehmigten für viele Rassen ihre eigenen Standards. Der für Toy-Terrier gebildete Standard unterschied sich erheblich von dem Standard der englischen Toy-Terrier in vielen grundsätzlichen Punkten, und von diesem Zeitpunkt an nahm die Entwicklung dieser Rasse in Russland ihrem eigenen Weg.

 

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Am 12. Oktober 1958 kam in Moskau von einem Paar kurzhaariger Toy-Terrier, von denen einer etwas längeres Fell hatte, ein Rüde auf die Welt, der an den Ohren und den Beinen eindrucksvolle Fransen hatte. Man entschied sich, diesen Hund zur Zucht einzusetzen, um bei dem Nachwuchs das Merkmal der Langhaarigkeit zu festigen, und ließ ihn eine Hündin decken, die ebenfalls etwas längeres Fell hatte. So entstand die langhaarige Variante der Toy-Terrier, die man Moskauer Toy-Terrier nannte. Bei der Begründung dieser Rasse hat die Moskauer Kynologin Eugenia Zharova eine bedeutende Rolle gespielt.

Im Verlauf der langjährigen reinrassigen Entwicklung und Auslese in einer bestimmten Richtung wurde die neue Rasse russischer Toy-Terrier in zwei Varianten ausgeprägt: der langhaarigen und der kurzhaarigen.

 

 

Eine kleine Hunderasse wird immer beliebter – der Russkiy Toy ist besonders in seiner Heimat schon sehr lange eine populäre Rasse, doch auch bei uns sieht man die kleinen Hunde immer häufiger. Die niedlichen Hunde werden häufig für Welpen gehalten, weil sie so klein gewachsen sind. Trotzdem brauchen Russkiy Toy erstaunlich viel Bewegung und sind voller Energie – kein Hund für Stubenhocker also.

Ein Russkiy Toy braucht etwas Zeit, bis er sich an einen Menschen gewöhnt und diesem vertraut, sobald er das tut ist er aber äußerst loyal. Die Treue dieser kleinen Vierbeiner kann soweit gehen, dass die Hunde ihren Herrchen nicht mehr von der Seite
weichen und nichts lieber tun, als mit ihren Besitzern zu kuscheln. Die "Russischen Zwerghunde", wie Russkiy Toy in Deutschland eigentlich genannt werden, haben keine rassenspezifischen gesundheitlichen Probleme.

Wer also auf der Suche nach einem liebevollen, kleinen Energiebündel ist, sollte sich die Russkiy Toy einmal näher ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rassestandard

Standard der Russkiy Toy FCI Nr. 352 vom 21.02.2006

Herkunftsland:    Russland   

Verwendung:       Gesellschaftshund

Klassifikation FCI:   Gruppe 9, Gesellschaftshunde. Sektion 9. Kontinentale Toy-Spaniels und Russkiy Toy.  Ohne Arbeitsprüfung.

Allgemeines Erscheinungsbild:

Kleiner, eleganter Hund, beweglich, hochbeinig. Zierlicher Knochenbau mit straffer Muskulatur. Im Aussehen wenig geschlechtsspezifische Unterschiede, aber im Verhalten deutlich erkennbar.

 Wichtige Proportionen:

Quadratisches Format. Die Ellenbogenhöhe beträgt etwas mehr als die Hälfte der Widerristhöhe. Die Brust ist ziemlich tief.

Verhalten und Temperament:

Aktiv und sehr lebenslustig, nicht ängstlich, nicht aggressiv;

Kopf:         klein;

Oberkopf:  Schädel: hoch, aber nicht breit .

 Der Übergang von der Stirn zur Schnauze ist deutlich ausgeprägt.

 Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: klein, schwarz oder im passenden Farbton.

Fang:  Der Fang ist etwas kürzer als der Schädel, fein, sehnig und spitz.

Lippen: Die Lippen sind schmal, sehnig, gut anliegend, dunkel oder im passenden Farbton.

Kiefer/ Zähne: klein, weiß, Scherengebiss.

Wangen: flach.

Augen: ziemlich groß, rundlich, etwas gewölbt, dunkel, breit und gerade angesetzt. Die Lidränder sind faltenlos, gut anliegend,  dunkel oder im passenden Farbton.

Ohren: groß, dünn, hoch angesetzt, stehend.

Hals: Lang, hoch aufragend, leicht gebogen.

Körper: 

Der Verlauf der oberen Linie ist fließend vom Widerrist bis zum Ansatz der Rute.

Widerrist: nur schwach ausgeprägt.

Rücken:  fest und gerade.

Lendenpartie: kurz und leicht gewölbt.

Kruppe: Etwas rundlich und ein wenig abfallend.
Brust: Reicht weit nach unten, nicht sehr breit, oval.
Leiste: Strammer Bauch, Leiste hoch geschürzt und bilden eine fließende und schön gebogene Linie von der Brust bis zur Leiste.
RUTE:   

Die Rute ist fröhlich hochgereckt, vorzugsweise in Form einer Sichelrute, die nicht niedriger als auf Rückenhöhe gehalten wird.

 (Im Ausland ist es leider noch immer Standart, die Ruten zu kupieren.)

Gliedmaßen:

Vorderfuß:  schlank und sehnig. Von vorne betrachtet gerade und parallel.
Schulterblätter: von mäßiger Länge, nicht allzu schräg.
Schulter: ungefähr von gleicher Länge wie die Schulterblätter. Das Schulterblatt soll mit dem Oberarm einen Winkel von ca. 105 Grad bilden.
Ellenbogen: exakt rückwärts gerichtet.
Unterarm: lang, gerade.
Fußgelenk: sehnig

Vordermittelfuß: fast senkrecht.
Pfoten: klein, oval, fest geschlossen, nach vorne gerichtet, schwarz oder im passenden Farbton. Pralle Ballen schwarz oder im passenden Farbton.
Hinterfuß: Von hinten betrachtet gerade, parallel, etwas weiter auseinander als der Vorderfuß. Alle Gelenkwinkel sind deutlich ausgeprägt.
Schenkel: Mit straffer und entwickelter Muskulatur.
Unterschenkel und Oberschenkel: Sind von gleicher Länge.
Sprunggelenk: Ausreichend gewinkelt.
Hintermittelfuß: Senkrecht stehend.
Pfoten: Fest geschlossen, schmaler als Vorderpfoten, die Krallen und Ballen sind schwarz oder im passenden Farbton.

Gangwerk:   

Schnell, frei, geradlinig. Die Silhouette des Hundes unterscheidet sich wenig im Stand und in Bewegung.

Haut:   

Fein, straff, gut am Körper anliegend.
Haarkleid:
Beschaffenheit des Haarkleides: 

Es gibt 2 Varianten, kurzhaarig und langhaarig.

Kurzhaarig:      Das Haar ist kurz und am ganzen Körper gut anliegend, glänzend, ohne Unter-wolle, dicht ohne kahle Stellen.

Langhaarig:      Das Haar ist mäßig anliegend, 3-5 cm lang, ohne die natürlichen Konturen des Körpers zu verbergen, glatt oder leicht gewellt. Das Haar auf dem Kopf, Fang und der Vorderseite der Gliedmaßen ist kurz und eng anliegend. Auf der Rückseite der Gliedmaßen sind Kämmlinge (Fransen) stark ausgeprägt. Durch  das längliche seidenartige Haar werden die Krallen an allen Pfoten vollständig verdeckt. Die Ohren sind mit sehr dichtem, langem und fransenartigem Haar bedeckt. Bei erwachsenen Hunden, älter als 3. Jahren, sollen die Fransen die Ohrenränder und Ohrenspitzen vollständig verdecken.

Das Haar am Körper soll nicht strubbelig aussehen und nicht kürzer als 2 cm sein.

Farbe         

Schwarz mit Tanfarbe; Braun mit Tanfarbe, Blau mit Tanfarbe, sowie Mahagoni  in  verschiedenen  Tönen mit einem  Hauch  von Schwarz oder Braun oder ohne Strähnchen. Bei allen Fellfarben sind satte Farbtöne erwünscht.
Größe und Gewicht:

   Widerristhöhe:             Rüden und Hündinnen: 20-28 cm.
Gewicht:                     Rüden und Hündinnen: bis 2,7 kg.