Politik für ältere Menschen
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60 plus Darmstadt
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SPD 60plus:  „Der Politik Lernfähigkeit pro Senioren unterstellt“

Neuwahlen mit einigen neuen Gesichtern

„Wir haben mit unseren Aktivitäten die SPD für Seniorenpolitik besser ausgerichtet,“ so der alte und neue Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60plus, Dr. Wolf-Dietrich Schulze. „Mehrere Veranstaltungen zur Pflege und zum Pflegenotstand waren gut besucht,“ Schulze sprach damit auch Maßnahmen und das Umdenken der Politik in Richtung demografischen Wandel in seinem Jahresbericht an. So habe man in der Darmstädter Kommunalpolitik endlich verstanden, dass Seniorinnen und Senioren an ihren Lebensumständen mitwirken wollen. Dr. Wolf-Dietrich Schulze und der als Versammlungsleiter gewählte SPD-Vorsitzende Dr. Klaus Uebe wiesen auf die Interessengemeinschaft gewählter Seniorenbeirat hin. „Wir sind optimistisch, dass die Interessengemeinschaft unter Federführung der Akademie 55plus mit guten Argumenten in der Anhörung vor dem Sozialausschuss am 22. Mai die Stadtregierung für eine demokratisch legitimierte Seniorenvertretung gewinnen wird,“ so Dr. Uebe.

Die Versammlung verabschiedete einen Antrag, in dem ein Ende der Privatisierungen in der Daseinsvorsorge gefordert wird. Die anschließenden Neuwahlen ergaben die Wiederwahl von Dr. Wolf-Dietrich Schulze zum 1. Vorsitzenden. Neue Stellvertreterin wurde Rita Quast, die das Amt bereits einige Jahre bekleidete. Friedrich Schmidbauer als Rechner und Klaus Wieland als Pressesprecher und Schriftführer komplettieren den geschäftsführenden Vorstand. Beisitzer sind in alphabetischer Folge Maria Arnoldt, Rosemarie Eberle, Anna-Dorothea Grampp, Dieter Gille, Uta Ludwig, Herbert Nowak, Walter Schmidt, Kurt Spott, Heinz Thielmann, Burkhard Wieck und Lothar Zerull. Der Vorsitzende dankte Erna Pfaff und Friedrich Rothaug für ihre jahrelange Mitarbeit im Vorstand. Beide haben gesundheitliche Gründe für ihr Ausscheiden.

13.05.2012

 

„ Die Folgen des demografischen Wandels offensiv annehmen“

SPD-Senioren fordern politische Teilhabe auf allen kommunalpolitischen Ebenen

„Die Politik muss sich dem steigenden Wunsch der Älteren nach Teilhabe öffnen,“ der SPD-Unterbezirksvorsitzende Dr. Klaus Uebe und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Partei, Dr. Wolf-Dietrich Schulze, sehen darin eine grundlegende Voraussetzung für einen erfolgreich gemeisterten demografischen Wandel. „Gerade auf kommunaler Ebene muss gewährleistet werden, dass die immer größer werdende Gruppe der Seniorinnen und Senioren auf die politische Meinungs- und Willensbildung angemessenen Einfluss nimmt und ihn vor allem gleichberechtigt mitgestaltet,“ so Uebe und Schulze weiter. Sie sehen dies auch unter dem Aspekt des fairen und dauerhaften Ausgleichs von Chancen, Rechten und Pflichten zwischen den Generationen.

Ein gewählter Seniorenbeirat ist ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft

Die SPD-Senioren sehen, dass ältere Menschen überdurchschnittlich stark an politischen Themen interessiert sind. Zudem stellen sie ein Drittel aller Wahlberechtigten mit steigender Tendenz. Klaus Uebe und Wolf-Dietrich Schulze: „In den letzten Jahren haben die Parteien zu sehr einseitig auf „Verjüngung“ gesetzt. Rechte und Pflichten müssen in allen Lebensbereichen in die richtige Balance gesetzt werden. Eine Kommunalpolitik, die Ältere nur als Empfänger sozialer Leistungen betrachtet, wird scheitern.“ Die SPD-Senioren fordern eine systematische Einbeziehung der Älteren bei der Gestaltung in das Lebensumfeld in unserer Stadt. Dabei reicht es nicht, dass ältere Menschen ein Mandat im Stadtparlament haben. Andere Kommunen im südhessischen Umfeld haben dies schon lange erkannt und sind den Weg der Teilhabe über gewählte Seniorenbeiräte gegangen. In Darmstadt hat sich die Interessengemeinschaft für einen gewählten Seniorenbeirat gegründet.  Dazu Dr. Klaus Uebe: „Hier haben sich Vertreterinnen und Vertreter von verschiedenen Organisationen zusammen gefunden. Wir freuen uns, dass zum Beispiel die Akademie 55 plus dabei ist. Wichtig ist allen ein Seniorenbeirat mit demokratischer Legitimation, der auch das Selbstvertrauen der Älteren stärkt.“ Dr. Wolf-Dietrich Schulze ergänzt: „Die SPD 60 plus fordert bundesweit, die Einrichtung von Seniorenvertretungen festzuschreiben. Wir brauchen in jedem Bundesland ein Seniorenmitwirkungsgesetz. Für Darmstadt bedeutet das die schnellstmögliche Einrichtung eines gewählten Seniorenbeirates.“ Klaus Uebe und Wolf-Dietrich Schulze sehen dafür gute Signale. Nach der Anhörung im Sozialausschuss am 22. Mai können die Weichen für eine Seniorenvertretung gestellt werden, in dem sich alle Gruppen, einschließlich Parteien, wiederfinden.
18.04.2012

 

„Pflegenotstand ist gesellschaftspolitisches Thema“
Podiumsdiskussion bei SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus 

Die gut besuchte Veranstaltung "Pflegenotstand unter der Lupe" nahm sich eines Themas an, das immer mehr die breite Öffentlichkeit beschäftigt. Auf dem Podium saßen Helmut Kaufmann, Fachbereichsleiter Altenhilfe bei  der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt, der über die Qualität der Pflege in Theorie und Praxis sprach. Er beklagte, dass der Mensch zu wenig im Mittelpunkt steht, der 

Nachwuchs unter den gegenwärtigen Umständen fehle und trotz hoher Kosten, die Situation nicht befriedigend sei. Herbert Nowak, Vorstandsmitglied der Ver.di -Senioren Südhessen berichtete hauptsächlich über die Pflege in Zahlen und wies darauf hin, dass der Begriff der Pflegebedürftigkeit neu definiert werden müsse.

Die Moderation des Themas hatte die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries, Justiziarin der SPD-Bundestagsfraktion übernommen. Unter des Gästen war auch der SPD-Unterbezirksvorsitzende Dr. Klaus Uebe.

60plus-Vorstandsmitglied Rosemarie Eberle gab einen Einblick in die Situation in der stationären Pflege und in den Pflegenavigator des Medizinischen Dienstes im Internet. Letzterer wird der Realität nicht gerecht, denn die herrschenden Zustände in vielen Pflegeheimen werden durch geschönte Noten entweder verdeckt und/oder durch die Addition von sehr verschiedenen 82 Gesichtspunkten, die teilweise nichts mit Pflege im eigentlichen Sinn zu tun haben, falsch dargestellt. Im Summeneffekt bieten die Noten nicht die notwendige Pflege-Transparenz. 

Stefan Rütten, Leiter des Altenwohnheims in der Kasinostraße und ehemaliger Schulleiter in der Pflegeausbildung, gab einen Überblick über die Anforderungen, denen sich Pflegekräfte in und nach der Ausbildung zu stellen haben.

Die zahlreichen Fragen und Beiträge der Besucher spiegelten das große Interesse wider. Einmal mehr zeigte sich, dass Pflegenotstand ein relevantes gesellschaftspolitisches Thema ist, das allgemein unterschätzt wird. Durch den demografischen Wandel wird die Pflege in den kommenden Jahren immer mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.
20.03.2012

SPD-Senioren loben Pflegestützpunkt
Gespräch brachte viele Erkenntnisse

Seit 9 Monaten gibt es räumlich bei der Sozialverwaltung den Darmstädter Pflegestützpunkt in der Frankfurter Straße. Die SPD-Senioren wollten vor Ort mehr von der Arbeit dieser immer noch neuen Institution erfahren. Diplom-Sozialarbeiterin Petra Wendling erwies sich mit ihrer Kollegin als kompetent und konnte eine Vielzahl von Fragen beantworten. So stellte sich heraus, dass sich die Arbeit des Pflegestützpunktes in Einzelberatungen aufteilt und andererseits ist man mit der Hilfeplanung und Koordination mit anderen Stellen vernetzt und beschäftigt. Rosemarie Eberle, Friedrich Schmidbauer und Klaus Wieland von der SPD AG 60plus erfuhren, dass es eine gemeinsame Trägerschaft zwischen den Pflege- und Krankenkassen und der Stadt Darmstadt gibt. Den Beratungssuchenden hilft man kostenfrei bei allen Fragen rund um die Pflege und Versorgung mit Information, Beratung, Unterstützung, Vermittlung und Koordination.

Dass nach wenigen Monaten noch „nicht alles rund läuft“, sieht Petra Wendling ganz realistisch: Es ist ein großes Informationsnetz mit ständiger Fortschreibung zu bearbeiten. Heime werden besucht und freie Plätze werden dem Stützpunkt gemeldet. Bei Widersprüchen werden die Ratsuchenden begleitet. Im Zentrum steht immer die intensive Pflegeberatung, oft mit Entscheidungshilfen ambulant oder stationärem Aufenthalt. Neben der Vernetzung mit anderen Pflegestützpunkten und Kranken- und Pflegekassen gibt es gute Kontakte zu stadtteilbezogenen Stellen, wie zum Beispiel der AG Senioren in Kranichstein.

Die drei SPD-Vertreter rissen das Thema Pflegenotstand an. Vom Pflegestützpunkt her versucht man beratend tätig zu sein, kann allerdings die Mängel nur an die zuständigen Stellen oder an die sozialpolitisch Verantwortlichen weiter geben. Petra Wendling betonte, dass Stück für Stück der Pflegestützpunkt aufgrund der wachsenden Erfahrungen verbessert wird: „In zwei bis drei Jahren wird vieles exakter ablaufen.“ Ihre Vorstellungen gehen auch in Richtung stadtteilbezogener Pflegeberatung. Ein großer Wunsch ist ein entlastendes Betreuungsangebot für Demenzkranke: „Es wäre schön, wenn da aufgestockt werden könnte.“
20.08.2011

SPD-Senioren: Dr. Wolf-Dietrich Schulze folgt auf Walter Schmidt Kommunalwahlziel: Demokratisch legitimierter Seniorenbeirat

Der neue Vorsitzende der Darmstädter SPD-Senioren Dr. Wolf-Dietrich Schulze kann sich auf ein einstimmiges Votum der Jahreshauptversammlung stützen. Damit wurde er Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierenden Walter Schmidt, der weiter als Beisitzer fungiert. Wolf-Dietrich Schulze möchte für die ältere Generation alle Chancen und Möglichkeiten des demografischen Wandels sozial abgefedert nutzen. „Wir stehen geschlossen hinter dem Projekt Seniorenbeirat, der natürlich demokratisch gewählt sein muss,“ Wolf-Dietrich Schulze sprach damit das Hauptziel der Arbeitsgemeinschaft zur Kommunalwahl im März 2011 an. SPD-Unterbezirksvorsitzender Hanno Benz hatte zuvor Walter Schmidt für vier Jahre gute Arbeit gedankt.

Neuer Stellvertreter wurde Friedrich Rothaug, Klaus Wieland bleibt für die Schriftführung und Presse zuständig. Die Kasse verwaltet weiter Friedrich Schmidbauer. Zehn Beisitzerinnen und Beisitzer komplettieren den Vorstand: Professor Dr. Eugen Bruno, Rosemarie Eberle, Anna Dorothea Grampp, Uta Ludwig, Erna Pfaff, Walter Schmidt, Walter Schwebel, Kurt Spott, Heinz Thielmann und Lothar Zerull. Der neue Vorstand wurde auf zwei Jahre gewählt. „Wir werden uns als Team weiter in Darmstadts Kommunalpolitik einbringen,“ so Wolf-Dietrich Schulze in seinem Schlusswort.
10.10.2010

SPD: Seniorenbeirat spätestens nach der Kommunalwahl
Parteisenioren begrüßen „Schützenhilfe“ durch Akademie 55plus

„Seit mehreren Jahren kämpfen wir für eine demokratisch gewählte Seniorenvertretung,“ sagt der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus,Walter Schmidt. „Wir sind jetzt doppelt froh über die Unterstützung der Akademie 55plus. Nachdem sich die Initiative „Junge Alte“ für einen Seniorenbeiratstark gemacht hat, sind wir für diese erneute Schützenhilfe sehr dankbar.“ Die SPD-Senioren erinnern an ihren Kampf für eine echte Seniorenvertretung. Da galt es zuerst Widerstände in der eigenen Partei durch überzeugende Fleißarbeit zu verändern. Eine Anhörung im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung scheiterte an „desinformierten Gutachtern“ und den Widerständen der Grünen. Man holte die Vorsitzenden aus anderen Städten mit Seniorenbeirat, wie Wiesbaden und Seeheim-Jugenheim, nach Darmstadt. „Der damalige Koalitionspartner Bündnis90/Grüne versteckte sich hinter dem Koalitionsvertrag und hob den als Verein agierenden Seniorenrat noch oben,“ so Walter Schmidt. Die SPD-Senioren-Arbeitsgemeinschaft will keineswegs die Arbeit des Seniorenrates schmälern. „Dieser Verein agiert aber ohne demokratische Legitimation, ein Mitglied unseres Vorstandes sagt immer >das ist als wenn der SV 98 unlegitimiert für alle Sportvereine sprechen würde<.“

Die Senioren-AG der SPD unterstreicht die Argumentationen der Akademie 55plus, wie sie im Darmstädter Echo dargestellt wurden. „Vor der Kommunalwahl werden keine Weichen pro Seniorenbeirat mehr gestellt werden können. Aber wir sind sicher, dass das Gremium im Kommunalwahlprogramm der SPD verankert sein wird,“ so Walter Schmidt abschließend. Er weist auf einen einstimmigen Beschluss des SPD-Unterbezirks hin. Die Kranichsteiner SPD hat einen erneuten Antrag auf dem Parteitag am 19. Juni gestellt, um den Willen der SPD zu untermauern.
18.06.2010

SPD-Senioren fordern Steuersenkung auf Medikamente
Lebensmitteln gleichstellen - Zusatzbeiträge abmildern

Den abgesenkten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent fordert die Darmstädter SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus. „Damit stellen wir uns voll hinter die Forderung des Sozialverbandes VdK,“ Vorsitzender Walter Schmidt möchte damit diese Steuersenkung als Instrument gegen die von vielen Krankenkassen geplanten Zusatzbeiträge von zunächst bis zu 8 Euro im Monat nutzen. Heftige Kritik übt die Arbeitsgemeinschaft an den Plänen von CDU-Sozialpolitikern, den Zusatzbeitrag nach oben offen zu gestalten. „Damit offenbart die schwarz-gelbe Koalition ihre Rolle rückwärts in der Sozialpolitik,“ Walter Schmidt spricht damit auch auf die als „Wachstumspolitik“ deklarierte Senkung der Mehrwertsteuer für die Hoteliers an.
Schmidt: „Wir wollen mit unserer Forderung keine Klientele unterstützen, von einer Mehrwertsteuersenkung für Medikamente profitieren alle.“
03.02.2010

SPD-Senioren am Puls der Globalisierung
Frankfurter Flughafen im Konkurrenzkampf

Mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation am Frankfurter Flughafen,  hatten es die SPD-Senioren mit einem alten Bekannten zu tun. Frank Cornelius war Bürgermeister in Seeheim-Jugenheim und gilt als Insider der südhessischen Flughafen- und Regionalplanung. „Seine Flughafenkompetenz ist enorm,“ der Vorsitzende der SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus, Walter Schmidt, kommt fast ins Schwärmen, „Frank Cornelius hat sich viel Zeit für uns genommen und uns umfassend informiert.“

So konnte die Gruppe das gesamte Vorfeld mit den Parallelbahnen, dem Gelände für das künftige Terminal 3, die Halle des Riesenflugzeugs Airbus A380 und die Startbahn West umrunden. Man erfuhr vieles über den weltweiten Konkurrenzkampf. „Madrid bedrängt uns als nächstes,“ Frank Cornelius hob auf das enorme Wachstumsgeschäft im Südamerika-Verkehr ab. „Dubai wird mehr und mehr zum Umsteige-Flughafen mit niedrigen Start- und Landegebühren.“ 10 – 11 Milliarden Euro will die Fraport in den kommenden 10 Jahren investieren. „Diese enorme Summe macht nur Sinn, wenn die neue Landebahn kommt,“ Frank Cornelius kennt natürlich die Bedenken der Darmstädter Stadtteile Arheilgen und Wixhausen. Er lässt durchblicken, dass man in allen Umlandgemeinden in der Mediation mehr auf den Lärmschutz hätte pochen sollen. Er forderte eine positive Einstellung zum Flughafen.

Die Globalisierung ist am ständig steigenden Frachtaufkommen deutlich ablesbar. Das Image des Rhein-Main-Flughafens beinhaltet Zuverlässigkeit und Schnelligkeit. „Hier liegt unser Vorteil, den wir verteidigen müssen,“ so Frank Cornelius. Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer ist inzwischen zum drittgrößten der Welt aufgestiegen. Zu den Kunden gehört auch die Lufthansa. „Daran sieht man, dass es für Boeing und Airbus kein Monopol gibt,“ meint Cornelius. „Was wir hier gesehen haben, gehört in das Kapitel Globalisierung pur, die Fraport nimmt die Herausforderungen an und hat beste Aussichten, sie zu bestehen,“ SPD-Seniorenchef Walter Schmidt sprach damit das Schlusswort.
14.05.2008

vom 20.10.07:

Senioren wollen Rechte
Diskussion mit Bundesjustizministerin Zypries

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft "60 plus" lädt zum Gespräch über Seniorenpolitik ein. Die AG hält ein politisch gewähltes Gremium, den Seniorenbeirat, für nötig, um die Interessen älterer Bürger durchzusetzen. Ob es ums Wohnen oder um die Grünphase an Ampeln gehe, Ältere hätten andere Probleme als Jüngere, sagt AG-Vorsitzender Walter Schmidt.

"Ein Beirat hat Rederecht in den Ausschüssen", erläutert Schmidt. Das Stadtparlament beschließe in der Regel, was die Fachleute in den Ausschüssen erarbeitet hätten. Sozialdezernent Jochen Partsch (Grüne) indes hält einen Seniorenbeirat für "nicht notwendig" und verweist auf die Arbeit des Gremiums mit ähnlichem Namen: den Seniorenrat. Erna Pfaff vom Wohnpark Kranichstein, Sprecherin des Arbeitskreises Heimbeiräte Hessen Süd, ist über die Haltung von Partsch verärgert. "Der Seniorenrat kann die Interessen der Bürger unter anderem nicht vertreten, weil die Vorsitzende Irmgard Klaff-Isselmann in einen Interessenkonflikt käme", sagt die 82-jährige Pfaff. Klaff-Isselmann (CDU) arbeitet ehrenamtlich im Magistrat.

Zur Diskussion lädt " 60plus" am heutigen Samstag, 20. Oktober, 11 Uhr ins Staatsarchiv, Karolinenplatz, ein. Mit dabei: Justizministerin Brigitte Zypries, die sozialpolitischen Sprecherin der Landtags-SPD, Petra Fuhrmann, und Stadtverordneter Michael Siebel. 

Darmstädter SPD will legitimierte Seniorenvertretung

Beirat soll in dieser Legislaturperiode kommen

Der SPD Senioren-Arbeitsgemeinschaft 60plus ist es gelungen, die Darmstädter Gesamtpartei von der Notwendigkeit einer demokratisch legitimierten Seniorenvertretung zu überzeugen. „Nach mehreren gemeinsamen Sitzungen mit der Partei- und Fraktionsspitze wollen wir nun unsere beiden Koalitionspartner Grüne und FDP zum gemeinsamen Handeln gewinnen,“ erklärten übereinstimmend SPD-Unterbezirksvorsitzender Wolfgang Glenz und 60plus-Vorsitzender Walter Schmidt.

Das einstimmige Votum des SPD-Parteitages im Juni hat die Türen geöffnet, mit den Koalitionsparteien Grüne und FDP zur Einrichtung eines Seniorenbeirates in Verhandlungen einzutreten, um endlich auch in Darmstadt eine demokratisch gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre zu etablieren: „In einer vergleichbaren Stadt wie Wiesbaden gibt es den gewählten Beirat bereits seit 30 Jahren, aber auch in unserer nächsten Nachbarschaft beweisen Städte wie Ober Ramstadt und Seeheim-Jugenheim, dass es sinnvoll ist, die Regeln der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) anzuwenden,“ stellen Wolfgang Glenz und Walter Schmidt das Darmstädter Projekt vor. „Der demografische Wandel macht es unerlässlich, den Bürgerinnen und Bürgern über 60 Jahre die demokratisch legitimierte Mitsprache einer direkt gewählten Seniorenvertretung bei seniorenrelevanten Entscheidungen der politischen Gremien der Stadt einzuräumen.“ Dies geschieht durch Diskussionen und Rederecht in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung. 

Das Beteiligungsspektrum reicht von der Festlegung der Grundsätze der Altenhilfe, Planung und Durchführung von Maßnahmen und Programmen für ältere Menschen, altengerechtes Wohnen, stadtplanerische Maßnahmen, Fragen der Verkehrsplanung, Gestaltung und Sicherheit im Wohnumfeld bis hin zur Gestaltung der Infrastruktur mit Versorgungsangeboten.

Walter Schmidt und Wolfgang Glenz: „Senioren sind heute mehr denn je daran interessiert, im Zusammenhang mit anderen Gruppen das öffentliche Leben in Darmstadt zu gestalten und daran mitzuwirken. Es gibt aber auch spezifische Interessen und Bedürfnisse, die durch das Alter und die demografischen Veränderungen bedingt sind.“ Dabei denkt man an die durch einen Seniorenbeirat gestärkte Wahrnehmung der Bedürfnisse der älteren Generation bei den Entscheidungsträgern in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung. „Natürlich arbeitet eine demokratisch legitimierte Seniorenvertretung mit allen Trägern der Altenhilfe und den Verbänden zusammen,“ so Glenz und Schmidt: „Die Leistungen des in erster Linie als Freizeit- Sozialverein gut arbeitenden Seniorenrates würdigen wir ausdrücklich. Diesem Gremium fehlt jedoch als normaler Verein der Nachdruck einer von allen Senioren gewählten Vertretung.“

Die hessische Landesregierung befürwortet die Einrichtung von Seniorenbeiräten. Damit sieht die Darmstädter SPD die Chance auf ein einvernehmliches Votum in der Stadtverordnetenversammlung. Die hessische SPD hat Seniorenbeiräte im Landtagswahlprogramm verankert und wird diese im Falle der Regierungsübernahme die Hessische Gemeindeordnung entsprechend ändern.

Nach SPD-Vorstellungen soll der Beirat alle sechs Jahre per Briefwahl von den Senioren gewählt werden. Wahlberechtigt sollen alle Bürgerinnen und Bürger ab dem 60. Lebensjahr sein, die in Darmstadt ihren ersten Wohnsitz haben.


Der Vorsitzende Walter Schmidt 
und die erfolgreiche Ministerin.

Hauptversammlung 2007 

Brigitte Zypries begeisterte SPD-Senioren

Seniorenbeirat nur noch eine Frage der Zeit?

Altersdiskriminierung war ein zentrales Thema der Jahreshauptversammlung der Darmstädter SPD-Senioren. Bundesjustizministerin gab detaillierte Einblicke in ihr Ressort, die Seniorenpolitik betreffend.

Die rechtliche Seite des Verbraucherschutzes gehört ebenso dazu, wie das vielen Menschen auf der Seele liegende Thema „Patientenverfügung“. Hier gehe es darum, „die freie Willensentscheidung zu Papier zu bringen, so lange man dazu in der Lage ist,“ so die Justizministerin. Viele Fragen der SPD-Senioren konnte sie sofort beantworten. Ihre Art, mit Menschen umzugehen und zu informieren, begeisterte.
Zuvor hatte Vorsitzender Walter Schmidt in seinem Bericht den Durchbruch zur Einführung einer demokratisch legitimierten Seniorenvertretung verkündet: „Bei der SPD ist das Eis gebrochen.“ Brigitte Zypries sieht den Seniorenbeirat als Ergänzung und wichtig zum Aufzeigen von Defiziten. Jetzt gelte es, die Koalitionspartner in Darmstadt von der Notwendigkeit zu überzeugen, so Walter Schmidt.

6-2007

„Gesellschaftlich aktives Alter gestalten“
Dankwart Bergemann für SPD-Senioren in Berlin
 

Der 5. Bericht der Bundesregierung zur Lage der älteren Generation war Anlass einer Tagung der SPD-Seniorenorganisation „60plus“ in Berlin. Die Darmstädter hatten das Vorstandsmitglied Dankwart Bergemann entsandt.  

„Die Folgen des demografischen Wandels sind gestaltbar,“ Bergemann weist auf die Kernaussage des Berichts hin. Und: „Unser höheres Lebensalter kann man als gewonnene Jahre bezeichnen. Ein heute 65-Jähriger ist in der Regel fitter, gebildeter und weitaus finanziell gesicherter als jede Generation zuvor. Ältere Menschen können sich mit ihren Potenzialen weiter in die Gesellschaft einbringen.“ Dankwart Bergemann weist auf eines der Ergebnisse der Tagung hin und sagt: „Allerdings müssen dafür die Rahmenbedingungen geschaffen werden. In Darmstadt fehlt dazu immer noch der politische Wille für eine demokratisch legitimierte Seniorenvertretung.“  

Interessante Referate gab es in Berlin. Professor Dr. Andreas Kruse erläuterte als Vorsitzender der 5. Altenberichtskommission die umfangreiche Arbeit. Im Mittelpunkt vieler Ausführungen stand eine Bestandsaufnahme der Leistungen der älteren Menschen und wie Barrieren abgebaut werden können, die Senioren daran hindern, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten in noch stärkerem Umfang einzubringen. Die Tagung wurde mit einer Grundsatzrede zur Seniorenpolitik des SPD-Parteivorsitzenden Kurt Beck abgeschlossen. Der 5. Altenbericht kann kostenlos aus dem Internet vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend als PDF-Datei heruntergeladen werden: http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=45512.html. Für 18,60 Euro incl. Versandkosten kann man ihn telefonisch beim Bundesanzeiger-Verlag bestellen: 0221 - 97 66 83 48.

1-2007 

SPD-Senioren:
„In Darmstadt fehlt eine starke Lobby für Ältere“

Demokratisch gewählte Seniorenvertretung muss her

Kritik an der „Ampelkoalition“ aus SPD, Grünen und FDP übt die SPD-Arbeitsgemeinschaft „60plus“. In der jüngsten Vorstandssitzung ging es um die Satzungsänderung beim Seniorenrat mit einer „Pseudo-Legitimation“. „Hier wird einem zweifelsfrei verdienstvollen Verein für Alten-Sozialarbeit ein demokratisches Mäntelchen umgehängt,“ so Walter Schmidt, Vorsitzender der SPD-AG 60plus. Schmidt verweist auf die Landesseniorenvertretung, die sich vorgenommen hat, hessische Städte und Gemeinden ohne Seniorenvertretung „auf Trab zu bringen.“

„Das versuchen wir in Darmstadt seit ein paar Jahren,“ Walter Schmidt sagt das sichtlich verärgert. „Entweder ignoriert man uns oder will uns nicht verstehen, hinzu kommt eine Portion Verdrängung des demografischen Wandels und dessen zwangsläufigen Folgen an die zusätzlichen Anforderungen an die Politik.“

Eine echte Seniorenvertretung kann nach Meinung der SPD-Senioren nur in einer Briefwahl für alle Bürger, zum Beispiel über 60 Jahre, ermittelt werden. Das Aufgabenfeld dieses Beirates reiche zum Beispiel von Verkehrsfragen über Wohnen im Alter, Mitbeteiligung bei Bebauungsplänen oder in den Kulturbereich. Einer Seniorenvertretung soll Mitsprache- oder Anhörungsrecht bei allen Senioren betreffenden Themen in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung eingeräumt werden.

„Für diese Ziele werden wir uns weiter einsetzen,“ der Vorstand der AG 60plus wird sich nicht entmutigen lassen. „Der Seniorenrat kann diese Aufgaben nicht leisten, auch weil er keine demokratische Legitimation besitzt, um für alle Senioren unserer Stadt zu sprechen. Der Seniorenrat ist nur ein zufällig zusammengesetzter Verein.“ Das müssen auch die „Ampelfraktionen“ einsehen. Als Verbündete sieht man die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger. Zitat: „Unsere Gesellschaft ist – heute mehr denn je – darauf angewiesen, dass alle daran mitwirken, ein sozialverträgliches Zusammenleben zu gestalten. Seit vielen Jahren hat die Mitarbeit kommunaler Seniorenvertretungen auch in der Seniorenpolitik der Hessischen Landesregierung einen hohen Stellenwert.“

 Walter Schmidt: „Mit einem einstimmigen Vorstandsvotum im Rücken werde ich mit der eigenen Partei die Verhandlungen fortführen. Wir wollen argumentativ aufklären und denken, dass sich die Stadtverordnetenfraktion dem nicht verschließen kann.“

12-2006  

Friedrich Ebert am Tag der Deutschen Einheit

SPD-Senioren auf den Spuren des ersten Reichspräsidenten

 Den Tag der Deutschen Einheit nutzte die Darmstädter SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus zu einem Besuch der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Mitten in der Heidelberger Altstadt liegt die Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie ist dem ersten Präsidenten der „Weimarer Republik“ gewidmet. Ziel der Stiftung ist es, das Andenken an Friedrich Ebert als erstes demokratisches Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte zu wahren und darüber hinaus einen Beitrag zum Verständnis der deutschen Geschichte seiner Zeit zu leisten.

In Eberts Geburtsstadt Heidelberg waren die SPD-Senioren auf der Suche nach der Verbindung zwischen dem heutigen deutschen Nationalfeiertag und dem Streben Eberts nach Wiederherstellung der nationalen Einheit nach dem 1. Weltkrieg. Während nach dem 2. Weltkrieg die deutsche Einheit territorial verloren ging, haben nach dem 1. Weltkrieg die Klassengegensätze in der Gesellschaft zum Bürgerkrieg geführt. Als erstem Präsidenten der ersten deutschen Republik und Initiator der „Weimarer Verfassung“ ist es ihm allerdings nicht gelungen, die von ihm angestrebte Einheit zu erreichen. Ebert führte einen Zweifrontenkrieg gegen die extreme politische Rechte und Linke. Dieser Kampf und die Schmähhetze der reaktionären Kreise haben ihn gesundheitlich aufgerieben und letztendlich zu seinem frühen Tod mit 54 Jahren geführt. Diese Problematik wurde in der Dauerausstellung eindrucksvoll dargestellt. Deutlich wurde in der Gedenkstätte auch, dass die Mütter und Väter des Grundgesetzes die Schwächen der „Weimarer Verfassung“ vermieden haben. Befriedigt stellten die Besucher fest, dass man aus der Geschichte lernen kann, sofern man konsequent die demokratische Grundordnung verteidigt. 

SPD-Senioren begrüßen Fragebogen für Ältere
„Konsequenzen aus demografischer Entwicklung“
 

„Als Schritt in die richtige Richtung,“ begrüßt Walter Schmidt, Vorsitzender der SPD-Senioren AG 60 plus, die Fragebogenaktion der Stadt in Arheilgen „Damit wird unserer lange formulierten Forderung zur Umgestaltung der Wohnbereiche Rechnung getragen.“ Der Stadtteil Arheilgen liegt mit 20,3 Prozent an Bewohnern über 65 Jahre im oberen Drittel. Nur in Eberstadt liegt der Anteil mit 21,4 Prozentpunkten noch höher. „Wir gehen davon aus, dass man sich alle Stadtteile sukzessive vornimmt.“

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft hat in den letzten Jahren mehrfach Foren und andere Veranstaltung zur Wohnsituation älterer Menschen durchgeführt. „Dabei fallen die Aktivitäten der Bauverein AG auf,“ so Walter Schmidt. Wenn jetzt die Bedürfnisse älterer Menschen erfasst werden, müsse das Auswirkungen auf die Stadtplanung haben. In diesem Zusammenhang erinnert die SPD-AG 60plus an ihre Forderungen nach einer gewählten Seniorenvertretung. „Ureigenes Feld dieses Senioren-Parlamentes ist die Begleitung und Beschlussfassung für eine seniorengerechte Stadtentwicklung. Allein mit Barrierefreiheit ist es nicht getan,“ so Walter Schmidt, der seine Hoffnungen auf die laufenden Koalitionsverhandlungen setzt. Er weist darauf hin, dass allein in der neuen SPD-Fraktion 6 Senioren tätig sind.
(4-2006)

SPD sieht Wohnen im Zeichen des demografischen Wandels
Im Mittelpunkt steht das selbstbestimmte Leben

Zwei SPD-Arbeitsgemeinschaften hatten sich einem Hauptproblem des demografischen Wandels angenommen, dem seniorengerechten Wohnen. Die Darmstädter SPD-Frauen (AsF) und die Seniorenorganisation „60plus“ hatten mit dem Thema viele Interessierte in das Heiner-Lehr-Zentrum holen können. Nach der Begrüßung durch Dr. Wolf-Dietrich Schulze (AG 60plus) moderierte die ehemalige Europaabgeordnete Barbara Schmidbauer (AsF) professionell. Sie zeigte mittels der demografischen Daten auf, dass der Anteil der älteren Menschen an der Darmstädter Bevölkerung im Verlauf der letzten 40 Jahre deutlich gestiegen ist. Diese Entwicklung werde sich in den kommenden Jahrzehnten noch verstärken. Daraus ergibt sich die zwingende Notwendigkeit, neue Wohnformen für die veränderte Altersstruktur der Gesellschaft zu entwickeln. Wegen der Sonder-Stadtverordnetensitzung konnten Oberbürgermeister Walter Hoffmann und die Stadtverordneten Monika Bradna, Walter Schmidt und Klaus Wieland nicht teilnehmen.  

Christel Trautmann, ehemalige Landtagsabgeordnete und viele Jahre Vorsitzende der Darmstädter SPD 60plus, knüpfte in ihrem Beitrag an diesen Gedanken an. Nur noch selten leben mehrere Generationen in einer Familie zusammen, wie es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Die Ansprüche der Älteren haben sich – auch deshalb - deutlich verändert, sie erwarten Wohnformen, die auf ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sind. Auch bei Hilfe- oder Pflegebedürftigkeit wollen sie meistens weiterhin ein selbst bestimmtes Leben führen. Bei den Wohnformen für ältere Menschen sind vor allem diejenigen zu bevorzugen, bei denen ältere Menschen selbständig leben können ohne allein zu sein. Christel Trautmann führte dann einige Formen an, die diesem Anspruch entsprechen: Betreutes Wohnen in verschiedenen Ausprägungsformen, Seniorenresidenzen oder selbstorganisierte Wohn- oder Hausgemeinschaften. In Darmstadt wurde in den letzten 20 Jahren eine größere Anzahl unterschiedlicher Wohnformen für Senioren entwickelt. Hervorgehoben wurde vor allem die Bau- und Wohngenossenschaft „Wohnsinn“, die für ihr Projekt des Generationen übergreifenden Wohnens mit der Hessenplakette 2005 ausgezeichnet wurde. Auch die im letzten Jahr fertig gestellte Wohnanlage „Lilienpalais“ zählt zu den zukunftsweisenden Wohnformen für Senioren. 
  Das Interesse an selbstorganisierten Wohn- und Hausgemeinschaften ist derzeit sehr groß. Christel Trautmann wies darauf hin, dass Vorstandsmitgliedern von WohnSinn und andere im vergangenen Jahr eine „WIR-Agentur“ gegründet haben als Ansprechpartner für im Aufbau befindliche Projekte aber auch für Personen, die diese Wohnform eventuell in Betracht ziehen. An einem Runden Tisch, der sich regelmäßig trifft, werden Erfahrungen ausgetauscht und Anregungen gegeben (Info-Telefon 06151-78214).
 
  Die Darmstädter Bundestagsabgeordnete und Justizministerin Brigitte Zypries informierte über die relativ beschränkten Möglichkeiten des Bundes bei der Finanzierung von Wohnanlagen für Senioren. Sie verwies auf die Möglichkeiten, die im Sozialgesetzbuch (SGB) 12 aufgeführt sind. Grundsätzlich bestehe kein Anspruch auf Unterstützung, freiwillige Programme können aber in gewissem Rahmen gefördert werden. Zur Finanzierung von alternativen Wohnformen für ältere Menschen stehen Mittel vom Bund und von den Ländern zur Verfügung. Die Bundesjustizministerin wies auf den interessanten Gesichtspunkt hin, dass eventuell Krankenkassen bereit sind, auf Antrag bestimmte Leistungen zu fördern. In dieser Legislaturperiode soll die von der früheren Ministerin Renate Schmidt eingebrachte Novellierung des Heimgesetzes erfolgen. Darin sollen vor allem auch die Anforderungen für Altenwohnheime verbindlich festgelegt  und die vielfältigen bürokratischen Hemmnisse beseitigt werden. Die so genannten „Mehrgenerationen-Häuser“ in den Stadtvierteln sind aber nicht auf gemeinschaftliches Wohnen ausgerichtet, sondern dienen als Treffpunkte, in denen  sich verschiedene Generationen zusammenfinden und sich gegenseitig Hilfe leisten können.
   Dr. Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der bauverein AG, referierte über das Angebot seiner Gesellschaft bezüglich seniorengerechtem Wohnen. Der Bauverein orientiert sich in seiner Planung an der langfristigen demographischen Entwicklung. Die Einwohnerzahl in Deutschland wird von heute 82 Mio. auf voraussichtlich 75 Mio. im Jahre 2050 sinken Im gleichen Zeitraum wird dagegen der Anteil der Personen mit über 60 Jahren von 24 Prozent auf voraussichtlich 36 Prozent ansteigen. Besonders dramatisch ist die Erhöhung des Anteils der Hochaltrigen (über 80 Jahre), der sich von heute etwa 4 Prozent auf prognostizierte 12 Prozent verdreifachen wird. Diese Entwicklung wird sich in gleicher Weise auch in Darmstadt zeigen. Der Bauverein erstellt seit etwa 30 Jahren Seniorenwohnheime und verfügt heute über fünf derartige Wohnanlagen mit 405 altengerechten Wohnungen. Die Dienstleistungsangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner sind vielfältig und orientieren sich an deren individuellen Anforderungen: Betreuung durch Pflege- und Sozialdienste, Wäsche- und Putzdienst sowie Internetcafe. Angestrebt wird ein flächendeckendes Betreuungsnetz.
   Die neu gebauten Wohnungen können nicht alle barrierefrei gestaltet werden, weil dies zu teuer und dadurch der Gesamtkomplex nicht mehr finanzierbar wäre. Deshalb werden bei Neubauten grundsätzlich die Erdgeschosswohnungen barrierefrei erstellt, weil Behinderte und ältere Menschen bevorzugt dort einziehen. Die anderen Wohnungen werden in üblichem  Standard erstellt. In Darmstadt gibt es derzeit über 70 000 Wohnungen, von denen etwa die Hälfte als Mietwohnungen dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Davon gehören etwa 50 Prozent dem Bauverein. Bei der Modernisierung der etwa 200 Wohneinheiten pro Jahr durch den Bauverein werden durchschnittlich 20 000 Euro je Wohnung aufgewandt. Dabei könnten zum Beispiel für die Bereitstellung von barrierefreien Wohnungen möglicherweise Fördermittel eingesetzt werden. Bei Sanierungsmaßnahmen wird vielfach die Wohnungsgröße verändert: aus kleineren Wohnungen werden größere Einheiten mit höherem Standard und größere Wohnungen werden den Anforderungen der älteren Mieter entsprechend verkleinert. Der Bauverein versucht bei Neubauprojekten, die für Senioren bestimmten Wohnungen in der Nähe von Pflegeinrichtungen bereitzustellen.
   In der anschließenden Diskussion wurde das große Interesse der keineswegs nur älteren  Zuhörer an spezifischen Fragestellungen deutlich. Der Mietspiegel hat sich kontinuierlich nach oben entwickelt. So kostet der Quadratmeter in Darmstadt im Durchschnitt 7,50 Euro, im sozialen Wohnungsbau werden 5,50 Euro verlangt. Der durchschnittliche Mietpreis der Bauvereins-Wohnungen beträgt dagegen nur 4,80 Euro; allerdings handelt es sich dabei vielfach um ältere Wohnungen, die dem Standard der heute erstellten Wohnungen  nicht mehr entsprechen. Dazu passten die bangen  Fragen von älteren  Zuhörern: sind für uns die Mieten  noch bezahlbar, vor allem für seniorengerechte Wohnungen? Was passiert, wenn man nicht mehr allein leben kann, ab er weiterhin selbst bestimmt wohnen möchte?  Der wohlmeinende Rat hierauf lautet: man sollte sich rechtzeitig um die richtige Wohnung im Alter kümmern, damit man nicht unvorbereitet überrascht wird. Ein Vertreter von „Wohnsinn“ schlug vor, in den Stadtvierteln genossenschaftlich organisierte Nachbarschaftsvereine zu gründen. Sicherlich können durch den Zusammenschluss in solchen Gemeinschaftsprojekten Kosten gespart werden, zum Beispiel für Pflege- und Hilfsdienste. Sehr hilfreich wäre auch eine Kooperation von städtischen Behörden, dem Bauverein als Bauträger, dem Haus- und Grundbesitzerverein, dem Mieterverein, von Pflegeeinrichtungen und sozialen Diensten. Eine interessante Alternative ist auch die derzeit in Zusammenarbeit von „Wohnsinn“ und Bauverein geplante Projekt „Wohnart“, in dem Generationen übergreifendes Wohnen realisiert werden soll. Dabei fungiert der Bauverein als Bauträger, von  „Wohnsinn“ wird das soziale Netz, die soziale Absicherung für die älteren Bewohner gestellt. In der Satzung des bereits existierenden Projektes „Wohnsinn“ ist festgelegt, dass nicht nur die Wohnung angeboten wird, sondern die Genossenschaft auch zur Hilfe verpflichtet ist. Eine gute Variante wäre auch eine Wohnhilfe-Gesellschaft in der Rechtsform einer GmbH, die Wohnungen anmietet und diese dann weiter vermietet. Diese könnte auf dem Wohnungsmarkt eine regulierende Funktion wahrnehmen.

SPD-Senioren: Hindenburgstraße umbenennen
Geschichtsreihe der Partei belegt Schuld des Hitler-Wegbereiters
 
"Die Aufarbeitung der Geschichte ist eine permanente gesellschaftliche Aufgabe," Dankwart Bergemann hatte sich für die SPD-Seniorenarbeitsgemeinschaft 60 plus mit der Weimarer Republik beschäftigt. Sein Vortrag stand unter der Überschrift "Weimar - die SPD in der Dauerkrise."  Das Zugrundegehen der ersten deutschen Demokratie und damit das Entstehen der Nazi-Diktatur hätte durch ein Zusammenstehen der Demokraten verhindert werden können. Dieses Fazit zog sich wie ein roter Faden durch das Referat. Eine unrühmliche Rolle hat der letzte Reichspräsident Paul von Hindenburg gespielt.
 
Mit Genugtuung registrierte man, dass in Darmstadt endlich der Name "Hindenburgstraße" getilgt werden soll. Man unterstützt den Beschluss der Magistrats-Kommission, die Straße nach Marion Gräfin Dönhoff umzubenennen. "Wir begrüßen die Neubenennung sehr, zumal Marion Gräfin Dönhoff bereits 1933 direkt nach der sogenannten "Machtergreifung" gegen den Nationalsozialismus offen eingetreten ist." 
 
"Der letzte Reichspräsident von Hindenburg war ein Steigbügelhalter Hitlers und seiner Schergen," so der Vorsitzende der SPD-Senioren, Walter Schmidt. Dankwart Bergemann konnte diese Aussage mit Hindenburg-Zitaten von 1933 belegen. Hindenburg war das Synonym für die damalige Sehnsucht des Bürgertums nach dem Kaiser. Ein Hindenburg-Zitat zum Ersten Weltkrieg: "...Das Blut all derer, die im Glauben an Deutschlands Größe gefallen sind, ist dann nicht vergeblich geflossen..."
 
Die Teilnehmer der geschichtlichen Veranstaltungsreihe der SPD-Seniorenarbeitsgemeinschaft fordern den Magistrat auf, den Namen Hindenburgstraße in Darmstadt zu tilgen und durch Marion-Gräfin-Dönhoff-Straße zu ersetzen.
9.12.05
 
Demografischer Wandel - zieht der Einzelhandel mit?
SPD-Senioren im Gespräch mit dem Verband
 
Vor einem Jahr wurde der Einzelhandelsverband Südhessen von Darmstadt nach Frankfurt verlegt.
"Aus Kostengründen," wie Geschäftsführer Markus Kneflowski in einem Gespräch der Darmstädter SPD-Seniorenarbeitsgemeinschaft betonte. Im Gegensatz zur Industrie- und Handelskammer ist die Mitgliedschaft im Einzelhandelsverband freiwillig. Aus Darmstadt sind das rund 100 Firmen.
 
Die Darmstädter SPD-Senioren hatten um das Gespräch gebeten, weil nach ihrer Ansicht die Belange der älteren Menschen beim Einzelhandel nicht genügend Gehör finden. Man vermisst deutlich die Umstellung auf die Tatsache, dass im Zuge des demografischen Wandels die Zahl der Senioren immer mehr zunimmt. Neben der fortschreitenden Ausdünnung des Angebotes in den Stadtteilen, kam man auch auf die immer noch deutliche Bevorzugung der jüngeren Leute zum Beispiel bei der Kleidung zu sprechen. Eine bessere Abstimmung der Verpackungsgrößen der Lebensmittel hält man vor allem für kleinere Senioren-Haushalte für wünschenswert. Die Auszeichnung der Stoffe ist für die SPD-Senioren zum Teil unzureichend lesbar.
 
"Seniorengerechtes Beraten" ist ein Stichwort zum Service. Oft hat das Personal keine Zeit oder es fehlt einfach an Sachkenntnis und an der Bereitschaft auf ältere Kunden einzugehen, beklagte man. Weiter moniert man die unterschiedlichen Ladenöffnungszeiten in den Vorstädten. "Auch ältere Menschen gehen immer häufiger ins Internet, hier lässt sich der örtliche Einzelhandel mangels innovativer Ideen oft die Butter vom Brot nehmen," meint der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft Walter Schmidt: "Der wachsende Markt für ältere Menschen wird vom Einzelhandel oft falsch eingeschätzt."
 
Markus Kneflowski hat sich eifrig Notizen gemacht, darunter auch die Bitte um größere Displays bei Handys. Alle Anregungen der Darmstädter SPD-Senioren wird der Verband an seine Mitglieder weiterleiten. "Der Kostendruck im Einzelhandel geht oft zu Lasten von Service und Beratung," beklagt Markus Kneflowski. Und dass sein Verband eben nur beratend tätig sein kann. "Die Geschäfte lassen sich nicht reinreden, man orientiert sich am Markt." Aber genau dies bezweifeln die Darmstädter. "Wir lassen nicht locker und haben uns als nächsten Gesprächspartner Pro Regio ausgesucht," meint Walter Schmidt. Dabei gibt es einen gemeinsamen Wunsch vom Einzelhandelsverband und den SPD-Senioren: Man möchte Aufbewahrungsmöglichkeiten für eingekaufte Waren nicht nur zur Weihnachtszeit: "Das könnte gleichermaßen den Verkaufszahlen und den Kunden gut bekommen." 
11-2005

 

“10 Jahre jung und kein bisschen leise“
Harmonische Feier der Darmstädter SPD-Senioren
Käthe Langendorf im Gespräch mit Bundesjustizministerin Zypries
Viel war von der Harmonie und Gerechtigkeit zwischen den Generationen beim 10-jährigen Jubiläum der SPD-Senioren-Arbeitsgemeinschaft 60 plus die Rede. Unser Foto demonstriert dies geradezu: Das Darmstädter und Arheilger „Urgestein“ Käthe Langendorf im Gespräch mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries am Samstag im Arheilger "Weißen Schwan". "Zehn Jahre jung und kein bisschen leise" - Oberbürgermeister Walter Hoffmann charakterisierte damit die manchmal aufmüpfigen aktiven SPD-Senioren treffend. AG-60-Chef Walter Schmidt und seine Vorgängerin Christel Trautmann traten erneut mit Nachdruck für eine demokratisch legitimierte Seniorenvertretung ein. Der als Festredner eingeladene stellvertretende Bundesvorsitzende Dr. Klaus Kübler verteidigte vehement das Antidiskriminierungsgesetz im Sinne der Senioren. Zeitlose Zitate von Erich Kästner und Kurt Tucholsky trug Rosemarie Eberle als Untermalung der Jubiläumsveranstaltung vor.
September 2005

Bauverein Top bei Seniorenwohnungen
SPD-Arbeitsgemeinschaft informierte sich
 
Baugebiet K6 in Darmstadt-Kranichstein

Ein Drittel des Wohnungsbestandes in Darmstadt befindet sich im Eigentum der Bauverein AG. Die städtische Tochter ist damit ein wichtiger "Marktregulierer". Und der Bauverein hat aus Fehlern gelernt, wie der Vorstandsvorsitzende
Dr. Hans-Jürgen Braun im Gespräch freimütig zugibt. Beim Umbau der "Postsiedlung" in Bessungen wird die Kooperation mit den Mietern jetzt praktiziert, wo eine 3-jährige Phase der Mieterinformationen mit Befragungen inklusive sozialer Begleitung, stattfindet. "Erst dann werden wir ab 2008 sukzessive mit dem Abriss und Neubau der Häuser beginnen," so Hans-Jürgen Braun.

 Der in Einzelfällen beklagte Umgang mit Mietern war eines der Themen, die sich der Vorstand der SPD-Seniorenarbeitsgemeinschaft 60 plus für das Bauverein-Meeting vorgenommen hatte. 60-plus-Vorsitzender Walter Schmidt konstatierte, dass alle Fragen bestens beantwortet sind. "Besonders gilt das für das Projekt "seniorengerechtes Wohnen". Walter Schmidt: "Der Bauverein hat die Zeichen der Zeit mit dem demografischen Wandel verstanden und handelt entsprechend." Zur Zeit unterhält der Bauverein 405 seniorengerechte Wohnungen. Dabei steht die Barrierefreiheit in allen Wohnbereichen im Vordergrund. Teils mit abgesenkten Duschwannen mit Sitz, bodengleichen Schwellen zu Terrasse oder Balkon, überbreite Türen für Rollstuhlfahrer, Haltegriffe und durchdachte Elektroinstallationen sorgen für Erleichterungen im Alltag. Gemeinsam mit Pflegefachkräften will der Bauverein seinen Beitrag zu selbständigem Wohnen und eigener Haushaltsführung leisten. So im Schwarzen Weg, Albinmüllerweg und in Arheilgen in der Wechslerstraße, Beyerstraße und Ettesterstraße.
 Überall entstehen im Stadtgebiet neue seniorengerechte Wohnungen. Aktiv ist der Bauverein neben dem Mietwohnungsbau bei Eigenheimen. 100 barrierefreie Eigentumswohnungen entstehen derzeit am Donnersbergring. 24 Wohneinheiten wurden in der Arheilger Ettesterstraße gebaut. In Kranichstein engagiert man sich in Kooperation mit dem Wohnpark: Die Mieten liegen dort niedriger bei Nutzung der dortigen Dienstleistungen. Ein neues Projekt koordiniert der Bauverein mit "Wohnsinn", ebenfalls in Kranichstein. Hier sollen kleine und überschaubare Einheiten für kleine Familien mit Gemeinschaftsräumen entstehen. Mit Befriedigung nimmt die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus zur Kenntnis, dass der Bauverein die demografische Entwicklung beobachtet und die Wohnungsbestände dem angepasst werden. Wie das finanziert werden soll, ist für Hans Jürgen Braun klar: Mit Reinvestierung von Gewinnen und dem Verkauf alter Wohnungen an Mieter.
 
Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus weist auf das 10-jährige Jubiläum am 10 September 2005 hin. Ab 15:00 Uhr wird im Gründungslokal "Weißer Schwan" in Arheilgen gefeiert. Alle Seniorenorganisationen sind eingeladen. Unter www.spd60plus-darmstadt.de ist man zudem im Internet vertreten.

August 2005

 

Seniorensport nach Zentralbadschließung geregelt
SPD-Senioren loben Lösung mit Merck-Sporthalle
 
Mit Beginn der Sommerferien wird das Zentralbad für die Sanierung geschlossen. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus hat dies zum Anlass genommen, nach den Auswirkungen für den Seniorensport zu fragen. Oberbürgermeister Peter Benz lobt in seinem Antwortschreiben die Firma Merck, die bereit ist, ihre Halle zur Verfügung zu stellen.
 
Der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft, Walter Schmidt, selbst Mitglied im Sportausschuss, schließt sich dieser Auffassung an: "Hinzu kommt die hervorragende Infrastruktur mit Parkplätzen und Straßenbahnanbindung." Zu klären ist das Angebot für die Wassergymnastik. Hier wird es bald eine Lösung geben. Entweder kommt das Nordbad oder das Bessunger Bad zum Zuge.
"Unabhängig davon bleibt auch weiterhin das Angebot während der Sommerbadesaison auf der Insel des großen Woogs an den Samstag-Vormittagen für den Seniorensportclub zu erhalten," so der Oberbürgermeister.
 
Unterstützt werden die positiven Aussagen durch eine Magistratsvorlage: Dort wird in der neuen Nutzungszeitenstruktur betont, "dass zu allen Tagen während der Woche ein Angebot für die Öffentlichkeit in irgendeinem Bad des Eigenbetriebes Bäder gewährleistet ist."
Juni 2005

 

Walter Schmidt folgt auf Christel Trautmann

Jahreshauptversammlung der stark motivierten SPD-Senioren

 

Neuer Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus wurde mit einstimmigem Votum Walter Schmidt. Der Stadtverordnete wird die Arbeit der in den Taunus verzogenen langjährigen Vorsitzenden Christel Trautmann fortsetzen, wie er betonte. Die Einführung einer gewählten Seniorenvertretung (Seniorenbeirat) wird er in gleicher Weise mit Rückendeckung des Vorstandes vorantreiben. Walter Schmidt sieht wachsende Aufgaben durch die demografische Entwicklung auf die politisch stark motivierten SPD-Senioren zukommen: "Die Wünsche und Bedürfnisse älterer Menschen müssen in den nächsten Jahren stärker in das Bewusstsein rücken, dabei werden wir immer auf einen Konsens zwischen den Generationen achten." Besonders die Segmente Verkehr, Stadtentwicklung, Wohnumfeld, Sport und die Vereine sollten mehr auf die Senioren ausgerichtet werden.  Für die parlamentarische Umsetzung dieser Ziele schlagen die SPD-Senioren einstimmig Rosemarie Eberle, Walter Schmidt, Dr. Wolf-Dietrich Schulze und Klaus Wieland für die nächste Stadtverordnetenversammlung vor.

 

Zum Abschied von Christel Trautmann war auch Unterbezirksvorsitzender und Bürgermeister Wolfgang Glenz in die Jahreshauptversammlung gekommen. Er hob die enormen Verdienste der ehemaligen Landtagsabgeordneten hervor und dankte ihr im Namen der SPD und vielen Darmstädterinnen und Darmstädtern. Christel Trautmann war sozial im VdK und im Kirchenvorstand engagiert. Der zweite Vorsitzende der AG 60plus, Lothar Zerull, fasste den Dank des Vorstandes der SPD-AG60plus mit den Worten zusammen: "Christel hat uns immer mit ihrem Engagement mitgerissen."

 

SPD-AG60plus: FDP entfacht Generationenkampf
"Vorsätzliche Spaltung der Gesellschaft"
 
Als verheerend und menschenverachtend bezeichnet die Darmstädter SPD-Seniorenarbeitsgemeinschaft 60plus die jüngste Pressemitteilung des FDP-Kreisvorsitzenden und Stadtverordneten Jan Dittrich.
Der Bundesvorsitzende der FDP-Jugendorganisation "Junge Liberale"
hatte unter der Überschrift "Alte, gebt den Löffel ab", für eine Umverteilung der Einkommen zugunsten der jungen Leute geworben.
"Damit entfacht die FDP einen Generationenkampf," sagt die AG60-Vorsitzende Christel Trautmann. "Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die FDP den CDU-Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Gehrke unterstützt, kann dies nur zum Nachteil der Darmstädter Senioren sein." Die Arbeitsgemeinschaft 60plus sieht das Vorgehen der FDP als
"vorsätzliche Spaltung der Gesellschaft". "Das sollte am Sonntag mit dem
Stimmzettel gebührend beantwortet werden."

 

Wohnsituation rechtzeitig auf das Alter ausrichten
SPD-Seniorenarbeitsgemeinschaft im Gespräch mit "WohnSinn"
 
"Viele Menschen verdrängen einfach, dass Wohnen im Alter Umstellungen erfordert", Hanne Schäfer von der Bau- und Wohngenossenschaft "WohnSinn" in Kranichstein will dies ändern. Dabei baut sie auf die holländische Methode OWOG: Ein Brainstorming-System zur Einbringung  und Bewusstbarmachung  der jetzigen Wohnsituation. "Was gefällt mir nicht - was muss ich verbessern?" Die sich daraus entwickelnde Diskussion ermutigt die Menschen, sich mit ihrer Wohnsituation selbst auseinander zu setzen, statt passiv und damit eventuell auch negativ in die Zukunft zu blicken.
Hanne Schäfer hat diese Methode jetzt an Vorstandsmitgliedern der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus erneut erprobt. Deren stellvertretende Vorsitzende Sigrid Arras lobte das Engagement und wünschte sich viele Brainstormings dieser Art. "Ich begann mit 50 Jahren damit, mich auf altersgerechtes und damit barrierefreies Wohnen umzustellen."  Laut Hanne Schäfer sind 80 Prozent der Menschen in der Lage, in ihrer Wohnung auch im Alter zu bleiben. "Oft sind nur geringfügige Investitionen notwendig - auch Treppen sind kein Hindernis für altersgerechtes Wohnen." Hanne Schäfer nahm mit, dass die SPD-Seniorinnen und Senioren eine Vorstellung der "OWOG-Methode" in den Darmstädter Stadtteilen wünschen.
 
Mit großem Interesse nahmen die SPD-Senioren die Vorstellungen der Kranichsteiner Bau- und Wohngenossenschaft "WohnSinn" zur Kenntnis. In vorbildlicher Weise hat sich hier eine Gruppe mit hoher Sozialverantwortung zusammengefunden. Hanne Schäfer: "Jung und Alt, Behinderte und Nichtbehinderte, Deutsche und Migranten leben hier zusammen, man ergänzt sich ganz hervorragend. Die Nutzung durch gleichberechtigte Genossenschafts-Mitglieder, statt Rendite steht im Vordergrund. Sicherheit, soziale Kontakte, eine gute Infrastruktur und gegenseitiges Helfen sind die Säulen von "WohnSinn". Zudem liegen die Liegenschaften von "WohnSinn" im neuen Kranichsteiner Wohngebiet K6, mit der Straßenbahn vor der Haustür. Car sharing wird groß geschrieben - "und das funktioniert wunderbar," so Hanne Schäfer. Jetzt will man ergänzend zu den Gemeinschaftseinrichtungen ein Cafe einrichten. "WohnSinn ist eine Insel in unserer kälter gewordenen Gesellschaft," bemerkte ein Teilnehmer und bekam dafür Beifall.
(26.11.2004)
Siehe auch www.wohnsinn-darmstadt.de

Schützenhilfe für die kommunale Seniorenvertretung
Seniorenbeirat: Darmstädter SPD-Senioren sehen sich bestätigt
 

Der Vorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus steht einstimmig hinter der Forderung nach einer gewählten und damit demokratisch legitimierten Seniorenvertretung für alle Darmstädter Bürgerinnen und Bürger,“ Vorsitzende Christel Trautmann sagt dies mit allem Nachdruck. Der SPD-Unterbezirksparteitag hatte den Antrag an den Sozialarbeitskreis der Stadtverordnetenfraktion verwiesen. Trautmann: „Deren Plazet haben wir, jetzt suchen wir Verbündete, um einen möglichst breiten Konsens im Stadtparlament zu erzielen.“

Schützenhilfe für die Einführung des Seniorenbeirates hat die AG 60plus durch die positiven Aussagen des hessischen Landesseniorenrates erhalten, der Seniorenbeiräte ausdrücklich empfiehlt. Auch die Landesregierung steht voll dahinter, wie eine Aussage von Staatssekretär Gerd Krämer vom hessischen Sozialministerium am 23. Juni 2004 beim Hessentag in Heppenheim belegt: „Die Erfahrung und Sicht der älteren Generation muss stärker in das kommunalpolitische Geschehen eingebunden und zum Wohle der Allgemeinheit genutzt werden. Die ehrenamtlichen Beiräte sind als Interessenvertretung der älteren Generation ein  wichtiges Bindeglied zwischen den Senioren und der Kommune.“ – Zitatende. 

Kommunale Seniorenbeiräte gibt es bereits in hessischen Städten zum Beispiel Kassel, Wiesbaden, Gießen, Wetzlar und in vielen Nachbargemeinden. Sie haben das Ziel, spezifische Interessen der älteren Menschen in politische Entscheidungsprozesse, gegenüber Verwaltung, der Wirtschaft und im kulturellen und sozialen Bereich, einzubringen. Die AG 60plus sieht hier eine notwendige Beteiligung der Seniorinnen und Senioren, um sich eine Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu sichern.

„Eine gewählte Seniorenvertretung ist gleichermaßen allen Gruppen, Vereinen, Verbänden, Kirchen und Parteien verpflichtet,“ so Christel Trautmann. „Alle Gruppierungen, einschließlich Parteien, können sich mit Listen oder Listenverbindungen zur Wahl stellen.“  

Rechtlich beruht die Einführung eines Seniorenrates in Darmstadt auf Paragraph 8c der Hessischen Gemeindeordnung. Darin wird auch das Rede- Anhörungs- und Vorschlagsrecht geregelt. „Die zuständigen Organe der Gemeinden können hierzu entsprechende Regelungen festlegen.“ Und genau dazu fordern die Darmstädter SPD-Senioren ihr Stadtparlament auf. „Die Stadtverordneten sollen den Magistrat beauftragen, dieses Satzungswerk zu erarbeiten und zur Diskussion zu stellen,“ Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich, hat er doch positive Signale aus der eigenen Partei und aus anderen Gruppierungen erhalten.  

Auf Bundesebene bestehen etwa 1.500 Seniorenvertretungen. In Hessen sind es bereits über 100. In fünf Bundesländern ist die Beteiligung älterer Menschen an den kommunalen Entscheidungsprozessen gesetzlich geregelt. Da kann Darmstadt nicht weiter abseits stehen, zumal es am 31. Dezember 2003 bereits 32.812 Mitbürgerinnen und Mitbürger über 60 Jahre gab, was einem Prozentsatz von 23,7 entspricht.
(07.08.2004)

SPD-Senioren begrüßen Unfallschutz für Ehrenamtliche

„Bürgerschaftliches Engagement wird aufgewertet“

  

„Für unsere Gesellschaft wird es gerade in der momentanen Umbruchphase immer wichtiger, dass freiwilliges Engagement aufgewertet wird,“ so die Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Darmstadt, Christel Trautmann. „Wir begrüßen daher die Gesetzesvorlage der Bundesregierung zur Verbesserung des Unfallschutzes für ehrenamtlich Engagierte.“

 

Ob in der Kirchengemeinde, in den Sozialverbänden, im Sportverein, wer im Interesse einer Kommune ehrenamtlich tätig ist, in einer Bürgerinitiative oder als Schöffe, alle werden vom neuen Gesetz profitieren. „Gerade ältere Menschen haben sich mit ihrem Engagement für unsere Gesellschaft hervor getan,“ Christel Trautmann sagt dies mit einigem Stolz. Auch der Schutz der Menschen, die sich freiwillig in Rettungsorganisationen engagieren, wird verbessert.  Diesen Versicherten sollen künftig auch Sachschäden ersetzt werden. Mehr als zwei Millionen Menschen können von der Neuregelung profitieren. Die Bundesregierung entspricht damit der Empfehlung der Enquete-Kommission des Bundestages. Dies auch vor dem Hintergrund, dass viele Kommunen verstärkt auf Bürgerbeteiligung zur Sicherung ihrer Infrastruktur setzen. Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Walter Hoffmann, geht davon aus, dass CDU und CSU das Gesetz passieren lassen.

(Juli 2004)

SPD-Senioren wollen gewählten Beirat

„Ältere Menschen besser in Entscheidungen einbinden“

 

 

„Darmstadt braucht einen Seniorenbeirat mit Beratungs- und Mitwirkungsrechten in den städtischen Gremien.“ Die Jahreshauptversammlung der Darmstädter SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus unterstützte einstimmig einen entsprechenden Antrag des Vorstandes. Die zuvor wiedergewählte Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft begründete dies vor allem mit dem notwendigen erweiterten Mitspracherecht. „Was zum Beispiel in Städten wie Wiesbaden und Kassel oder in Nachbargemeinden unter anderem in Seeheim-Jugenheim bestens funktioniert, sollte auch in Darmstadt eingeführt werden,“ Christel Trautmann und ihr Vorstand hatten sich dort eingehend informiert.


Der neu zu installierende Seniorenbeirat soll und kann den Seniorenrat e.V. nicht ablösen, die Verdienste des Seniorenrates sind unbestreitbar und seine Aktivitäten wie Besuchsdienste, Senioren-Internet-Cafes, Info-Veranstaltungen usw. bleiben hiervon unberührt. Trautmann: „Auf keinen Fall wird der neu zu gründende Seniorenbeirat die in der Seniorenarbeit tätigen Vereine ersetzen, sondern braucht deren Erfahrung und Unterstützung."

 

Christel Trautmann betonte, dass bei der sich immer noch fortsetzenden demografischen Entwicklung der immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe der älteren Menschen eine immer größer werdende gesellschaftliche Bedeutung zukomme. „Senioren sind daran interessiert, im Kontext mit anderen Gruppen das öffentliche leben in Darmstadt zu gestalten und mitzutragen. Wir möchten nicht fremdbestimmt sein und Faktoren, die unser Leben beeinflussen, nur als „Konsumenten“ erleben. Der Seniorenbeirat ist ein politisches Gremium, was diesen Anforderungen gerecht wird.“

 

Der gesamte Vorstand wurde auf zwei Jahre neu gewählt: 1. Vorsitzende Christel Trautmann, stellvertretende Vorsitzende sind Sigrid Arras und Lothar Zerull. Als Pressesprecher und Schriftführer fungiert Klaus Wieland, Rechner ist Kurt Spott. Der geschäftsführende Vorstand wird flankiert von den Beisitzern Dankwart Bergemann, Klaus Buchmann, Rosemarie Eberle, Harold Faust, Frauke Fitjer, Friedrich Rothaug, Friedrich Schmidbauer und Wolf-Dietrich Schulze.

 

Weitere Anträge: Der Unterbezirksvorstand wird aufgefordert, die Senioren besser auf der Stadtverordnetenliste ab 2006 zu platzieren. Sorgen macht sich die AG 60plus um den Fortbestand der Freiwilligen Agenturen. Bei allen Plätzen mit Kopfsteinpflaster, wie dem Luisenplatz, sollen die Zwischenräume mit Sand verfüllt werden, um ein sichereres Begehen zu gewährleisten.
Juni 2004

Zündstoff AGENDA 2010

Viele Statements vom Podium und heiße Diskussionsbeiträge gab es bei der Veranstaltung zur Agenda 2010. V.l.n.r.: Dietmar Glaser (AfA Hessen-Süd), Marianne Weg (Gender Mainstreaming), Walter Hoffmann MdB, Moderatorin Petra Fuhrmann MdL, Dr. Klaus Kübler (AG 60-Bundesvorstand) und Nadine Ruf von den Jusos.
Dr. Klaus Kübler stellte die Frage in den Raum, ob "Überalterung" schon als Begriff diskriminierend ist. Das Generationenproblem sei wenig sensibilisiert in der Gesellschaft. Die Kürzungen bei den Rentnern ließen sich so leichter durchführen. 

19.03.2004

Generationenkonflikt?
Unsere Fotomontage zeigt den stellv. Bundesvorsitzenden der AG 60plus, Dr. Klaus Kübler und Nadine Ruf von den Jusos.
Beide betonten, dass die  Generationskonflikte im Grunde Konflikte um Besitzstände sind.

Dr. Kübler: "Die Alten haben das Gefühl, dass sie zu Sündenböcke der Nation gemacht würden."

Kommt eine neue Altersarmut?
Wie wirkt sich der Niedriglohnsektor aus?
                                                                         
Rechte Gewalt 65 Jahre nach der Pogromnacht
Plakatausstellung in der Erich-Kästner-Schule
  
Rechte Gewalt, Rassismus und den aktuellen Antisemitismus prangert eine Plakatausstellung in der Kranichsteiner Erich-Kästner-Schule an. Die integrierte Gesamtschule mit Direktor Dr. Michael Hüttenberger an der Spitze, die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und die "Aktion Gesicht zeigen" fungieren als gemeinsame Veranstalter. Mit einem unter die Haut gehenden Eröffnungsprogramm machten sie und Schülerinnen und Schüler klar, wie stark nach den Äußerungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Hohmann, Antisemitismus in Deutschland wieder in einigen Kreisen salonfähig ist. Moritz Neumann

Schirmherr Moritz Neumann,
Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt, sprach die jüngsten Schändungen jüdischer Friedhöfe an: "Es ist an der Zeit, dass unsere stabile demokratische Gesellschaft dies als direkten Angriff auf unsere demokratische Solidargemeinschaft versteht und nicht als Angriff auf Minderheiten." Zuvor hatte Dankwart Bergemann für die SPD-AG 60 plus mit dem Zitat "Der Feind steht Rechts" von Reichskanzler Joseph Wirth (Zentrum, Vorläufer der CDU), an einen Mahner in der Weimarer Republik erinnert. Unser Foto zeigt Moritz Neumann mit zwei Plakaten. Auf dem linken Plakat ist das immer noch angsterfüllte Gesicht eines Jungen nach seiner Befreiung durch die US-Armee aus dem KZ zu sehen. Daneben beeindruckend ein Tumor im Kopf in Form eines Hakenkreuzes.  (Siehe auch: Fotogalerie)
09.11.2003 
                                                                        


„Menschenverachtende Altersbegrenzung in der Medizin“

SPD-Senioren fordern neue Wertedebatte 

Mit Empörung reagiert die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Darmstadt auf die Überlegung einiger Wissenschaftler, eine medizinische Altersbegrenzung für betagte Bürgerinnen und Bürger einzuführen. Die Vorsitzende der AG 60plus, Christel Trautmann, spricht vom einem zynischen und menschenverachtenden Denkmechanismus in den Köpfen dieser Wissenschaftler. „Das passt zur aktuellen Diskussion, in der Gesundheit zunehmend als ein zu mindernder oder zu eliminierender Kostenfaktor gesehen wird,“ Christel Trautmann schließt sich den Worten von SPD-Gesundheitspolitikern im Land Hessen an: „Hier liegt auch ein Ergebnis einer verlogenen Demographiedebatte vor.“ Dabei geht sie noch weiter und vergleicht damit die Nazi-Ideologie von lebenswertem und lebensunwertem Leben. 

Man kann nicht unser gesamtes Gesellschaftssystem nach marktideologischen Gesichtspunkten ausrichten, wir fordern eine neue Wertedebatte, in der sich alle Gruppen der Gesellschaft einbringen. Am Ende muss stehen, dass der Mensch im Mittelpunkt und nicht die kapitalorientierte Unternehmensführung steht.“ In die richtige Richtung gehe eine Ethik, die Menschen vor unnötigen und verlängertem Leiden schützt, so die Vorsitzende der SPD-Seniorengemeinschaft: „Patienten-Verfügungen sind dabei sehr hilfreich.“

06-2003

 

„Mit eigener Homepage in die Politik einklinken“

SPD-Senioren nutzen moderne Medien

 Dass das Internet inzwischen alle Alterschichten erobert hat, beweist die Arbeitsgemeinschaft 60plus der Darmstädter SPD. „Unsere Internetseiten unter www.spd60plus-darmstadt.de sind der Beweis, dass wir uns voll in die Politik einklinken. Wir wollen aktuelle Sachinformationen bieten und mit unserer Meinung im weltweiten Netz nicht hinter dem Berg halten,“ so die Vorsitzende Christel Trautmann. Zu diesen Informationen gehört zum Beispiel die Feststellung der Universität in Bonn, dass ältere Menschen entgegen landläufiger Meinung sicher und gut Autofahren können. 

 Der SPD-Unterbezirksparteitag hat jüngst den Antrag der Arbeitsgemeinschaft für eine Fachkonferenz „Älter werden in Darmstadt“ beschlossen. Christel Trautmann: „Momentan laufen die Vorbereitungen dafür an. Wir denken, dass es eine auch für Jüngere hochinteressante Veranstaltungsreihe geben wird – schließlich werden und wollen alle alt werden. Hier gibt es Gelegenheit, die Qualitäten für das Älter werden zu verbessern.“ Der Vorstand der SPD-Senioren bietet schließlich selbst ein Beispiel, wie aktiv man bleiben kann – wenn man sich geistig fit hält und sich vor allem in die Politik vor Ort, der Kommunalpolitik, einmischt. Und da hat die AG60plus in Darmstadt künftig noch einiges vor.

Mai 2003

 

"Bei der Post entscheiden Computer am Bürger vorbei“

SPD-Senioren geißeln Abbau der Briefkästen

Zum Widerstand gegen das Abmontieren der Briefkästen fordert die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus vor allem die älteren Menschen auf. „Die Deutsche Post AG handelt damit gegen die Seniorinnen und Senioren,“ so die Vorsitzende Christel Trautmann.  Das Argument der Post, die Wege zum nächsten Briefkasten seien nicht länger als 500 Meter Luftlinie, lässt die AG 60plus nicht gelten. „Gerade für ältere und gehbehinderte Menschen bedeuten weitere Wege immer zusätzliche Anstrengungen. Besonders dann, wenn der „Briefkastenklau“ in der Nähe von Altenwohnanlagen stattfindet.“ Die SPD-Arbeitsgemeinschaft sieht diesen Serviceabbau auch im Zusammenhang mit der Schließung von Geschäften in Wohnbereichsnähe in vielen Stadtteilen. Christel Trautmann: „Hier waren bei der Post wieder Computer am Werk, die an den Menschen vorbei entschieden haben. Service und Kundenfreundlichkeit wird offenbar bei der Post trotz drohender Konkurrenz immer kleiner geschrieben, wie erklärt sich sonst, dass die letzte Leerung der Kästen am Luisenplatz und an der Post am Hauptbahnhof bereits um 19:00 Uhr erfolgt?“ 

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft ruft alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger zum Protest und Widerstand gegen den Serviceabbau der Post auf. Unter der Telefonnummer 01805 – 32 33 23 oder bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Abteilung Verbraucherservice, Postfach 80 01 in 53105 Bonn, können die massiven Proteste abgegeben werden.

April 2003

 

   
„Älter werden in Darmstadt“

SPD-Senioren wollen Fachkonferenz

Altersgerechtes Wohnen, sowie alternative Wohnformen für ältere Menschen, außerhalb der stationären Einrichtungen, soll eines der Ziele einer geplanten SPD-Fachkonferenz sein. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus fordert damit eine grundsätzliche Aufarbeitung über das Leben älterer Menschen in einem einstimmig verabschiedeten Antrag an den SPD-Unterbezirk Darmstadt. Die Jahreshauptversammlung der aktiven Seniorinnen und Senioren hat sich intensiv mit der vielfältigen Materie befasst. Das soziale Umfeld, wie Einkaufen, Parks und Grünflächen, spielen ebenso eine Rolle, wie die Gestaltung der Freizeit, Kultur und Fortbildung. Dabei nimmt natürlich die Mobilität eine Schlüsselrolle ein. Dazu die Vorsitzende Christel Trautmann: „Wir wollen in der Gesamtpartei in Darmstadt das Älter werden mehr thematisieren und die Kommunalpolitik dazu bringen, sich den Problemen der Älteren mehr anzunehmen.“ Die AG 60plus möchte bei der Fachkonferenz die Federführung übernehmen und die breit gefächerten Felder strukturieren. „Uns ist klar, dass eine einzelne Fachkonferenz nicht ausreichen wird,“ so Christel Trautmann.

Im Jahresbericht stellte Christel Trautmann noch einmal die vielfältigen Aktivitäten der Senioren-Arbeitsgemeinschaft dar. Besonders hob sie hervor, dass alle Vorstandsmitglieder bereit sind, soziale Aufgaben auch außerhalb der SPD zu übernehmen. „Sie wollen sich am öffentlichen Leben beteiligen und Verantwortung auf vielen Ebenen tragen.“ Die AG 60plus hat sich am Bundes- und Landtagswahlkampf mit Info-Ständen in der Innenstadt beteiligt. Der Aufarbeitung der Parteigeschichte hat sich eine Veranstaltung gewidmet. Der erfolgreich begonnene Dialog mit Darmstädter Sozialverbänden, Alteneinrichtungen, Sozialstationen und Seniorenverbänden wird fortgesetzt. 

Die Jahreshauptversammlung hatte Nachwahlen zum Vorstand durchzuführen. Hans Keil scheidet nach 9 Jahren als Schriftführer aus, hält der Arbeitsgemeinschaft aber als Beisitzer die Treue. Sein Nachfolger wurde Joachim Bosold. Neu in den Vorstand kommt der Stadtverordnete Klaus Wieland, er wird für die Pressearbeit und Internet-Präsentation zuständig sein. 

März 2003

 

   

„SPD muss Sozialprofil erhalten“

MdB Walter Hoffmann bei SPD-Senioren

Die SPD muss heraus aus der psychologischen Glaubwürdigkeitskrise,“ der Bundestagsabgeordnete Walter Hoffmann (SPD) fasste damit die gegenwärtige politische Stimmung zusammen. Vor der Darmstädter SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus legte er wunde Stellen in der Regierungspolitik offen. „Wir können das nur durch eine klar verständliche Politik, an dem sich die Menschen orientieren können, überwinden. Zudem brauchen wir unsere klassischen Wähler, die im Moment tief verunsichert sind,“ Walter Hoffmann traf damit ziemlich genau die Empfindungen der Senioren-Arbeitsgemeinschaft, wie die Vorsitzende Christel Trautmann hervorhob. „Der Bundeskanzler hat den Mut, gegen den Irak-Krieg zu sein, ohne das ihm das honoriert wird,“ die Darmstädter SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus hofft mit Walter Hoffmann, dass der Krieg vermieden wird.

Durch die Landtagswahlerfolge der Union in Hessen und Niedersachsen und die dadurch veränderten Mehrheiten im Bundesrat können zustimmungspflichtige Gesetze nur über eine Verständigung mit Unions-geführten Bundesländern zustande kommen. Walter Hoffmann: “Die SPD muss höllisch aufpassen, dass dabei die kommenden schmerzhaften Einschnitte nicht allein auf ihr Konto gehen, unser soziales Profil darf auf keinen Fall bei den unumgänglichen Reformen der sozialen Sicherungssysteme verloren gehen.“ Der Bundestagsabgeordnete möchte die Menschen mehr einbinden und ihnen die Ängste nehmen. „Sie sind bereit, Einschnitte hinzunehmen, wenn sie gerecht verteilt sind.“ 

Die positiven Mittelstandsreformen kämen in den Medien kaum rüber. Walter Hoffmann zählte die neue 400-Euro-Regelung für gering Beschäftigte, die Verrechenbarkeit der Gewerbesteuer mit der Einkommensteuer und die niedrige Abgaben-Belastung mit nur 12 Prozent für haushaltsnahe Tätigkeit bis 500 Euro auf. Walter Hoffmann: „Um die Herausforderungen bewältigen zu können, müssen noch einige heilige Kühe geschlachtet werden, zum Beispiel die absolute Kopplung der Sozialsysteme an Löhne und Gehälter oder Kündigungsschutz in Kleinbetrieben.“ Die bedarfsorientierte Grundsicherung ist auf dem Weg.

"2003 wird das Jahr der Reformen,“ Walter Hoffmann rechnet mit Widerständen der Interessenverbände. Im Mai bis Juni werden die Vorschläge der Rürup-Kommission auf dem Tisch liegen. Die Politik für Familien und Kinder nimmt mit der Förderung der Ganztagsschulen breiten Raum ein. Mit einem konsensfähigen Zuwanderungsgesetz müssen endlich alle Ausländergesetze koordiniert werden. „Wir werden die Reformen im Sinne der sozialen Gerechtigkeit anpacken. Die Menschen erwarten von uns Orientierung und Führung mit klaren Antworten und Mut zur Verantwortung. Dann kommen auch die Wahlerfolge zurück,“ da ist sich Walter Hoffmann sicher. 

März 2003

 

   

Im Herzen der Ampelsteuerung

SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus: Grüne Welle ist Illusion

Dass Verkehrsfragen zu Glaubensfragen werden können, war der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus bekannt. „Warum stehe ich auf der Hinfahrt an jeder Ampel und habe zurück überall grün“? Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christel Trautmann, brachte damit eine Kernfrage in das Informationsgespräch im Darmstädter Tiefbauamt: „Mit diesem stark emotional besetzten Thema versucht die Opposition in Darmstadt immer wieder Punkte zu sammeln.“ Fast auf den Tag genau 25 Jahre betreut Peter Lauer das Sachgebiet Verkehrstechnik und ist damit Herr über 157 Ampelanlagen, inclusive 45 Fußgängerschutzanlagen und 112 Kreuzungs- und Einmündungsanlagen in Darmstadt.

Sparsame Haushaltsführung ist bei Peter Lauer zu seinem Leidwesen zum Muss geworden. So existieren noch 30 reparaturanfällige Lichtsignalanlagen, wie Ampeln im offiziellen Jargon heißen, die zwischen 25 und 40 Jahre alt sind. „Die lassen sich nicht mehr auf moderne Mikrotechnik umrüsten,“ so Experte Lauer. Immerhin kostet eine Fußgängerschutzanlage rund 25.000 Euro und für eine Kreuzungsanlage muss die Stadt etwa 200.000 hinblättern. „Eigentlich müssten 10 Anlagen ausgetauscht werden – uns fehlt das Geld,“ Peter Lauer sagt dies nüchtern und ohne Vorwurf. Alle Ampelanlagen der Hauptverkehrsadern Darmstadts sind an den Gebietsführungsrechner im Arbeitsbereich Lauers angeschlossen. Von hier aus können die Schaltzeiten angepasst werden, Verkehrszählungen via Induktionsschleifen unterstützen die Entscheidungen. Bei Störungen ist die Heag, die für die Wartung zuständig ist, innerhalb von 30 Minuten zur Stelle. 

Illusionäre „Grüne Welle“

Entscheidend für den Verkehrsfluss ist die Grünzeitverteilung. „3600 Sekunden innerhalb einer Stunde gilt es optimal zu verteilen.“ Peter Lauer spricht damit die immer höher werdende Verkehrsdichte in der Stadt an. Und die Bedürfnisse aller müssen berücksichtigt werden: Busse, Straßenbahnen, Autos, Radfahrer, Fußgänger und nicht zuletzt Behinderte. So kann es passieren, dass eine Fußgängerschutzanlage im Rhönring oder die ampelbevorrechtigte Linie 6 die rechnergestützte Schaltung mehrfach unterbricht. So entsteht oft der subjektive Eindruck, dass in Darmstadt alle Ampeln auf rot stehen. Dass es ohne diese Einflüsse vielfach auch zum guten Verkehrsfluss kommt, wird dann meist objektiv nicht wahrgenommen. Die vor 20 – 25 Jahren propagierte „Grüne Welle“ gehört ins Geschichtsbuch, das Verkehrsaufkommen habe sich in Verbindung mit dem Fahrverhalten drastisch erhöht. „Man fährt heute nicht mehr eine große Distanz auf einer Hauptstraße, im Durchschnitt biegt man nach 3 – 4 Lichtsignalanlagen in eine Querstraße ab.“ Auch getrennte „Linksabbiegeampeln“ sind kein Allheilmittel. Einer unbestreitbaren Senkung der Unfallzahlen steht ein hoher Verlust an Leistungsfähigkeit durch Minderung der Grünphasen entgegen. Also wie in der gesamten Verkehrssteuerung, Abwägungssache.

Fußgänger Vorsicht

Für die engagierten SPD-Seniorinnen und Senioren stellt sich die Frage der Sicherheit an Fußgängerschutzanlagen. Dazu Peter Lauer: „Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer haben bei frisch geschalteter Grünphase Zeit genug, die Straße zu überqueren. Wenn man in letzter Sekunde losläuft, müssen die Leute gut zu Fuß sein.“ Obwohl es bei der Überquerung in der Straßenmitte bereits rot wird, komme man noch sicher über die Straße. Für das Heag-Fahrpersonal bat Peter Lauer um Verständnis, wenn sie bei abfahrbereitem Fahrzeug die Türen für „Nachzügler“ nicht noch einmal öffnen. Das führe durch die Vorrangschaltung zu Blockaden an Ampel-Kreuzungen und behindere den Verkehrsfluss.

Vorurteile abbauen – Information im Tiefbauamt

Der Leiter der Abteilung Straßenverkehrstechnik, Peter Lauer, macht Informationsgespräche für Gruppen bis 8 Personen. Kaum einer wird sich der Faszination der Steuerungstechnik entziehen können und geht mit vielen neuen Erkenntnissen zurück in den öffentlichen Straßenverkehr. Anmeldungen unter Telefon 13 29 60.

Februar 2003

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Update:14.05.12