


Gründung 1145

















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In der Eingangshalle der Klosterkirche zu Speinshart ist an der
Decke das sogenannte „Stifterbild“ zu sehen. Dieses Bild gilt
gewissermaßen als Gründungsurkunde des Klosters. Ungewöhnlich ist
jedoch, dass es inmitten der barocken Deckenornamentik eher an eine
mittelalterliche Malerei erinnert. Die Wissenschaft ist sich heute
ziemlich sicher, dass der barocke Künstler – denn das Bild ist ja
zweifelsfrei im Barock entstanden – ein spätmittelalterliches
Tafelbild als Vorlage hatte. Zu sehen sind auf dem Bild Adelvolk von
Reifenberg mit seiner Gemahlin Richenza sowie seine Brüder Reinhold
und Eberhard von Reifenberg. Sie übergeben kniend an die
Gottesmutter – die vor ihnen auf einer Wolke erscheint – einen
typisch romanischen Kirchenbau. Ein Knappe mit Pferd zeigt dem
Betrachter das Wappen derer von Reifenberg: den silbernen Turm auf
rotem Grund. Auf Spruchbändern ist um das Bild folgender Text
in Latein zu lesen:
Im Jahre des Herrn 1145
erfolgte die erste Stiftung dieser Kirche. Herr Adelvolk von Speinshart, Stifter dieses Ortes,
und seine Gemahlin Richenza. Die Brüder Reinold und Eberhard von Reifenberg. Nimm an göttliches Kind mit Maria
die dem Gotteshaus gewidmeten Gaben.
Über den genauen Vorgang
der Gründung des Klosters Speinshart gibt es keine Urkunden. Eine
erste Niederschrift findet sich im Jahre 1163, als Kaiser Barbarossa
das Kloster unter seinen Schutz nimmt. In diesem Dokument wird auch
Adelvolk von Reifenberg namentlich als Stifter erwähnt. So finden
sich also schon aus frühester Zeit Belege dafür, dass die Tradition,
die im Stifterbild wiedergegeben ist und durch dieses auch fortlebt,
einer wahren Tatsache entspricht.
Eine erste päpstliche
Urkunde existiert aus dem Jahre 1181. Damals bestätigte Papst
Alexander III. dem Kloster die Exemption – das heißt, das Kloster
unterstand keiner weltlichen Macht, sondern direkt dem Papst. |
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Das Stifterbild in der Eingangshalle
zur Klosterkirche.

Das von den Reifenbergs
gestiftete Kloster in mitten der
grünen
Wiesen der Oberpfalz.
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