Die Erhebung des Klosters zur Abtei  
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Am 12. August 1457 stand im Kloster Speinshart nach dem Tod von Jordan Neusesser die Wahl eines neuen Propstes an. Man entschied sich für Georg Taurus (Ochs) von Gunzendorf. Am 22. September 1457 übernahm er sein Amt als Propst von Speinshart. Der Abt von Wilten, dem Gründungskloster von Speinshart, versuchte gegen die Wahl vorzugehen und legte großen Protest ein.

Ungehindert dieses energischen Vetos zeigte Propst Taurus einen besonderen Einsatz für das Stift. Schon im Februar 1458 erhielt er eine erste Anerkennung für seinen Dienst, indem er zum Visitator der Prämonstratenserklöster in Böhmen und Mähren bestellt wurde. Diesen Auftrag erfüllte er auf Vorbildliche Weise. Sein Einsatz für den Orden sollte für das Kloster Speinshart zukunftsweisend sein: im Oktober 1459 wird ihm und seinen Nachfolgern beim Generalkapitel in Prémontré die äbtliche Würde verliehen.

Am 15. März 1460 kam es dann in Nürnberg zur Übergabe der Pontifikalien durch Kardinal Bessarion. Durch ihn überreichte Papst Paul II. an Georg Ochs und seine Nachfolger die äbtlichen Insignien: Mitra, Ring und Krummstab.

Während dem Abbatiat von Georg Ochs von Gunzendorf kam das Kloster Speinshart zu zahlreichen Besitzungen an Höfen, Ackerland, Waldungen und Fischweihern. Rund 65 Fischweiher in der Region zählten zu dieser Zeit zum Besitz der neuen Abtei.

Nach 44 Regierungsjahren als Abt von Speinshart verstarb Georg Ochs am 18. August des Jahres 1503. Seine Grabplatte erinnert noch heute in der Vorhalle der Klosterkirche an den ersten und an einen der bedeutendsten Äbte von Speinshart.

 



 Der päpstliche Gesandte der an 
 Georg Taurus von Gunzendorf und
 seinen Nachfolgen die äbtlichen 
 Insignien übergab: Kardinal
 Bessarion


 



 Grabmal vom ersten Abt von
 Speinshart: Georg Ochs von
 Gunzendorf.
 

 

 

Praemonstratenserabtei Speinshart

Klosterhof 2
92676 Speinshart

www.kloster-speinshart.de
 

     

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