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Links, die ich interessant finde ...

 

Andere Selbsttherapie-Verfahren

Die Klassiker der Selbsttherapie-Literatur sind Ernest Pickworth Farrows Bericht einer Selbstanalyse (mit einem Mini-Vorwort von Freud) und Karen Horneys Selbstanalyse (->Antiquariate).
Horneys Buch ist interessant aufgrund der vielen Fallbeispiele, insgesamt bleibt ihre Anleitung jedoch sehr auf der klassischen gedanklich-analytischen Ebene stehen, so dass sie eher für die Behandlung leichter Neurosen geeignet erscheint.
Farrow hingegen ist wirklich ein kompromissloser Selbsterforscher, der in seiner Selbstanalyse sogar Erlebnisse aus dem 6. Lebensmonat aufdecken konnte und nicht nur ihre gedankliche Analyse schildert, sondern auch ihr kathartisches Erleben (Farrows Katharsis ist meiner Ansicht nach zwar keine "echte" Katharsis im Sinne meiner Selbsttherapie, war jedoch "echt genug", um ihn von seinen Neurosen zu befreien).

Die beste Selbsttherapie-Anleitung, die ich bis jetzt kennen gelernt habe, findet sich in dem leider schwer erhältlichen Buch Cure by Crying von Thomas Stone. Stone beschreibt ein Fülle von Techniken, um alleine oder mit einem Partner verborgenen Gefühlen auf die Spur zu kommen und berichtet anschaulich von seinen Erfahrungen und Erfolgen. Stone konzentriert sich zwar ganz auf das Weinen, d.h. auf die Verarbeitung von Trauer und Verletzung, aber seine Techniken sind meiner Meinung nach hervorragend geeignet auch andere verborgene Gefühle wie Wut und Hass aufzuspüren.

Die von Arthur Janov entwickelte Primärtherapie kann auch als Selbsttherapie angewendet werden. Der Betreiber der Seite primal-page.com John Speyerer beschreibt hier seine Erfahrungen (englisch) mit Selbst-Primärtherapie. Hier noch eine Liste weiterer Artikel zum Thema Selbst-Primärtherapie und hier gehts zum Self-Primaler's Cafe (englisch).
Wer sich für die Primärtherapie interessiert, findet hier die beste Literatur zum Thema, die ich kenne und hier einen sehr guten Erfahrungsbericht aus den ersten, sehr intensiven Jahren der Primärtherapie.
Primärtherapie hat allerdings auch negative Seiten, wenn sie zu intensiv betrieben wird, wie dieser Bericht verdeutlicht.

Ein weiteres Selbsttherapie-Verfahren ist die Redirecting-Self-Therapy (deutsch) der inzwischen verstorbenen Neurologin Elnora van Winckle. Bei dieser Therapieform versucht der Ausführende Aggressionen auf bestimmte Art und Weise in Richtung des eigentlichen Auslösers umzuleiten, d.h. die Therapie versucht die Projektion einer Aggression aufzulösen, um sie dann in Richtung des eigentlichen Auslösers auszuleben. Mich erinnert diese Form der Selbsttherapie an die Gestalttherapie, bei der Patienten z.B. auf ein Kissen einschlagen, das z.B. stellvertretend für ein Elternteil steht. Es gibt aber auch viele Ähnlichkeiten zu meiner Selbsttherapie.

Die Ambulante Regressionstherapie von Irene Behrmann kann nach ihrer Aussage von erfahrenen Patienten ebenfalls als Selbsttherapie angewendet werden. Eine genaue Beschreibung der Therapie findet sich in Frau Behrmanns hervorragendem Buch "Zurück ins Leben. Erfahrungen mit der ambulanten Regressionstherapie". Insbesondere die von ihr entwickelte Einzelwortarbeit ist meiner Meinung nach für die Anwendung in der Selbsttherapie geeignet.

Sigrid Michels Dissertation "Primärtherapie zur Selbstanwendung" (Kommentar folgt noch. Aus gesundheitlichen Gründen bin ich noch nicht dazugekommen, die Dissertation vollständig zu lesen).

Gonzola B. Misa erläutert auf seiner Homepage, die von ihm entwickelte I-Empowerment-Therapie, die Katharsis mit dem meditativen Bewusstseinszustand der Vipassana-Meditation kombiniert (ähnlich meiner Selbsttherapie) und ebenfalls als Selbsttherapie angewendet werden kann. Sein Therapiehandbuch (englisch) enthält zwar keine direkte Therapieanleitung ist aber sehr empfehlenswert, da es wichtige Zusammenhänge zwischen Katharsis und dem dazu notwendigen meditationsähnlichen Bewusstseinszustand erläutert und darüber hinaus viele interessante Verweise zu verwandten Themen enthält.

Sieglinde Alexanders Antwort auf die Ihr am häufigsten gestellte Frage "How did you heal?" (englisch, deutsche Übersetzung kommt noch).

 

Gehirn und Psyche

Wie das Gehirn die Seele macht. Ein sehr lesenswerter, bebilderter Vortrag zu den emotionalen Strukturen des Gehirns. Enthält auch eine kurze Erklärung, warum emotionale Erkrankungen psychotherapeutisch so schwer zu behandeln sind. Hier weitere Artikel und Interviews von/mit Gerhard Roth: Einsicht, Wille, Verstand (Word) (HTML).

Interessanter Artikel zum freien Willen. Erklärt auf indirekte Weise ganz gut, warum man ein emotionales Problem, wenn überhaupt, nur sehr schwer über den Willen lösen kann. Zum selben Thema ein Artikel der Zeitschrift GEO.

Zwei Artikel zur Bedeutung neurowissenschaftlicher Ansätze für die Psychotherapie: Artikel1 und Artikel2

Kurzer englischer Artikel mit anschaulichen Bildern zu den emotionalen Strukturen des Gehirns.

Dieser Forschungsbericht (PDF) belegt für das Sehen und Hören, dass beim Abrufen von Erinnerungen die sensor-spezifischen Teile des Gehirns reaktiviert werden. D.h. Erinnern und Erleben sind auf neurologischer Ebene sehr ähnlich.

Hier noch ein Artikel über die Rolle der Amygdala im emotionalen System des Gehirns. Interessant der Hinweis, dass die Rückmeldungen von Gesichtsausdrücken wesentlichen Einfluss auf Emotionen haben. Dies bestätigt meine Erfahrung, das nur der authentische Gesichtsausdruck zum vollständigen Erleben eines Gefühles führt.

Ein kurzer Artikel über einen Bereich im Gehirn namens "anteriorer gyrus cinguli" (Bild auf Seite 2 dieses Artikels). Diese Region im Gehirn ist eine Art "Bewertungszentrum" für "Gute" und "Schlechte" Wahrnehmungen und ist auch für die Fähigkeit die Aufmerksamkeit willentlich zu verschieben zuständig. Sie entspricht in vielem dem, was ich "das Ego" nenne und ist durch ihre ständige Bewertung von Ereignissen, Auslösung von Vermeidungsreaktionen und Neuausrichtung der Aufmerksamkeit wahrscheinlich dafür verantwortlich, das Selbsttherapie so schwer zu lernen ist.
Viele interessante Artikel zu diesem Thema findet man auch unter google und bei www.pnas.org (englisch).

Und weil heutzutage gerne die Gene alleine für emotionale Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, hier einige Artikel über die zerstörerische Wirkung von Stress, Missbrauch und Vernachlässigung auf das kindliche Gehirn. Artikel1, Artikel2, Artikel3, Artikel4 und Artikel5.

Artikel zum Stichwort "Lebensfilm"

Unser Gehirn zerstückelt "Filme des Lebens" in kleine, sinnvolle Stücke (englisch), hier eine deutsche Zusammenfassung.

Forschungsergebnisse, zu Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur als Folge von Nahtoderfahrungen. Den Zusammenhang zur Selbsttherapie sehe ich darin, dass bei Nahtoderlebnissen ebenfalls wie in einem Strom, Bilder und Gefühle aus der Vergangenheit erlebt werden.

Artikel zum Stichwort "Emotionales Gedächtnis"

Die Rolle der Mandelkerne im emotionalen Gedächtnis.

Eine besonders interessante Studie, bei der Heidelberger Psychologen das emotionale Gedächtnis beobachten.
Bei dieser Studie mussten die Probanden neutrale Sätze und emotionale Sätze wie "der Farmer wurde zerstückelt, als er in die Mühle fiel" lesen und später bei neutralen Wörtern benennen, ob sie in einem der zuvor gelesenen Sätze enthalten waren. Dabei zeigte sich beim Benennen von Wörtern aus emotionalen Sätzen in den Mandelkernen das gleiche Erregungsmuster, wie beim vorherigen Lesen der emotionalen Sätze.
Dies bedeutet, dass selbst für solch kleine emotionale Erregungen wie sie beim Lesen der emotionalen Sätze entstanden, auch eine emotionale Erinnerung gebildet wurde und dass diese emotionale Erinnerung durch ein einziges neutrales Wort wie "Mühle" aufgeweckt werden konnte, wenn es im emotionalen Satz vorkam (Quelle: New Scientist, 2426, S. 62).
Eine etwas stärkere Variante dieser Form von emotionalen Erinnerungen entsteht ständig in unserem Alltagsleben durch die vielen kleinen Alltagskonflikte und -ärgernisse. In meinem Haupttext nenne ich diese Art von emotionalen Erinnerungen "Gefühlsimpulse". Jeder Erwachsene trägt zehntausende davon in sich und jeder einzelne verändert die Verspannungsstruktur des gesamten Körpers um einen ungemein kleinen Betrag. Zu den Auswirkungen dieser Gefühlsimpulse siehe meine Links zu Botox.

Langsam klärt sich das Bild: Hier eine Studie, die zeigt, dass das von den Mandelkernen gebildete emotionale Gedächtnis nahezu unbewusst arbeitet. D.h. emotionale Bewertungen der Mendelkernen werden auch dann gespeichert, wenn man sie nicht bewusst wahrnimmt. Die Studie macht allerdings keine Aussage darüber, wie lange eine emotionale Bewertung im emotionalen Gedächtnis verbleibt.

Erstmals (1/2004) wurde das Gehirn beim selektiven Vergessen beobachtet (hier das ganze auf englisch).

Ein Artikel zu ersten Hinweisen über die Ursachen der Alexithymie (Gefühlsblindheit).

Artikel zum Stichwort "Erlebnisverarbeitung im Traum"

Dieser Artikel zeigt, dass das Gehirn beim Träumen abstrakte Probleme lösen kann.

Ein Artikel über die Erinnerungsverarbeitung im Schlaf. In dieser Studie wurde bei Ratten festgestellt, dass gewisse Muster der Gehirnaktivität, wie sie bei der Erkundung neuer Gegebenheiten auftauchen, im Tiefschlaf wie bei einem Echo wieder auftauchen. Das Gehirn scheint tagsüber aufgenommene Erfahrungen im Tiefschlaf geistig zu wiederholen.

Weitere Artikel zu diesem Thema: Artikel 1.

Diese Artikel habe ich in die Linkliste mit aufgenommen, weil sie meine Erfahrung erklären können, dass jüngere Erlebnisse in der Selbsttherapie emotional bewertet werden, für ältere Erlebnisse jedoch eine gespeicherte emotionale Bewertung auftaucht. Das das Gehirn im Traum auf hohem geistigen Niveau aktiv sein kann, sind die gespeicherten Bewertungen älterer Erfahrungen also möglicherweise im Traum entstanden.

 

Videoaufnahmen der Selbsttherapie

Hier einige Videos von mir beim Self-Primaling. Zu sehen sind Aufnahmen aus der Zeit nach 1999, als ich überwiegend kurze Gefühlsimpulse und keine längeren Primals mehr durchlebte. Wenn man die Videos von 2003 mit denen von 2002 vergleicht, dann kann man recht gut den Fortschritt erkennen. Die Grundverspannung der Gesichtsmuskulatur hat deutlich abgenommen, da der Berg an unverarbeiteten Gefühlen weiter abgebaut wurde. Weiterhin sind die Gesichtsausdrücke während der Selbstterapie im Allgemeinen nicht mehr so stark, weil auf dem Berg der unverarbeiteten Gefühle die intensiveren sozusagen "obenauf" lagen. Ein weiterführender Kommentar zu den Videos findet sich beim obersten Video.

Titel Bei Google-Video
Mikroprimals 10/2003 (1/3) klick
Mikroprimals 10/2003 (2/3) klick
Mikroprimals 10/2003 (3/3) klick
Mikroprimals Ganzkörper-Aufnahmen klick
Hass-Primals klick
Mikroprimals 9/2002 (1/2) klick
Mikroprimals 9/2002 (2/2) klick

 

Mit intensiven Gefühlen umgehen lernen

Eine Liste der Kliniken, die nach dem Bad Herrenalber Modell arbeiten. Ohne meinen Aufenthalt in der Klinik Herrenalb, wäre ich sicher nicht auf die Selbsttherapie gestoßen. Vorsicht, das sind keine "Laberkliniken" ;-)

Links zu zwei Instituten, die die Casriel-Therapie anbieten. Empfehlenswert, um den Umgang mit intensiven Gefühlen zu lernen: Zentrum im Kraichgau, Dan Casriel Institut.

 

Therapieerfahrungen

[Diese Rubrik sammelt Berichte zu Therapieerfahrungen, die aufzeigen, welche Auswirkung die einseitige wissenschaftliche Ausbildung von Therapeuten haben kann.]

Sylvies Therapieerfahrungen und Sieglinde Alexanders Brief an Psychologen, Therapeuten und Psychiater.

 

Psychotherapieverfahren

Dazu möchte ich vor allem diesen Artikel empfehlen, eine Rezension der größten in Deutschland durchgeführten Analyse zur Wirksamkeit verschiedener Psychotherapieverfahren.

Hier einige sehr schöne Überlegungen wie man die richtige Therapie findet.

Und hier noch ein ernüchterndes Statement eines Psychologiestudenten zur Situation von Forschung und Theoriebildung in der Psychologie.

Die Liebeserklärung an die Psychologie von Stefan Grosjean, der aus Protest auf sein Psychologie-Diplom verzichtete.

 

Büchertipps

Mein Spezialtipp: Unter www.otopie.de findet man eine Fülle von hervorragenden Büchern zu Themen rund um Psychologie, Kindheit, Traumaverarbeitung, etc.

Zusammenfassung eines hervorragenden Buches zum Erlebnisgedächtnis (auch implizites oder prozedurales Gedächtnis genannt), in dem Erinnerungen, wie sie bei der Selbsttherapie auftauchen, gespeichert sind.

Alice Miller's Klassiker "Das Drama das begabten Kindes", "Am Anfang war Erziehung" und "Du sollst nicht merken" dürfen natürlich in keinem Bücherregal fehlen. Alice Miller ist für mich wirklich ein Genie. Sie vereint hohe rationale und emotionale Intelligenz und erzählerisches Talent. Leider muss man viele ihrer Aussagen zwangsläufig missverstehen, wenn man seine eigene Kindheit vergessen hat.
(Einige Aussagen in meinem Ergänzungstext gleichen denen von Frau Miller. Ich habe aber nichts von ihr übernommen, da ich erst lange nach Fertigstellung meiner Texte auf ihre Bücher stieß. Jeder, der seine Kindheit entweder erlebt oder wieder erlebt hat, wird zu ähnlichen Aussagen kommen wie sie.)

Obwohl ich esoterischen Themen nicht sonderlich zugeneigt bin, möchte ich dieses Buch aus der spirituellen Umgebung von Carlos Castaneda empfehlen. Dort wird eine Technik der Selbstreinigung vorgestellt, die "Rekapitulation". Die Technik besteht darin, sich an sämtliche (!) Personen zu erinnern, denen man im Leben begegnet ist. Leider wird der eigentliche Reinigungsprozess nur mit den Worten "Leidenschaftslos beobachten, was geschieht" umschrieben. Da dies jedoch exakt einen der wichtigsten Aspekte der Selbsttherapie beschreibt, könnte ich mir vorstellen, dass bei der Rekapitulation letztlich derselbe Prozess abläuft, wie bei der Selbsttherapie.

Weitere Literaturtipps zu Büchern über Gehirn und Bewusstsein.

 

Posttraumatische Störungen

Längerer, sehr informativer und flüssig zu lesender Bericht zur Traumatherapie, geschrieben von einem erfahrenen, klinischen Therapeuten.

 

Links zum Thema Depression

Kompetenznetz-Depression

depression.ch

 

Selbsthilfeseiten

Sehr informative Seite zu emotionalen Erkrankungen (mit Forum).

www.depri.net ist eine Online-Platform zum Informationsaustausch von Menschen, die direkt oder indirekt mit der Krankheit Depression zu tun haben.

Obwohl es keine wissenschaftlichen Beweise gibt, wird manchmal Depression als Stoffwechselkrankheit angesehen, die nichts mit Verdrängung von Gefühlen zu tun hat. Eine fatale Ansicht, wie ich meine. (Diese Ansicht wird vermeintlich von der Zwillingsforschung unterstützt, die herausgefunden hat, dass Depression in hohem Maße vererbbar ist. Doch nicht eine Stoffwechselerkrankung wird vererbt, sondern die Veranlagung, Gefühle zu verdrängen bzw. schlecht wahrnehmen zu können. Und die veränderte Neurotransmitterkonzentration im Gehirn ist nicht Ursache der Depression, sondern deren Folge. Doch obwohl Depressionen von verdrängten Gefühlen verursacht werden, ist Psychotherapie in vielen Fällen aussichtslos - siehe mein Heilungsbericht.)

 

Webringe (Einstieg jeweils über eine interessante Mitgliederhomepage)

Zum Webring "Selbsthilfeseiten" über Licht im Schatten

Zum Webring "Psychose - Anders gleich sein - Antistigma" über Gratwanderung

Zum Webring "Borderline" über Selbstaggression

 

Botox und ähnliches ...

Ein Artikel zur Wirksamkeit von Botox bei Kopfschmerzen und Migräne (siehe dazu auch Kapitel 4 meines Textes).

Vorher/Nachher - Bilder zu Botox (über die Suchmaschine Google). All die Falten, die Botox zum verschwinden bringt, werden von Tausenden bis zu mehreren Millionen kurzen negativen "Gefühlsimpulsen" verursacht, die im Unterbewusstsein gespeichert sind (siehe auch Kapitel 4).

Erläuterung, wie Migräne durch Entfernung einer bestimmten, häufig unter Dauerverspannung stehenden Muskelgruppe geheilt werden kann (siehe ebenfalls Kapitel 4 meines Textes).