Hauptmenü
Alles für die Katz
Bevor die Katze einzieht, sollten Sie einige Dinge überlegt und diverse Gegenstände besorgt haben. Einen kleinen Überblick, was man u. a. braucht, gebe ich Ihnen hier:
Bitte bedenken Sie: Auch wenn eine Katze nicht mehrmals täglich Gassi gehen muss, auch sie braucht natürlich Zuneigung, aber auch Verständnis und Respekt für ihre eigenen Bedürfnisse wie z. B. ausreichend Beschäftigung durch tägliche (!) Spieleinheiten (bei ausschließlicher Wohnungshaltung). Gern erbricht eine Katze am liebsten immer auf den teuersten und besten Teppich oder sie übt auf Ihrem 100,-- Euro Pullover schnurrend ihren Milchtritt aus und zieht dabei Fäden aus dem guten Stück. Kein Problem? So sollte es sein. Denn aus diesen oder noch viel banaleren Gründen werden Katzen ins Tierheim abgeschoben!! Daher sollten Sie bitte all diese Dinge bedenken BEVOR Sie sich eine Katze anschaffen.
Katzen ausreichend Möglichkeiten um ihren
Bedürfnissen wie Klettern und Kratzen nach-
kommen zu können...
...ob gekauft oder selbstgebaut ist den
Katzen egal.
Raum - Platz
Da das Leben ausschließlich in Haus oder Wohnung nicht wirklich artgerecht für Katzen ist, sollten sich die Katzen in diesem beschränkten Lebensraum wenigsten frei und überall bewegen dürfen. Pro Katze sollte mindest 1 Raum zur Verfügung stehen, den sie jederzeit frei betreten kann zusätzlich zu Küche, Flur und Bad. Haben Sie viel Platz und viele Zimmer, spricht nichts dageben auch Tabuzonen für die Katzen einzurichten z. B. das Schlafzimmer, wenn Sie die Katze/n nicht in Ihrem Bett haben möchten.
Gut ist es, wie auch schon in dem Buch 'Katzenseele' v. Paul Leyhausen beschrieben, eine halbe Tabuzone zu schaffen: Wenn Sie z. B. ein Zimmer für die Katzen nur dann zugänglich machen, wenn Sie selbst anwesend sind, schaffen Sie Ihnen z. B. nur tagsüber oder nur nachts ein zusätzliches Revier also ein klein wenig mehr Abwechslung. Voraussetzung ist allerdings, dass die Katzen für die Zeit in der sie nicht in das Zimmer dürfen noch ausreichend Platz zur Verfügung haben. Je kleiner die Wohnung desto wichtiger wird die sog. 3. Dimension - siehe Schlafen, Klettern, Kratzen. Damit schaffen Sie zusätzlichen Raum für die Katze.
Wer Vollzeit berufstätig ist oder aus anderen Gründen täglich mehrere Stunden außer Haus ist, sollte unbedingt zwei Katzen halten. Wohnungskatzen langweilen sich schnell, haben sie dann nicht einmal einen Artgenossen zur Unterhaltung, können aus reiner Langeweile Verhaltensstörungen wie Lethargie oder auch aggressives Verhalten entstehen. Unsauberkeit ist dann das Ausdrucksmittel der Katze, die sagen will, hey mir geht es hier überhaupt nicht gut! Stellen Sie sich vor, Sie müssten ganz allein, ohne jeglichen menschlichen Kontakt, ohne Fernsehen, Radio und Bücher, Internet und Telefon eingesperrt leben!!
Ideal für Katzen, die ausschließlich in der
Wohnung leben müssen, ein vernetzter Balkon
mit essbaren Grünzeug bepflanzt.
Es ist ein Irrglaube, dass Katzen reine
Einzelgänger sind. Katzen brauchen den
sozialen Kontakt zu Artgenossen.
Sie brauchen weiterhin:
Eine Transportbox - vorzugsweise eine Kunststoffbox, denn manche Katzen werden schon einmal etwas undicht, wenn sie voller Panik in der Box eingesperrt im Auto zum Tierarzt kutschiert werden - ein Weidenkorb lässt Flüssigkeiten gern auf den Autositz durch und kann auch nie so sicher wie ein richtige Transportbox verschlossen werden. Die Box sollte groß genug sein, dass eine ausgewachsene Katze Platz in ihr findet. Selbstverständlich gehört eine weiche Unterlage in so eine Plastikbox. Die Katze soll weich und gut fixiert in ihr liegen können, damit sie beim Transport nicht hin und her geschaukelt wird. Waschbare Kissen oder eine Decke, die noch zusätzlich mit einem Handtuch abgedeckt werden, sind ideal. Es empfiehlt sich, Ersatzhandtücher mitzunehmen, damit die Katze auf der Rückfahrt vom Tierarzt nicht in ihren eigenen Ausscheidungen liegen muss. Katzenwelpen kann man gemeinsam in einer Box transportieren. Auch sie sollten sicher und stabil in der Box liegen.
Tipp: lassen Sie die Transportbox als zusätzliche Schlafbox ausgelegt mit einer kuscheligen Decke offen in der Wohnung stehen. Vorteil: die Katze gerät beim Anblick der Box nicht gleich in Panik und versteckt sich, wenn es dann mal zum Tierarzt gehen muss. Mit Leckerlies und/oder Clickertraining kann man jeder Katze gut darauf konditionieren, freiwillig in der Box zu gehen.
Diverse Dinge zum Klettern, Kratzen und Schlafen finden Sie hier...
Beschäftigung
Auch wenn Sie zwei Katzen in der Wohnung halten, brauchen sie ausreichend Beschäftigung durch den Menschen. Katzen, die einfach nur sich selbst überlassen werden, sind keine glücklichen Tiere. Katzen sind sehr sensibel, sie brauchen ihre Streicheleinheiten (wenn sie wollen) genauso wie eine ausreichende Beschäftigung - mehr Informationen bekommen Sie hier.
Ein Weidenkorb ist kein geeignetes Transport-
mittel für eine Katze...
Aber: Transportboxen werden gern als
Schlafhöhle benutzt, wenn sie jederzeit
frei verfügbar sind.
Essen
Selbstverständlich braucht jede Katze ihren eigenen Futternapf, am hygienischten sind Näpfe aus Keramik oder Edelstahl. Je flacher der Napf, desto angenehmer für die Katze. Ausrangierte Dessertteller eignen sich bestens. Auch wenn die Katze viel Nassfutter zu sich nimmt, ein Wassernapf sollte ihr immer zur Verfügung stehen.
Inzwischen hat es sich rumgesprochen, dass der Wassernapf einige Meter vom Futternapf entfernt stehen sollte. Als ehemaliges Wüstentier frisst und trinkt die Katze nicht an ein und demselben Ort. Auch wenn Ihre Katze aus dem Napf, der direkt neben dem Futterteller steht, trinkt, bieten Sie ihr ruhig eine weitere Wasserstelle etwas abseits an. Katzen trinken grundsätzlich zu wenig, besonders wenn sie auch noch Trockenfutter zu sich nehmen. Probieren Sie ein wenig, um festzustellen, ob ihre Katze lieber von frischem fließenden Wasser oder abgestandenem Wasser trinkt. Für fließendes Wasser eignen sich spezielle Trinkbrunnen oder normale Zimmerbrunnen, für abgestandenes Wasser kleine Teiche.
Toilette
Eine der Hauptursache, dass Katzen das ihnen zur Verfügung gestellte Katzenklo nicht benutzen, liegt im Katzenklo-Management. Darunter versteht man sie Auswahl des Klos selbst, sein Standort, seine Streu.
Da dieses Thema sehr wichtig ist, habe ich ihm nun eine eigene Seite gewidmet.
Lesen Sie bitte hier weiter...