Knie

Auf dieser Seite erfährst Du alles über meinen Sportunfall, die medizinische Diagnose, die Behandlung, den Heilungsprozess und wissenschaftliche Untersuchungen untermauert mit viel Bildmaterial.

Um mich fit zu halten, trainiere ich aktiv in einem Frankfurter Handballverein und absolviere demzufolge auch Punktspiel. Am Sonntag, den 29.10.2000 verdrehte ich mir während eines Punktspiels das rechte Knie. Ich kühlte es sofort, was aber nicht eine dicke Schwellung verhindern konnte. Mein Trainer veranlasste, dass die Verletzung ins Spielprotokoll aufgenommen wurde. In der Frankfurter Unfallklinik angekommen, testete der Arzt die Kniefunktionen und erklärte mir das menschliche Kniegelenk. Mit Krücken in den Händen und der Anweisung nicht mehr aufzutreten kam ich etwas traurig zu Hause an.  Einen Tag später sollte ich ein MRT-Bild erstellt lassen, um die Vermutung Kreuzbänder und Meniskusverletzung des Arztes bildlich zu bestätigen oder nicht.  Mit den angefertigten MRT-Bildern stellte ich  mich erneut beim Arzt in der Unfallklinik vor und er erläuterte mir den MRT-Befund: 1.das vordere Kreuzband ist gerissen und es wird eine Kreuzbandersatzplastik eingesetzt, 2. Innenbandriss, 3. Innenmeniskusriss im Hinterhorn, der behandelt werden muss und 4. Bandabriss. Nachdem er mir in aller Ruhe die Verletzungen aufzählte, vereinbarten wir vier Wochen später einen OP-Termin.

Meinen Sportunfall meldete ich der privaten Unfallversicherung und der Unfallversicherung des Vereins. Mein Hausarzt schrieb mich natürlich krank und verabreichte mir die erste Thrombosespritze. Solange wie ich mit dem rechten Bein nicht voll auftreten durfte, spritze ich mich täglich, damit es nicht zur Blutgerinnung kommt. Die nächsten Gedanken machte ich mir über eine ambulante oder stationäre Behandlung, denn der stationäre Termin in der Unfallklinik war mir einfach viel zu spät. Die Vorteile einer stationären OP überwiegten in meinem Fall, aber meine Krankenkasse hatte ein Kostenübernahme an die Klinik zu senden. Wie gesagt war ich mit dem Termin in vier Wochen in der Unfallklinik nicht zufrieden und stellte mich daher zusätzlich in der Orthopädischen Uniklinik in Frankfurt am Main vor. Auch hier konnte man mir keinen früheren Termin nennen, aber der dort behandelnde Arzt verschrieb mir eine Orthese (MOS Genu) mit 60 Grad Beugung und was ich sehr positiv fand Krankengymnastik für die Muskulaturerhaltung bis zur Operation. 

Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik genießt einen sehr guten Ruf und das war der Grund warum ich mich dort für eine OP entschied. Am 29.11.2000 erhielt ich dann endlich meine Teilnarkose und die Arthroskopie am rechten Knie wurde durchgeführt.  Arthroskopisch erkannte Dr. Ditzen einen 40%igen vorderen Kreuzbandriss den er nicht behandelte, d.h. er setzte keine Kreuzbandersatzplastik ein. 

Drei Tage nach dem ich operiert wurde, durfte ich schon wieder zur Krankengymnastik humpeln. Ich sollte nur 20 kg meines Körpergewichtes mit dem verletzten Bein auftreten und meine Orthese weiterhin mit 60 Grad Beugung Tag und Nacht tragen. Die vierte bis sechste Woche nach Arthroskopie verbrachte ich mit täglicher Krankengymnastik, die Orthese  wurde auf 90 Grad Beugung eingestellt und ich das halbe Körpergewicht sollte mein verletztes Bein nun tragen. Im Laufe der Zeit belastete ich mein Bein zunehmend voll. Für den weiteren Heilungsverlauf ist es wichtig gewesen sich eine Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) vom operierenden Arzt verordnen zu lassen. Nicht jede Physiotherapie oder Reha-Einrichtung ist dazu berechtigt, diese durchzuführen. Ich wählte mir alsbald eine Reha-Einrichtung, vereinbarte die ersten Behandlungstermine und suchte meinen weiterbehandelnden Arzt auf. Zuerst stellte meine Krankengymnastin die Streckung im Knie wieder her und später arbeiteten wir an der Beugung. Dreimal wöchentlich verbrachte ich viel Zeit in der Reha-Einrichtung und machte schnell Fortschritte. Jedoch war jedes mal nach dem Training ein Erguss im Kniegelenk zu spüren und zu sehen, was eine schlechte Beugung und Schmerz zu Folge hatte.  Ursachen dafür können Überbelastung sein und wissenschaftlich bewiesen auch die Ernährung des Reha-Patienten. Langsam und stetig führte mich mein Sporttherapeut mit Hilfe eines speziellen Trainingsplans an mehr Belastung heran. Während eines Trainingstages Mitte Februar verspürte ich ein leichtes Ziehen links unterm Knie, das sich in einen massiven, anhaltenden Schmerz steigerte. Die vom Arzt festgestellte Entzündung lies mich in ein kleines mentales Tief fallen, dabei stellte ich mir die Frage: Ist Sport wirklich Mord?. Drei Wochen später ohne ernsthafte Belastung für das Kniegelenk stieg ich wieder in den speziell für mich ausgearbeiteten Trainingsplan ein und erzielte zunehmend mehr Erfolge. Meine Muskulatur und der Bewegungsablauf im Knie wurde für den Sport wieder soweit fit gemacht, nur vorerst werde ich das Fahrradfahren und Schwimmen genießen. Bevor ich in die Sportarten mit Stop and go Bewegungen wieder einsteige, verinnerliche ich mir die Unfallverhütung im Handball

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