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Kreuzbandersatzplastik |
Ein Riss des vorderen
Kreuzbandes jedoch kann durch eine Ruhigstellung allein nicht
heilen.
Allgemein gilt : Personen von etwa 40 Jahren bzw. jüngere Patienten, die
überhaupt keinen Sport machen, müssen nicht unbedingt operiert
werden. Ohne
Operation hilft nur ein konsequentes Training der Muskulatur. Damit kann eine
gute Stabilität im Gelenk erreicht werden, die alltäglichen Belastungen
standhält. Sportlich
aktive Personen sollten jedoch frühzeitig stabilisiert werden, denn die
Instabilität bewirkt meist einen frühzeitigen Verschleiß der Menisken und
des Gelenkknorpels.
Lediglich zur Entnahme der
Sehne für den Ersatz des Kreuzbandes ist ein kleiner Hautschnitt nötig. Hierfür
wird in der Regel ein Teil der Patellarsehne unterhalb der
Kniescheibe oder eine Sehne aus der Rückseite des Oberschenkels
(Semitendinosus) entnommen.

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1.
Spiegelung des Kniegelenkes (Arthroskopie) und Vorbereitung der Areale der
Bohrungen für die Positionierung des Kreuzbandersatzes.
2.
Entnahme des Bandersatzes aus der Mitte der Kniescheibensehne.
3.
Bohren des Kanals für die Knochenblöcke und Einbringen des Kreuzbandersatzes in
das Gelenk sowie Verblocken der Knochenblöcke mittels sogenannter
Interferenzschrauben.
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Ersatz des vorderen Kreuzbandes
mit einem Teil der Patellarsehne |
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Zu
1.: Hierbei müssen die Überreste des gerissenen Kreuzbandes entfernt und die
Bereiche seines Ursprunges und Ansatzes von Bindegewebe befreit werden. Außerdem
sollte der Knochen in diesen Arealen angefräst werden, um das exakte
Positionieren der Bohrungen zu erleichtern.
Zu
2.: Wir ziehen es vor, durch einen senkrechten Schnitt, der ca. 5-6 cm lang ist
und von der Mitte der Kniescheibe bis zum oberen Rand des Unterschenkelknochens
reicht, den Sehnenanteil mit Knochenblöcken zu entnehmen. Dabei wird, ohne die
Stabilität der Kniescheibe wesentlich zu beeinträchtigen, ein Stück aus deren
oberflächlicher Knochenlamelle herausgesägt. Der davon entspringende
Sehnenanteil, der ja fest mit dem Knochenstückchen verwachsen ist, wird bis zu
seinem Ansatz am Unterschenkelknochen, dem Faserverlauf folgend, freipräpariert.
Obwohl auch andere Methoden (zwei kleine Schnitte) existieren, halten wir nur
durch eine Präparation unter Sicht des vollständigen Sehnenanteils die
optimale Reißfestigkeit für gegeben. Würde der Faserverlauf nämlich aus
Versehen schräg zur Schnittrichtung liegen, wäre der effektive Querschnitt des
Bandes wesentlich verkleinert. Damit würde es einen großen Anteil seiner
Reißfestigkeit verlieren. Zur Verdeutlichung habe ich in einer Graphik, zu der
dieses Link führt, den "effektiven Querschnitt"
vereinfachend dargestellt.
Danach
erfolgt das Aussägen des Knochenblockes aus dem Unterschenkel.
Zu
3.: Im Verlauf des ehemaligen Kreuzbandes werden nun die Bohrungen für die
Aufnahme der Knochenblöcke durchgeführt, danach das Kreuzbandpräparat in die
korrekte Position eingebracht und durch sogenannte Interferenzschrauben in
seiner Lage fixiert. Die
Schrauben sind aus Titan und müssen später nicht mehr entfernt
werden.
Für
einige Tage wird eine Drainage im Kniegelenk belassen, eine zweite Drainage wird
unter den Hautschnitt der Sehnenentnahmestelle positioniert. Ebenfalls nach
wenigen Tagen sollte mit der Krankengymnastik begonnen werden, wobei wir eine
ca. zweiwöchige Phase der eingeschränkten Belastung (20 kg) des operierten
Kniegelenkes sowie das Tragen einer speziellen Gelenkschiene empfehlen.