Camping Valdèiva - Dèiva Marina



Infos zum Campingplatz

Kleiner, familiärer Campingplatz. Das Personal ist sehr freundlich. Überwiegend Dauercamper und Bungalows. Es gibt etwa 25 Touristenstellplätze. Die Stellplätze sind recht klein, aber ausreichend. Einige Wohnwagen und Wohnmobile haben auch im Eingangsbereich gestanden, was meiner Meinung nach aber sehr Parkplatzatmosphäre hatte.

Der Platz verfügt über ein sehr romantisches Restaurant mit Bar und einem kleinen Lebensmittelmarkt, hier gibt es aber wirklich nur das Nötigste. Einen großen Lebensmittelmarkt gibt es aber in Déiva Marina. Auch ein Kinderspielplatz ist vorhanden.

Die sanitären Einrichtungen bestehen aus einem großem Gebäude und an den Stellplätzen stehen noch zwei kleine Container, die aber eher mehr als zu Wünschen übrig lassen. Aber das Sanitärhaus ist in Ordnung. Zwar gibt es keinen Spritzschutz, aber die Duschen sind so groß, dass kein Wasser bis zu den Kleiderharken kommt.

Außerdem verfügt der Platz auch über einen kleinen Pool, der nach einem anstrengenden Wandertag völlig ausreichend ist.

Der Platz bietet einen kostenlosen Bustransfer zum Bahnhof in Déiva Marina. Von dort aus ist es auch nicht weit zum schönen Strand von Déiva Marina.

Also alles in allem ist dieser Campingplatz ein guter Ausgangspunkt um die Cinque Terre zu erkunden.

Unsere Bewertung: Stand 2007
Platz: befriedigend
Sanitär: ausreichend

Homepage Campingplatz: www.valdeiva.it  

Reisebericht Cinque Terre:

Im September 2007 haben wir die Cinque Terre besucht. Nach einer langen und tunnelreichen Fahrt sind wir endlich in Déiva Marina angekommen, wo für die nächsten vier Tage unser Quartier sein sollte. Und zwar auf dem Campingplatz Valdéiva. Dieser sollte eigentlich nicht schwer zu finden sein, aber da sollten wir doch eines Besseren belehrt werden. Da alle Campingplätze, außer Valdéiva, auf der rechten Seite lagen, sind wir erstmal prompt daran vorbei gefahren. Aber nach längerem Suchen und der Durchfahrt von zwei dunklen, recht abenteuerlichen Tunneln, haben wir den Platz dann doch gefunden. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen und zu unserem Stellplatz gebracht. Am Nachmittag haben wir dann den kostenlosen Bustranfer in Anspruch genommen um uns ein wenig in Déiva Marina umzuschauen. Am Bahnhof haben wir uns dann unsere Cinque Terre Card gekauft, damit es am nächsten Tag sofort losgehen kann.

Am zweiten Tag sind wir dann mit dem Zug nach Riomaggiore gefahren. Zuerst haben wir uns in dem wunderschönen Ort umgesehen. Dann ging es über den "schönsten Trampelpfad Italiens", der Via dell' Amore in den nächsten Ort. Dieser Weg ist sehr einfach zu bewältigen und dauert nur etwa 20 Minuten. Leider hat dieser Weg, laut Reiseführer, nach Instandsetzungen seinen einstigen Charme verloren. 1993 machten einige Erdrutsche diesen Weg unpassierbar. Die Instandsetzungsarbeiten haben den einstigen Naturpfad sehr verändert: Viel zu viel Beton trübt seinen Reiz. Trotzdem war es ein erhabenes Gefühl diesen Weg zu betreten und die Aussicht war einfach atemberaubend. In Manarola angekommen staunten wir nicht schlecht über die Schönheit dieses Ortes. Anmutig gruppiert sich das kleine Küstendorf über einen schroffen Felsvorsprung. Vom gegenüberliegenden Friedhof genießt man den schönsten Blick auf die bunte Fassadenkulisse. Nachdem wir diesen Ort erkundet hatten, ging es weiter über den gut markierten Sentiero Nr.2 nach Corniglia. Auch dieser Weg weist keine großen Schwierigkeitsgrade auf und dauert etwa 1 Stunde. Eine nicht enden wollende Treppe, die eine wunderschöne Aussicht bietet, führt in ca. 15 Minuten nach Corniglia, welches als das charakteristischste Dorf der Cinque Terre gilt, weil es als einziges nicht direkt am Meer liegt und somit nicht so stark vom Tourismus beeinflusst wird. Es lohnt sich auf alle Fälle einen Spaziergang durch die engen Gassen zu machen, die zu einem kleinen Platz, mehrere hundert Meter über dem Meer führen, und von wo man einen fantastischen Ausblick auf die gesamte Küste hat. In Corniglia wollten wir für diesen Tag eigentlich Schluss machen, aber um zum Bahnhof zu kommen, hätten wir wieder die Treppe benutzen müssen, also entschieden wir uns nach Vernazza weiterzuwandern. Dieser Weg ist schon etwas schwieriger und dauert etwa 1 1/2 Stunden. Die Anstrengungen werden mit einem weitläufigen Panorama belohnt und es gibt immer wieder ein paar schattige Plätze, wo man sich ausruhen kann. Nach ca. 1 1/2 Stunden kommt man dann oberhalb von Vernazza an. (Postkartenmotiv) Dieser Ort gilt als der Schönste der Cinque Terre und sogar als einer der Schönsten Liguriens. Der Weg steigt nun ab, direkt ins Zentrum von Vernazza, aber an diesem Tag sind wir nur noch zum Bahnhof gegangen um von dort den Zug nach Déiva Marina zu nehmen. Es war ein sehr schöner Tag, mit vielen Eindrücken, aber auch ein anstrengender Tag.

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Zug wieder nach Vernazza gefahren. Jetzt konnten wir die Schönheit dieses Dorfes in vollen Zügen genießen. Die schmalen Gassen, der kleine Dorfplatz mit der Kirche und der Sandstrand mit dem kleinen Hafen. Idylle pur. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, ging es wieder über den Sentiero Nr. 2 in den nächsten und letzten Ort der Cinque Terre, nach Monterosso. Dieser Abschnitt stellt schon eine kleine Herausforderung dar und ist mit Sicherheit der Anstrengendste - doch was die Aussicht betrifft, auch der Schönste. Es beginnt sofort mit einem ziemlich heftigen Anstieg über nicht enden wollene Stufen. Es lohnt sich, sich ab und zu noch einmal umzudrehen. Der Blick auf Vernazza ist unbeschreiblich schön. Es beginnt nun ein bergauf bergab zwischen Weinbergen und über antike Brücken. Teilweise wird der Weg so schmal, dass man sich schon mal eng an die Felsen drücken muss, um die Entgegenkommenden vorbei zu lassen. Nach etwa 2 Stunden kommt man in Monterosso an. Dieser Ort ist der größte und touristischste Ort der Cinque Terre und verfügt über zwei Sandstrände, die man durch einen Tunnel, der den neuen mit dem alten Stadtteil verbindet, erreicht. Nachdem wir Monterosso erkundet hatten, sind wir mit dem Zug noch nach La Spezia gefahren. Eine große Stadt mit einer sehr schönen Palmenpromenade am Hafen und einer langen Shoppingmeile.

Am nächsten Tag haben wir am Strand von Déiva Marina die Seele baumeln lassen und das Gesehene der letzen zwei Tage Revue passieren lassen. Mit vielen wunderschönen Erinnerungen haben wir dann am nächsten Tag Abschied von der Cinque Terre genommen. Wir waren bestimmt nicht zum letzen Mal in diesem unglaublich schönen Teil Italiens.