Digitalisierung BR 80 DR / DB von Roco
Roco hat die Vorbereitung leider nur halb gemacht und seine 80er mit einer
häßlich hohen Platine mit Schnittstelle nach NEM 651 - klein 6polig
ausgerüstet.
(Foto entstammt dem Miba-Testbericht)
So wird damit erstmal der Durchblick durch das Führerhaus gebremst
- sieht optisch nicht gerade schön aus.
Für die Umrüstung gibt es nun mehrere Varianten
- Einstecken eines Decoders mit Schnittstellenstecker:
Beim weit verbreiteten Lenz-Decoder (oftmals der einzige Hersteller, der
dem örtlichen Fachhändler bekannt ist ...) LE011XF / LE0521 wird
es verdammt eng und oftmals auch zu eng, da die Roco-Konstrukteure wohl vergessen
haben, anschließend mal zu probieren, ob das Gehäuse noch draufgeht!
Direkt steckbar und passend sind prinzipiell:
- mein Favorit: der DCX74DN von ct-elektronik (Vorgänger: DCX73N).
Lastregelung, hochfrequente Ansteuerung, schön klein, billiger als Lenz
- Herz, was willst Du mehr :-))
- der ungeregelte N020P oder der lastgeregelte N025P von Kühn
- Zimo MX62 in der Version mit NEM651-Stecker
Foto von Torsten Kühn (draufklicken - da wird's grösser)
- Einlöten eines lastgeregelten Decoders:
Damit kommen auch der LE0521 von Lenz oder der DCX73 resp. sein Nachfolger
DCX74 von Tran / CT-Elektronik ins Spiel. Letzterer ist dank seiner Hochfrequenzregelung
und der vielfältigen Einstellmöglichkeiten bei mir derzeit oft
erste Wahl und auch hierfür der geeignetere Kandidat, zumal er nicht
einmal teuerer als der Lenz ist.
- Komplettumbau der Stromführung und der Platine sowie Einbau
eines lastgeregelten Decoders mit Kabelanschluss:
Das klingt komplizierter als es ist, allerdings sollte man schon wissen, an
welchem Ende der Lötkolben heiss ist, und was man da tut.
Man nehme einen Decoder mit Kabel und löte die Anschlüsse an. Wer
es richtig gut machen will, trenne von der Roco-Originalplatine alles ab,
was den Durchblick durch den Führerstand verhindert.
Dabei entfällt der Schnittstellensteckplatz, aber der nützt ja
sowieso nichts (aufpassen, daß die Platine ansonsten funktionsfähig
bleibt). Der Decoder kommt dann hinten quer in den Rahmen.
Einen solchen Umbau hat Tom Borrman bereits hinter sich gebracht. Den
Umbaubericht findet Ihr hier: http://tt.borrmanns.de/br80.html
Die Fahreigenschaften der Roco-80 sind - aus meiner persönlichen Sichtweise
- für eine Rangierlok nicht gerade berauschend, dafür ist die Schwungmasse
einfach zu klein und die Motor-Getriebekombination kann ihre Herkunft aus
dem N-Regal nicht verleugnen! Deshalb ist sicherlich ein Decoder mit Lastregelung
unbedingt empfehlenswert. Und wer noch ein paar Gramm Masse unterbringen
kann, wird sicher nichts falsches tun ...
(c) 26.02.2002, Chemnitz, Steffen Engewald