Feldbahnromantik pur in Bayern mit Diema 2320 und Eimerkettenbagger (31.07.03)
Die wohl einzigste Ziegelei in Bayern die noch eine Feldbahn einsetzt, ist die Ziegelei Hanrieder in Harland. Diese befindet sich direkt an der B 301 zwischen Zolling und Attenkirchen.
Kurz zur Geschichte: Anfang der 50er Jahre hat Anton Hanrieder im Alter von etwa 63 Jahren den Betrieb in Harland gegründet. Bis dahin bewirtschaftete er das Ziegelwerk Hanrieder in Kratzerimbach, welches nur wenige hundert Meter entfernt liegt. Er hat den Betrieb in Kratzerimbach von seinen Geschwistern gepachtet, wollte ihn kaufen, aber die Geschwister wollten nicht verkaufen. So hat Anton Hanrieder das Grundstück in Harland erworben und sein eigenes Ziegelwerk gegründet. Anfang der 70er Jahre übergab er den Betrieb an seine beiden Söhne Paul und Anton ( jun. ). Anfang der 90er Jahren schied dann Anton Hanrieder ( jun. ) aus dem Betrieb aus und der Sohn von Paul, Paul ( jun. ) trat an seiner Stelle ein. Somit wird das Werk zur Zeit von der zweiten und dritten Generation geführt wird und ist noch immer ein typischer Familienbetrieb. Das Ziegelwerk produziert die gesamte Produktpalette, von Leichtziegel bis Schwerware und Schallschutz. Spezialisiert ist das Werk jedoch auf Schwer- und Schallschutzware. Zwischen Januar und April herrscht Winterpause. Neben den Familienmitgliedern sind noch 7 Mitarbeiter in der Produktion angestellt. Neben dem Ziegeleibetrieb betreibt die Familie eine internationale Spedition mit 5 Lastzügen und einem Tankzug für Heizöl und Diesel.
Seit der Gründung des Unternehmens wird eine Feldbahn betrieben. Die Länge der Gleisanlage beträgt ca. 400 m, die Spurweite liegt bei 600 mm. Die Strecke beginnt im hinteren Teil des Werkes, wo die Loren entladen werden. Insgesamt gibt es zwei kurze Entladegleise, hier liegt auch die einzigste Weiche des Werkes. Parallel der Abbaustelle endet das Gleis nach nur wenigen hundert Metern, gleich dahinter liegt die Schienenstrecke des Eimerkettenbaggers. Für den Lehmtransport stehen einige Kippoloren üblicher Bauart und Größe zur Verfügung. Gefahren wird bei Badarf mit einer Diema-Lok, in der Regel in den Vormittagsstunden. Als Reservelok stand früher ein Strüver-Schienenkuli ( 60512-515 / 1961, Schienenkuli, B-dm, Neu: Bayerische Dachziegelwerke Bogen GmbH, Bogen --> 19xx an Ziegelwerk Anton Hanrieder OHG, Harland --> 19xx an IG Deutsche Feld- und Waldbahnen, Fürstenfeldbruck ) zur Verfügung, der heute in Harland nicht mehr existiert, allerdings museal erhalten ist.
| Nr. | Hersteller | FNr./Bj. | Art | Typ | Bem. |
|---|---|---|---|---|---|
| o.Nr. | Diema | 2320 / 1960 | B-dm | DL 6 | Neulieferung |
Diema 2320 / 1960 auf dem Weg zum Werk (31.07.03)