Hier finden Sie weitere Informationen zu aktuellen Ereignissen
Brackweder Astronächte vom 31.10. bis 06.11.2011
Mond und Jupiter im Visier der Teleskope
In der Sternwarte am Brackweder Gymnasium, Beckumer Str.10, beginnen am Montag dem 31.Oktober die Brackweder Astronächte. Das Observatorium wird dann bis zum 5. November auch bei bewölktem Himmel für alle Astronomiefreunde und solche die es werden wollen jeweils ab 19 Uhr geöffnet sein. Am Sonntag dem 6. November besteht ab 14.30 Uhr noch die Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung.
Bevorzugte Beobachtungsobjekte werden diesmal der zunehmende Mond und der Riesenplanet Jupiter sein. Mit den Teleskopen der Sternwarte zeigt die Oberfläche des Erdtrabanten bei starker Vergrößerung ein atemberaubendes Bild: Gewundene Gräben, Bergketten, kleinste Krater und Kraterstrahlen. Besonders reizvoll ist sie dadurch, das sie unter wechselnden Lichteinfall ein täglich andres Bild liefert. Am besten können Einzelheiten in der Nähe des Terminators beobachtet werden. Dort ist das Profil der Bergketten erkennbar und aus den Schatten den sie werfen, kann man ihre Höhe bestimmen. Auch die Krater sind in Terminatornähe am auffälligsten weil dann Teile ihres Inneren beschattet sind.
In Erdnähe und damit gut zu beobachten ist zur Zeit noch der Gasplanet Jupiter. Besonders interessant sind seine Wolkenbänder und die darin enthaltenen Strukturen die im Teleskop sichtbar werden.
Am Freitag dem 4.November um 20 Uhr präsentiert Michael Hellriegel den Vortrag "Astronomie für Anfänger". Für alle die sich schon immer näher mit dem Hobby Astronomie beschäftigen wollten ist dieser Vortrag genau der richtige Einstieg! Dazu werden auch verschiedene Teleskope und ihre funktionsweise erläutert!
Nach Einbruch der Dunkelheit werden auf der großen Dachterasse des Gymnasiums für neugierige Laien Sternführungen veranstaltet. Hierbei erläutern die sachkundigen Amateurastronomen die einzelnen Sternbilder und ermöglichen so eine erste Orientierung am Nachthimmel. Viele dieser Sternbilder gehen auf alte griechische Sagen und Mythen zurück. Auch hierzu werden die Brackweder Sternfreunde gerne Auskunft geben.
Der Brackweder Abendhimmel bietet zurzeit noch hoch im Westen das Sommerdreieck mit den drei hellen Sternen Wega-Deneb-Atair. Diese drei Sterne erster Größe fallen besonders auf, vor allem im Kontrast zu den Herbstbildern, die sich nur aus Sternen zweiter Größenklasse und schwächer zusammensetzen. Typische Sommersternbilder wie der Skorpion mit dem hellem, roten Antares und der Schütze sind aber bereits unter dem Horizont verschwunden. Auch Arktur hat sich von der Himmelsbühne verabschiedet. Der große Wagen ist tief im Norden, nahe dem Horizont zu entdecken. Dafür springt das Himmels-W, die Kassiopeia, hoch im Nordosten dem Betrachter förmlich ins Auge. Die mittlere Spitze des Sternen-Ws deutet bekanntlich auf den Polarstern, der das Deichselende des Kleinen Wagens markiert. Der kleine Wagen ist viel schwerer zu erkennen als der Große, nicht weil er etwa kleiner ist, sondern weil seine Sterne weit weniger hell sind als die des Großen Wagens. Wer prüfen will, wie gut die Durchsicht des Himmels ist und wie stark irdisches Streulicht stört, sollte systematisch versuchen, die Sterne des Kleinen Wagens zu erkennen. Das Sternbild Pegasus hat nun bald seine höchste Stellung im Süden erreicht. Dieses markante Sternenviereck ist kaum zu übersehen. Man nennt es auch Herbstviereck analog zum Sommerdreieck oder Wintersechseck. Der Pegasus gehört zu den leicht erkennbaren Sternbildern, die man auf Anhieb findet. Der Sage nach ist Pegasus ein geflügeltes Pferd, das den Poeten ihre Gedankenflüge ermöglicht. Die vier Sterne des Herbstvierecks heißen Markab, Scheat, Algenib und Sirrah, wobei Sirrah selbst nicht mehr zum Pegasus gehört, sondern schon der erste Stern der Andromeda ist, die aus einer Kette von vier Sternen gebildet wird. In der Andromeda entdeckt man bei guten Beobachtungsbedingungen ein wenig nördlich des Sternes Mirach den berühmten Andromedanebel, er ist unsere Nachbarmilchstraße. Das Licht der Sterne der Andromedagalaxie ist rund drei Millionen Jahre unterwegs, bis es die Erde erreicht. Es ist praktisch das fernste Himmelsobjekt, das man mit bloßem Auge sehen kann.
Bei schlechtem Wetter werden dem interessiertem Publikum Kurzvorträge, Sternwartenführungen und Computerastronomie geboten.
Und hier noch eine Auswahl von zurückliegenden Ereignissen
Venustransit
|