Diese netten Worte schrieb ER uns...

Liebe Leute aus dem Jahrgang!

 

Vor langer Zeit, als ich noch jung und schlank und schön war (jetzt bin ich ja leider nur noch schlank und schön), hat mir ein gestandener Kollege den Tipp gegeben: "Der erste Jahrgang ist was Besonderes, danach hängst du dich emotional nicht mehr rein. Lass die Schüler bloß nicht zu nah ran!"

Inzwischen bin ich selbst gestandener Kollege und bin sehr froh über den Tipp - so hatte ich ein Vorbild, wie ich es schon mal überhaupt nicht machen wollte. Und hier komme ich also jetzt an die Stelle, an der ich von der gewohnten sportlichen Ansprache abweiche, die Ihr ja von mir gewöhnt seid (und die vielleicht der eine oder die andere auch gebraucht hat?). Ihr als Jahrgang habt den "emotionalen Vorschuss" meinerseits nie missbraucht - und das drei Jahre lang nicht. Aus Vertrautheit ist zu keiner Zeit plumpe Vertraulichkeit geworden. Besser als manch andere Leute, die mindestens doppelt so alt wie Ihr sind, habt Ihr gewusst, wann es Zeit war für Albereien, dumme Sprüche und Spaß innerhalb und außerhalb des Unterrichts, und wann es Zeit war, sich zu benehmen, die Ärmel hochzukrempeln und in bestimmten Situationen einfach mal die Klappe zu halten. Das ist nicht selbstverständlich gewesen. Dazu gehört unter anderem auch, dass Ihr nie versucht habt, mir Informationen "aus dem Kreuz zu leiern", von denen Ihr wusstet, dass ich sie durch meine neue Position hatte. Auch das zeigt, dass Ihr die Reifeprüfung nicht nur fachlich abgelegt habt. Ebenfalls ein Indikator, dass dieser Jahrgang nicht einer unter vielen war, ist für mich gewesen, dass meine Frau Marita ohne groß zu zögern bereit war, bei Kurstreffen dabei zu sein, mit Euch am Dümmer zu zelten und mit Euch nach England zu fahren (man gut, dass sie sich extra die beiden Plätze vorne im Bus reserviert hatte - so konnte sie non-stop von den Mädels zugelabert werden!). Und die Abi-Fete und die Abi-Feier wird sie auch noch überstehen, da bin ich fast sicher.

Auf unserer Englandfahrt - eine Fahrt des ganzen Jahrgangs, auch das nicht selbstverständlich - hat unser Busfahrer (und späterer "Mitreiseleiter") Markus nach ein paar Tagen zu mir gesagt: "So eine Truppe habe ich in meinen langen Jahren als Busfahrer noch nicht erlebt - wenn Du die abgibst, das wird aber schwer für Dich!" Wie recht der Kerl hatte!

Doch bevor ich jetzt vollständig zum sabbernden Häufchen Elend werde, höre ich lieber auf zu schreiben.

Mit Wehmut und einer gehörigen Portion Stolz blicke ich auf die vergangenen drei Jahre zurück. Keep in touch!

 

Euer Jahrgangs-Papa Storki!

Und womit haben wir uns bei ihm bedankt?????????????????? Keiner hat gesagt: Danke Storki für deine Moralpredigten und den ganzen anderen Kram!

Wir sollten uns ernsthaft schämen!!!!