| Berlin wieder einmal eine Reise wert, oder: Wenn Engel reisen. Petrus hat uns im Laufe der Saison wahrlich nicht verwöhnt, in Berlin hat er alles wieder wettgemacht. Meine Wetterprognosen waren wieder einmal richtig: Sonne, 20 Grad und windstill, also optimale Wetterverhältnisse. Keiner hatte es vermutet, jedoch glänzten in Berlin alle mit Traumzeiten.
Ich selber fand den Lauf nicht so prickelnd. Schon am Vortag lief immer noch die Nase und das Wohlbefinden stimmte nicht. Trotzdem wollte ich mir den Lauf nicht entgehen lassen. Als wir dann mit dem C-Block bei Kilometer 6 ankamen und auf die andere Spur umgeleitet wurden, kam der Rest. Dort war vorher ein Massensturz von 150? Skatern vom allerfeinsten, der in der Presse heruntergespielt wird. Was ich sah reichte jedoch, auch wenn's keiner lesen will: Da lagen noch einige Skater, die verletzt waren und dort betreut wurden. Zumindest einer mit einer schweren Kopfverletzung, mit Blutlache auf der Strasse. Das hat mich schwer geschockt, ab da habe ich versucht so vorsichtig wie möglich zu fahren. Dazu hatte ich dann auch noch Glück nicht in ein großes Schlagloch reinzufahren, was anderen vor mir zum Verhängnis wurde. Aus meiner Sicht ein unverantworliches Verhalten des Veranstalters, diese Gefahrenquelle nicht zu beseitigen. Schlage vor einen gemeinsamen Brief an den Veranstalter mit der Bitte um Stellungsnahme und Rückmeldung zu senden. Überhaupt gab es reichlich Stürze vor und hinter mir. Klar, wenn viele am Start sind, gibt's auch mehr Stürze. Aber manche scheinen auch mit dem Fahren in großen Gruppen oder gerade in Berlin so ihre Probleme und dazu noch das -Gehirn- ausgeschaltet zu haben. Da wird ständig hin- und hergewechselt, von hinten ankommende brüllen "weg da", obwohl die vorne nur ihre Linie halten und links genügend Platz wäre. Rücksicht wurde meistens nicht genommen. Zurück zum Renngeschehen. Der gemeinsame Start verlief wie immer chaotisch, jeder dachte nur an sich, ein Gedränge und Geschubse. Ein mögliches Ziel, gemeinsam in einer Gruppe "Skatetrain" loszufahren, stand wieder nicht auf dem Programm. Nach dem Fast-Sturz am Schlagloch hatten sich Kathrin und Herbert absetzen können, ich habe Sie jedenfalls aus den Augen verloren, nur Dirk fuhr vorne in der Gruppe mit. So ging's weiter. Meistens recht weit vorne fuhren wir in der Gruppe mit, einige Zeit auch führend, rasten wir dem Ziel entgegen. Als wir dann Richtung Brandenburger Tor abbogen, traute ich meiner Uhr einfach nicht mehr. 1:20 kann nicht sein. Schon wieder kaputt. Das Publikum wie immer saustark, bei der Fahrt durch das Brandenburger Tor ist mir wieder eine Gänsehaut über den ganzen Körper gelaufen. ( Nur dieses Gefühl allein ist eine Reise nach Berlin wert. ) Ich bin jedenfalls froh, heile durchgekommen zu sein und wünsche allen, denen es schlechter ging, gute Besserung. Ansonsten war alles wie im letzten Jahr: einfache spartanische Unterkunft mit Urlaubsstimmung, aber einem enormen Preisvorteil, lange U-Bahnfahrten zur Stadtmitte und zurück mit glänzendem Unterhaltungswert, und nicht zuletzt mit müden Beinen abfeiern. Am Sonntag dann mit dem Bummelzug nach Hause. Leider konnte ich mich noch nicht einmal angemessen verabschieden, ich wollte den Bus nicht verpassen. An alle Berliner Skatetrains: Danke für das tolle Wochenende. Gruß von Reiner und allen eine schöne Wintersaison.................... |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|