Alien vs. Predator

Whoever wins... we lose!

 

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Film

Alien vs. Predator

Originaltitel

Alien vs. Predator

Erscheinungsdatum

2004

Genre

Action-Science-Fiction

Regie

Paul Anderson

Darsteller

Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen

Laufzeit

98 min

FSK

Ab 16

 

   Story: 130 Meter unter dem Eis der Antarktis vernehmen Wissenschaftler eine enorme Wärmeentwicklung. Um dieser Sache auf die Spur zu gehen, wird ein Forschungsteam auf Expedition ins tiefe Eis geschickt. Experten vermuten unter dem Eis einen Jahrtausende alten Tempel der Azteken, oder eines anderen antiken Volkes. Als der Trupp die gesuchte Stelle erreicht, sind alle erstaunt über einen überdimensional großen Tunnel, der in 130 Meter Tiefe führt und der am Vortag noch nicht existierte. Des Rätsels Lösung: Die Menschen sind nicht alleine hier, eine weitere Rasse hat ist ebenfalls auf Entdeckungsreise gemacht und zwar von einem anderem Stern – die „Predator“. Alle 100 Jahre kommen die Predator die Aliens besuchen, die, wie sich rausstellt in einer Art Winterschlaf im Innern des Tempels tief unter dem Eis verharren. Langsam aber sicher geraten die Menschen in einen Krieg zwischen den beiden übermächtigen Rassen, dessen Bedeutung und Ursprung nach und nach erläutert wird. Alien vs. Predator vs. Mensch – wer wird da wohl den Kürzeren ziehen...?

 

   Kommentar: Natürlich hat niemand ernsthaft mit einer anspruchsvollen Story gerechnet, sondern eher mit krachender Action und vor allem tollen Kämpfen zwischen Alien und Predator und genau das bekommt der Zuschauer auch geboten. Besonders Fans der beiden Filmreihen dürften begeistert sein, denn sowohl Aliens als auch die Predator wurden 1:1 vom Styling her aus den vorigen Filmen übernommen und ebenfalls von der Art und Weise her wie gewohnt dargestellt. Außerdem bietet der Film sehr ansehnliche Effekte, wie zum Beispiel das Unsichtbarwerden der Predator und sonstige Spielereien. Die Musikuntermalung ist dezent gehalten, wenig aufbrausend und sorgt für eine fast schon beängstigende Ruhe in den dunklen, schmalen Gängen tief unter der Erde. Ganz nebenbei sollten Leute, die zu Klaustrophobie neigen den Film lieber meiden, denn es wird teilweise richtig eng. Die ruhige Musik täuscht überdies und wirkt eher als „Ruhe vor dem Sturm“, denn plötzlich wird es dann wieder laut, ein Alien taucht plötzlich wie aus dem Nichts auf und die Nackenhaare des Zuschauers stehen zu Berge. Für gehörige Gänsehaut ist also bestens gesorgt.

Auf einer ganz anderen Ebene weiß der Film leider nicht so sehr zu überzeugen. Was dem Film fehlt ist ein Sympathieträger unter den Menschen, wie beispielsweise Arnold Schwarzenegger in Predator 1 oder eine Ripley, gespielt von Sigourney Weaver in der Alien-Quadrologie. Die gesamte Schauspielerriege ist durchweg bestenfalls guter Durchschnitt, ohne nennenswerte Glanzlichter. Aber die Hauptdarsteller des Films, das sind sowieso die Aliens und Predator.  Es scheint, als mussten die Menschen dagegen eher als Kanonenfutter für die anderen beiden Rassen herhalten, oder vor allem für Dialoge sorgen, denn Alien und Predator sind keine all zu gesprächigen Zeitgenossen und die Macher hatten ja schließlich nicht vor, einen Stummfilm zu drehen.

Unterm Strich wird uns also ein Film geboten, der in zwei Bereichen besser sein könnte, aber trotzdem für Fans durchaus lohnenswert ist, denn Action, gute Effekte und Spannung bis zur Schmerzgrenze ist auf jeden Fall garantiert. Nach einem gemütlichen Einstieg geht es sofort richtig zur Sache und auch das Ende hat etwas für sich.

 

  © JCFK 2006