Batman Begins

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Film

Batman Begins

Originaltitel

Batman Begins

Erscheinungsdatum

2005

Genre

Fantasy-Action

Regie

Christopher Nolan

Darsteller

Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Morgan Freeman, Katie Holmes

Laufzeit

141 min

FSK

Ab 12

 

   Story: Bruce Wayne musste als kleiner Junge miterleben, wie seine Eltern auf offener Straße erschossen wurde. Von da an kümmert sich der Butler Alfred um den kleinen Bruce. Sein ganzes Leben lang wirft er sich vor, Schuld am Tod seiner Eltern zu sein, nur weil diese aufgrund seiner Furcht vor Fledermäusen an diesem Abend die Oper frühzeitig verlassen mussten. Als er alt genug ist, macht er sich auf, um in der weiten Welt die Ungerechtigkeit zu besiegen. Auf seiner Reise begegnet er einer Gruppe, die sich „Die Schwarzen Schatten“ nennen. Dort wird er in vielerlei Kampftechniken ausgebildet. Nach einigen Jahren kehrt Bruce Wayne wieder nach Gotham City zurück und stellt voller Entsetzen fest, dass sich sein Heimatort zu einer dreckigen und verwahrlosten Stadt verändert hat, die bis zum Hals in Korruption steckt und sich fest in der Hand eines reichen Mafiabosses befindet. Getrieben von Rachegefühlen und Wut, beginnt er, seine eigene Angst zu überwinden und „bastelt“ sich ein Fledermauskostüm. Von nun an führt er ein Doppelleben: Tagsüber ist er Bruce Wayne, der reiche Milliardärssohn, aber nachts streift er sich das Fledermauskostüm über und wird zu Batman – der Kämpfer für Gerechtigkeit.

 

   Kommentar: „Batman Begins“ hebt sich deutlich von seinen Vorgängern ab, insbesondere von den letzten beiden Teilen „Batman Forever“ und „Batman & Robin“. Dies ist zunächst vor allem am Erscheinungsbild und der Atmosphäre des Films zu erkennen. Man hat sich wieder vom knallbunten Style entfernt und wieder mehr Wert auf düstere Settings gelegt. Die Häuser in den Elendsvierteln sind total herunter gekommen und ganz Gotham City weckt Erinnerungen an „Dark City“ und Einstellungen mit strömendem Regen zwischen den Häuserschluchten rufen Konnotationen an „Blade Runner“ hervor – sehr gelungen. Abgesehen davon, wurde auch das „Batmobil“ komplett ausgetauscht. Aus dem aalglatten Flitzer ist ein raues panzerähnliches Gefährt geworden, das sich überall einen Weg durchbahnen kann und von nichts aufzuhalten ist. Darüber hinaus wurde wieder einmal nach einem neuen Hauptdarsteller gesucht, der in das Batman-Kostüm schlüpfen sollte. Die Wahl fiel dieses Mal auf Christian Bale, der schon unter anderem in „Equilibrium“ sein Können unter Beweis stellen durfte. Auch als Batman macht er eine hervorragende Figur und liefert eine Glanzleistung ab, indem er den zu Anfang verunsicherten und ängstlichen Bruce Wayne darstellt, der sich mit der Zeit zum selbstbewussten Batman entwickelt, denn: „Nicht was wir im Innersten sind, sondern unser Handeln zeigt, was für ein Mensch wir sind“. Michael Caine mimt dagegen den Charakter „Alfred“, und bringt seine Rolle als auf die Ehre der Familie Wayne achtenden Butlers überzeugend rüber und weiß dessen Beschützerinstinkt und den ewigen Glauben an Bruce glaubwürdig darzustellen. An Action und Spezialeffekten hat der Film ebenfalls jede Menge zu bieten. Rasante Verfolgungsjagden zwischen dem „Batmobil“ und der Polizei, coole Nahkämpfe mit unterschiedlichsten Schwertern und wilde Schießereien. Besonders gelungen ist die Musikuntermalung des Films. Kein Geringerer als Filmmusik-Experte Hans Zimmer hatte da seine Finger im Spiel und zelebriert ein Klangfeuerwerk wie man es selten erlebt. Monumentale, aufbrausende und treibende Klassik ertönt immer wieder, und wenn dann vor allem noch Batman durchs Bild fliegt, überkommt den Kinobesucher ein Anflug von Gänsehaut. Interessant ist die Story dazu noch obendrein, so dass man viel über Batmans Vergangenheit erfährt und nachvollziehen kann, warum er sich zu dem entwickelt hat, was er ist. Zwischendrin gibt es immer wieder lustige Kommentare und Sprüche der einzelnen Charaktere, so dass nie auch nur der Hauch von Langeweile aufkommen könnte. Insgesamt hat der Film einen hohen Unterhaltungsfaktor, baut aber nicht nur auf Action und Schabernack, sondern regt auch teilweise zum Nachdenken an und man kann sogar für sein eigenes Leben etwas dazu lernen. Batman ist nämlich nicht nur ein reiner Actionkracher, sondern genau so gut ein Film, in dem es darum geht, die eigene Angst zu überwinden, und darum, was uns zu dem Menschen macht, der wir sind. Uneingeschränkt empfehlenswert!

 

  © JCFK 2006