Brother

Photos used on "Stuffbase" are copyright protected and are property of their respective owners. Studio logos & other trademarks used herein are property of their respective owners.
| Film | Brother |
| Originaltitel | Brother |
| Erscheinungsdatum | 2000 |
| Genre | Action, Drama |
| Regie | Takeshi Kitano |
| Darsteller | Takeshi Kitano, Omar Epps |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| FSK | ab 18 |
Story:
Die Geschichte fängt in Tokio an, als der Bodyguard Yamamoto aus der "Yakuza" Familie verbannt wird, da sein Chef einem Attentat erlag. Er macht sich auf den Weg nach L.A. um seinen Stiefbruder Ken aufzusuchen und dieser ist nicht unglücklich darüber, denn "Annaki (Bruder)" wie Yamamoto ehrfürchtig genannt wird ist der perfekte Mann um seine Drogengeschäfte in Schwung zu bringen und Dispute mit der lateinamerikanischen Mafia zu "lösen" da er gnadenlos, brutal und kompromisslos ist. So kommt es nicht von ungefähr, dass Yamamoto bald eine ganze Gang um sich geschart hat. Doch dies ist der Anfang vom Untergang, denn nun kommt die Italienische Mafia ins Spiel und nimmt sich der Sache an, was den Tod der ganzen Gang zur Folge hat.
Musik & Ton:
Die Musik in Brother ist maximal Durchschnittskost. Sie fällt nicht störend auf, ist aber viel zu passiv und lässt weder groß Stimmung aufkommen noch die Atmosphäre verbessern.
Atmosphäre:
"Brother" ist ein sehr kontrastreicher Film. Zwar ist es für japanische Filme oder Hong Kong Streifen nichts ungewöhnliches dass es schlagartige Wechsel zwischen ruhigen und actionlastigen Szenen gibt, doch bei "Brother" kann man sagen dass es eher schlagartige Wechsel zwischen triefender Langeweile und Unterhaltung gibt. Man kann fast alle Szenen in nur zwei Kategorien wie "Super" und "Trash" einordnen. Zum Beispiel gibt es sehr intensive Szenen oder auch witzige Szenen (Sehr eindrucksvoll: Um eine Fusion mit einer anderen der japanischen "Familie" zu erwirken erschießt sich ein Mitglied von Anniki's Gang vor den Augen des Oberhaupts der Familie, um seine Loyalität zu Anniki zu zeigen.) doch dann gibt es auch wieder endlose Dialoge oder jede Menge Szenen die man einfach hätte weglassen können. Auch kommt nicht das typische Feeling der östlichen Movies auf (Okay, die Story spielt auch in L.A und wurde dort gedreht) sondern ein unausgegorener Mix aus Action-, Bloodshed-, Mafia- und Road Movie.
Schauspieler:
Frage: Ein Film von "Beat
Takeshi" Kitano mit Takeshi Kitano, das klingt doch sehr nach "Selbstinzenierung"
!?
Antwort: Jein. Man kann nicht leugnen dass er wirklich die meiste Zeit des Films
für "seinen" Charakter gelassen hat. Und auch hier bleibt ein gespaltener
Eindruck, denn er ist "cool" und "cool" gleichzeitig. Zum Einen spielt er den
gnadenlosen Anniki sehr überzeugend, denn er hat Ausstrahlung und Charme ohne
ein Wort zu sagen. Und da währen wir auch schon beim "Zum Anderen". Denn mit
einem Protagonisten gegen den Arnie in Terminator eine "Chatterbox" ist und
Clint Eastwood in Dirty Harry schon vergleichsweise wie ein Plappermaul wirkt,
kommen einem 110 Minuten fast wie eine Ewigkeit vor. Man fühlt sich während des
Films öfters mal genötigt einfach mal zu schreien "Komm Anniki, jetz sag doch
auch mal was dazu!" oder man verspürt den Drang mal in sein Gesicht zu fassen um
nachzuprüfen ob es jetzt nun wirklich aus Stein ist.
Fazit:
Takeshi Kitano's "Brother" ist mit Sicherheit kein schlechter Film und bietet auch einige Highlights und die Story ist solide und spannend. Humor gibt es auch und die Charaktere des Films sind Interessant. Getrübt wird dies leider durch die immer wieder aufkommende Langeweile und die Länge des Films, denn weniger währe hier mehr gewesen! Wer einen festen Magen hat (Denn der Film ist ziemlich Brutal. Zwar nicht untypisch für solche Filme und Quantitativ auch unbedenklich, doch die wenigen harten Szenen haben es wirklich in sich.) kann sich "Brother" ruhig einmal anschauen, sollte aber kein Meisterwerk erwarten.
Wertung: 80%
© UncleHo 2003