Collateral Damage - Zeit der Vergeltung

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| Film | Collateral Damage - Zeit der Vergeltung |
| Originaltitel | Collateral Damage |
| Erscheinungsdatum | 2001 |
| Genre | Action |
| Regie | Andrew Davis |
| Darsteller | Arnold Schwarzenegger, Cliff Curtis, Francesca Neri |
| Laufzeit | 114 min |
| FSK | ab 16 |
Story: Ein "Collateral Damage", zu Deutsch "Kollateralschaden", ist ein militärischer Begriff und bedeutet, dass bei einer militärischen Aktion oder auch einem Terroranschlag Leute getötet werden, die eigentlich gar nicht das Ziel waren. Genau das widerfuhr Gordon Brewer, von Beruf Feuerwehrmann. Sein Frau kam samt Sohn durch eine Autobombe von Terroristen ums Leben. Da sich das FBI wieder mal nicht richtig hinter die Angelegenheit klemmt, muss sich Brewer selbst darum kümmern und das "Gesetz in seine eigene Hand nehmen"...
Musik & Ton: Die Musikuntermalung im Film würde ich mal als solide bezeichnen, denn sie ist in den entscheidenden Szenen recht ordentlich, aber kann einen auch nicht so richtig mitreißen und bleibt dem Zuschauer nicht wirklich im Gehör.
Atmosphäre: Im Dschungel kommt natürlich richtig geheimnisvolles Abenteuer-Feeling auf, das an manchen Stellen schon fast an Predator erinnert. Wie man den Extras der DVD entnehmen kann, wurden diese Szenen übrigens in Mexiko und nicht in Kolumbien gedreht, wo der Film eigentlich spielt.
Hintergrundinfos: Der Film sollte 2001 Mitte September in den US-Kinos anlaufen, doch davor ereignete sich am 11.September etwas, das die ganze Welt in Atem hielt und erschreckende Parallelen mit dem Film hatte. Aus Respekt vor den Opfern wurde der Film erst einmal zurück gezogen. Nachdem er dann Ende 2001 einem Testpublikum vorgeführt wurde und er dort sehr gut ankam, stand der Kino-Premiere nichts mehr im Weg...
Schauspieler: Arnold Schwarzenegger ist in die Jahre gekommen - das merkt man besonders in diesem Film hier, denn Arnold bewegt sich einfach nicht mehr so schnell wie früher. Trotzdem gibt er sich redlich Mühe und ist noch agiler, als so manch anderer Schauspieler in diesem Alter. Jedenfalls verkörpert er die Rolle des Feuerwehrmanns Brewer mit viel Hingabe und bringt dessen tiefe Verzweiflung und Leere wirklich glaubwürdig rüber und zeigt sogar ein wenig Emotionen. Sein Gegenspieler Cliff Curtis liefert als kolumbianischer Terroristenführer auch eine sehr gute Leistung ab, ebenso Francesca Nori, die seine Ehefrau mimt.
Fazit: Die Vergeltungs-Story erscheint auf den ersten Blick recht primitiv, aber wenn man den Film genauer betrachtet, merkt man, dass noch viel mehr dahinter steckt, als man auf Anhieb denkt. Da wäre zum einen mal die Frage, die im Film auftaucht: "Was ist der Unterschied zwischen Brewer und dem Terroristen?" Eigentlich ist Brewer der Held, da er in seinem normalen Job als Feuerwehrmann Menschenleben rettet und der Terrorist ist der Böse, da er genau das Gegenteil tut. Da Brewer nun aber auf "Vergeltungsmission" ist, und das Gesetz in die eigene Hand genommen hat, besteht eigentlich kein Unterschied mehr zwischen den Beiden. Das Einzige, was Brewer auf die Frage "What's the difference between you and I ?" entgegnen kann ist: "The difference is - I just gonna kill you!". Eine weitere, interessante Parallele zwischen den beiden Gegenspielern ist überdies, dass sie beide einen Sohn verloren haben. Warum ich dies so genau hier beschrieben habe? Um zu zeigen, dass man Actionfilme nicht immer über einen Kamm scheren kann und dass nicht alle Filme mit Schwarzenegger einfach nur primitiv sind, was viele Kritiker oft behaupten! Natürlich bietet Collateral Damage auch jede Menge Action in Form von mächtigen Explosionen und Schießereien und somit ist beste Unterhaltung geboten. "Collateral Damage" ist mit Sicherheit einer der letzten Filme in Schwarzeneggers Karriere und ist ein Muss für die Film-Sammlung eines jeden treuen Arnold-Fans.
Wertung: Story: 90% ; Action: 93% ; Spannung: 92% ; Schauspieler: 93% ; Atmosphäre: 89% ; Sound: 84%
gesamt: 90%
© JCFK 2003