Daredevil

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Film Daredevil
Originaltitel Daredevil
Erscheinungsdatum 2003
Genre SciFi, Action
Regie Mark Steven Johnson
Darsteller Ben Affleck, Colin Farrel, Micheal Clarke Duncan, Jennifer Garner
Laufzeit  93 Minuten
FSK ab 12 (cut)

Story:

Matt Murdock (Ben Affleck) ist der "Daredevil". Nachts spürt er Verbrecher auf und macht ihnen den Gar aus, tagsüber schafft er auf legalem Wege für Recht und Ordnung als Anwalt. Bei seiner nächtlichen Tätigkeit helfen ihm seine übermenschlich gut ausgebildeten Sinne, die er seit einem Unfall mit radioaktivem Abfall hatte. Doch er bezahlte dafür mit seinem Augenlicht. Das Motiv für sein Handeln findet sich in seiner Kindheit: Sein Vater wurde nach einem Boxkampf umgebracht und Matt beschloss nicht eher zu ruhen bis alles Übel der Stadt aus dem Weg geräumt ist. Keine leichte Aufgabe, denn der "Kingpin" (Micheal Clarke Duncan) ist auf ihn Aufmerksam geworden und schickt seinen Besten Killer "Bullseye" (Colin Farrel) um sich seiner zu entledigen.

Musik & Ton:

Musikalisch gesehen fällt Daredevil ziemlich ... neutral aus. Man kann nicht sagen dass einen die Musik aus dem Sessel haut, störend fällt sie dann aber auch nicht auf. Einen Pluspunkt gibt es trotzdem für den Titelsong von Evanescence - Bring Me To Life

Atmosphäre:

Wenn man noch andere Comicverfilmungen im Kopf hat, dürfte man aus zwei Gründen erstmal überrascht sein: Man fragt sich zuerst mal ob man eine Sonnenbrille trägt oder jemand den Regler für die Helligkeit runtergedreht hat, denn Daredevil ist düster, sehr düster und bietet somit eine ganz gute Abwechslung zu den rein optisch "helleren" Comicverfilmungen der letzten Zeit. Und weiterhin hebt Daredevil das unvereinbarte, aber scheinbar gültige Gesetz auf dass in Comicadaptionen kein Blut fließt und Kämpfe grundsätzlich wie beim A-Team verlaufen. Soweit eine gute Basis, doch bei der Story und der Action waren Schlamper am Werk. Nach der gelungenen Einführung unseres Helden geht es rapide bergab mit der Spannung, denn der Hauptpart des Films ist schlicht und einfach Mangelhaft. Die Actionszenen sind rar und es kommt keine richtige Stimmung auf. Von Innovation kann auch keine Rede sein, denn die Kämpfe sind leider nur eine billige Kopie von Spiderman und Matrix.

Schauspieler:

Die guten Charaktere sind die schlechten Schauspieler und die schlechten Charaktere sind die guten Schauspieler. So sieht's aus.

Ben Affleck kann als Daredevil nur stellenweise überzeugen und Jennifer Garner kommt als Daredevil's Geliebte Elektra Natchios auch nicht so richtig in Fahrt, was zum Teil an ihr selbst und zum Anderen daran liegen könnte dass sie nicht genug Screentime zur Entfaltung bekommt.

Die "Bösen" Micheal Duncan alias Kingpin und Colin Farell alias Bullseye können dafür fast auf ganzer Linie überzeugen. Trotz der relativ kurzen Screentime füllt Muskelprotz Micheal Duncan nicht nur wegen seiner körperlichen Ausmaße den Raum - er füllt ihn mit Atmosphäre von der sich Daredevil eine Scheibe abschneiden sollte. Gleiches gilt für Colin Farell: Sein Charakter Bullseye zieht mit Charisma und einer beeindruckenden Performance die Sympathien auf sich.

Fazit:  Wem Spiderman gefallen hat, der könnte sich auch hier wohl fühlen. Und wem die düstere Atmosphäre aus Batman Zeiten gefiel der wird auch seine Freude haben. Wer aber einen guten Film sucht ist hier fehl am Platze.


Story Atmosphäre Action Spannung Humor Gesamt
- 79%

 

© UncleHo 2003