Eraser

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Film Eraser
Originaltitel Eraser
Erscheinungsdatum 1996
Genre Action-Thriller
Regie Chuck Russell
Darsteller Arnold Schwarzenegger, James Caan, Vanessa Williams 
Laufzeit 110 min
FSK ab 16

    Story: Federal Marshall John Kruger ist beim FBI fürs Zeugenschutzprogramm zuständig. Sein Job ist es wichtige Kronzeugen zu schützen, deren alte Vergangenheit auszulöschen, und ihnen eine neue Identität zu verpassen. Seine neueste Klientin ist die leitende Angesellte einer Rüstungsfirma namens Lee Cullen. Sie hat sich an das FBI gewandt, da sie an Informationen über eine neue "Wunderwaffe" mit dem Codenamen "Rail Gun" gelangt ist. 1000 Stück dieses EM-Gewehrs will das FBI heimlich an russische Terroristen verschachern. Die Beteiligten können dabei eine riesige Summe Geld einsacken, zu deren Kreis wider Erwarten auch John Krugers Ausbilder Robert Deguerin zählt, dem es zudem noch auf raffinierte Art und Weise gelingt Lee Cullen zu entführen. Nun liegt es an Kruger den Waffendeal zu stoppen und seine attraktive Klientin zu befreien...

    Musik & Ton: Die Musik wirkt im Film immer recht gut platziert, drängt sich aber nie in den Vordergrund, sondern unterstreicht lediglich die actionreichen Szenen des Film. Ein einprägsamer Theme ist nicht vorhanden.

    Atmosphäre: Besonders die Szenen, in denen die wunderbare "Rail Gun" zum Einsatz kommt sind wirklich gelungen und gehören zu den Glanzstücken des Films. Man könnte fast meinen, die Macher von Matrix haben sich hierbei die "Luft-wie-Plastikfolien-durchschneidenen-Schüsse" abgeschaut, denn wenn man sich den Film heute mal wieder anschaut, dann kommt einem das recht bekannt vor...

    Schauspieler: Arnold Schwarzenegger rockt als scheinbar unzerstörbare "Kampfmaschine" wieder kräftig das Haus! ;) Die Beschützerrolle liegt ihm - wie man schon in Terminator 2 gesehen hat - anscheinend sehr gut, denn er bringt seine Rolle als Marshall John Kruger wirklich überzeugend rüber. Obwohl er dieses Mal - im Vergleich zu seinen 80-er Jahren Actionfilmen - sogar mehrere Sätze am Stück sagt, verschont er uns auch dieses Mal nicht mit seinen lustig-frechen Sprüchen, die Erinnerungen an Phantom Kommando hochkommen lassen. Als ihm ein FBI-Mann frech daher kommt mit: "Stört es sie eigentlich nicht, immer den Babysitter für irgendwelche Idioten zu spielen?" entgegnet er diesem trocken: "Doch schon, aber bei Ihnen kann ich ja mal ne Ausnahme machen!" und an seine Klientin hat er ganz strickte Anweisungen: "Ich arbeite immer allein. Wenn also jemand mit dem Spruch kommt, ich hätte ihn geschickt, erschießen Sie ihn!" Nach seinem unnötigem Ausflug ins Reich der Komödie ("Junior") ist Arnold endlich wieder ganz der Alte, wie wir ihn kennen und lieben gelernt haben! James Caan, der schon im Gangster-Epos "Der Pate" mitgemischt hat, verkörpert seine Rolle als hinterhältiger Waffenschieber und Krugers Ex-Ausbilder Deguerin auch ziemlich glaubwürdig. Das Selbe gilt auch für Vanessa Williams, die die leitende Angestellte Lee Cullen mimt.

    Besonderes:

Da viel zu wenige Stuntmen eine körperliche Ähnlichkeiten mit Arnold Schwarzenegger hatte gab's für die spektakuläre Fallschirm-Szene nur eine Lösung: Arni drehte die Szene einfach selbst...

Die Programmierer von id-Software waren wohl auch große Eraser Fans, denn die sagenumwobene "Rail Gun", um die sich im Film alles dreht, findet sich auch in einem wohlbekannten, von ihnen produzierten Ego-Shooter im Waffenarsenal wieder.  [Der Name des Spiels wird an dieser Stelle nicht verraten, da dieses indiziert wurde. Wer es aber kennt, weis allerdings sofort, was gemeint ist ;) ]

    Fazit: Eraser ist eigentlich ein typischer Schwarzenegger-Streifen, wie ihn die Actionfans lieben. Philosophische Tiefe sucht man hier vergebens, dafür bekommt man jede Menge richtig geiler Actionszenen mit gewaltigen Explosionen und Schießereien geboten. Insbesondere die Szene im Hafen ist allererste Sahne! Das Ganze wird dann immer wieder vom sympathischsten Actiondarsteller aller Zeiten durch seine coolen Sprüche aufgelockert, der wieder eine glänzende Show abliefert. Vor allem die im wahrsten Sinne des Wortes "Bahnbrechende" letzte Szene mit abschließendem Kommentar von Arnold: "Die Herren haben den Zug genommen" ist wirklich extrem witzig! :) Die Story kann sich ebenfalls sehen lassen, allerdings wäre sie nur halb so interessant, wenn es sich bei dieser Waffe um ein gewöhnliches Maschinengewehr oder wie gewohnt Atomraketen gehandelt hätte. So hat man den Eindruck: Eine neue Story, nach altbewährtem Muster. Wie auch immer: Den Film kann ich jedenfalls jedem Fan von explosiver Action ohne Einschränkungen bedenkenlos empfehlen - für Arnold-Fans ist er ja in jedem Fall Pflicht! ;)   

    Wertung: Story: 85% ; Action: 95% ; Spannung: 90% ; Schauspieler: 95% ; Atmosphäre: 93% ; Sound: 87% 

    gesamt: 91%

    © JCFK 2003