Jean-Claude van Damme

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Zur Person:
Jean-Claude Franiose Camille Van Varenberg wurde am 18. Oktober 1960 in Berchem Ste Agahte, einem Vorort von Brüssel geboren. Seine Eltern lebten in bescheidenen Verhältnissen. Nach Jean-Claudes Geburt zog die Familie nach Brüssel an den bekannten Place St. Catherine, wo der Vater einen Buchladen eröffnete. Über den jungen Jean-Claude ist nicht besonders viel bekannt, nur dass er mit 13 Jahren etwas schwächlich war und ihn deswegen sein Vater zum Karatetraining anmeldete. Nun waren seine Lieblingsbeschäftigungen Kino und Karate. Mit 18 Jahren verließ Jean-Claude die Schule und eröffnete in Brüssel ein Karatestudio. Sein Verdienst war alles andere als bescheiden - er verdiente 15000 Dollar pro Monat. Trotz alledem war es sein allergrößter Traum, in Hollywood Filme zu drehen. Zwei Jahre später erfüllte er sich diesen Traum und flog mit seinem gesamten Vermögen in die Vereinigten Staaten von Amerika.
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Dort änderte er seinen Namen in van Damme, da er der Meinung war, dass ein härterer Name besser für seine Zukunft als Schauspieler wäre. Van Damme sprach kaum ein Wort Englisch und überdies war sein Geld sehr schnell aufgebraucht, so dass er sich ein Auto mieten musste, um auf der Rückbank zu pennen. Das hielt ihn aber nicht davon zurück sein großes Ziel weiter zu verfolgen. Tapfer meldete er sich bei sämtlichen Filmfirmen, allerdings ohne Erfolg. Zwar hatte van Damme ein Aufenthaltsgenehmigung, aber keine "Greencard", die es ihm ermöglichte in den Staaten zu arbeiten. Da er aber dringend Geld brauchte, arbeitete er illegal als Pizzabote, Taxifahrer, Teppichverleger und Rausschmeißer. Tagsüber hielt er sich dagegen mit Karatetraining und Gewichtheben fit. Eines Tages traf er den Actionstar Chuck Norris, der 8 Monate mit ihm zusammen trainierte, bis er einen mächtigen Filmboss namens Menahem Golan, den Chef von Cannon Films in einem Restaurant traf. Der Beginn einer grandiosen Filmkarriere?
Bodybuilding/Karate:
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Von seinem dreizehnten Lebensjahr an nahm Jean-Claude van Damme vier Jahre lang an einem Karatetraining teil. Nebenbei betrieb er auch Bodybuilding. Dies führte jedoch dazu, dass Jean-Claude deutlich an Beweglichkeit nachließ nahm er auf Rat seines Trainers Ballettunterricht. |
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Zu seinen sportlichen Erfolgen zählt unter anderem der Gewinn des Mittelgewichtstitel bei den europäischen Karatemeisterschaften, außerdem besaß der natürlich den schwarzen Gürtel. Sein Spitzname ist übrigens auch "Muscels from Brussels" - Die Muskeln aus Brüssel. |
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Filmkarriere:
Menahem Golan war überzeugt von van Dammes Karatekünsten und lud ihn zu einem Gespräch in seinem Büro an, vor dem er dann später erstmal sieben Stunden warten durfte. Das schreckte van Damme jedoch nicht sonderlich ab, denn er war "hungrig" und wollte endlich Filme drehen. Sein Ehrgeiz wurde mit einer Hauptrolle in "Bloodsport" belohnt, für den er dann 50000 Dollar einstecken konnte. Allerdings folgte bald die Ernüchterung: Jean-Claude bekam kurz darauf zu hören, dass der Film nie fürs Kino geplant war, sondern nur als Videoveröffentlichung. Darüber hinaus war Golan stinksauer über das Endresultat, so dass er "Bloodsport" im Archiv verschwinden ließ. Der Produzent von Bloodsport - Mark Di Salle - war schließlich van Dammes Rettung.
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Di Salle glaubte an van Dammes Fähigkeiten und verschaffte ihm eine Nebenrolle in "Karate Tiger". Der Film, der sogar ins Kino kam erzielte ordentliche Einspielergebnisse. Das musste auch Golan einsehen und so brachte er "Bloodsport" doch noch ins Kino. Ein Glücksgriff, denn der Film wurde ein Kassenschlager. Darauf hin drehte Jean-Claude van Damme noch einen weiteren Film für Cannon, den Spionagethriller "Red Eagle", da sein Vertrag über drei Filme ging. 1989 kam der Science Fiction Streifen "Cyborg" von B-Movie Regisseur Albert Pyun ins Kino. Nun wurde auch John Peters, der Präsident von Columbia Pictures auf van Damme aufmerksam und verpflichtete ihn für sein neues Projekt "Geballte Ladung". Zuvor drehte van Damme aber noch "Leon", bei dem er auch als Co-Autor mitwirkte. Danach machte er sich aber an "Geballte Ladung", an dem er neben Co-Autor, auch noch die Funktion des Co-Produzenten übernahm.
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Mit dem 600.000 Dollar teuren Actionkracher sicherte sich van Damm einen festen Platz am "Actionhorizont". Mit dem Sci-Fi- Reißer Universal Soldier, in dem er neben Dolph Lundgren die Hauptrolle spielte, ebnete er sich endgültig den Weg nach oben. Kurz darauf bewies van Damme in "Ohne Ausweg", dass er auch dazu in der Lage ist, dramatischere Charaktere zu verkörpern und nicht nur unschlagbare Actionhelden. Jean-Claude van Damme stieg zu einem gefragten Action-Darsteller auf, der aber immer Wert auf eine gewisse Tiefe in seinen Rollen legt. Darauf folge der wohl beste Film des Jahres 1993: Harte Ziele unter der Regie von Meisterregisseur John Woo, weitere Actionkracher folgten.
Nebentätigkeiten:
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1996 erfüllte er sich einen weiteren Wunsch und zeigte, dass er mehr zu bieten hat als nur die Arbeit vor der Kamera und wurde Regisseur seines eigenen Filmes "The Quest", einem Actionabenteuer, bei dem er selber noch die Hauptrolle spielte und außerdem das Drehbuch beisteuerte. |
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Filmografie: (Im Folgenden sind nahezu alle seine Filme aufgelistet; vor allem die bekannten sind dabei.)
| 1985:
"Karate Tiger" 1988: "Red Eagle" 1988: "Bloodsport" 1989: "Karate Tiger 3 - Der Kickboxer" 1989: "Cyborg" 1990: "Mit stählerner Faust" 1990: "Leon" 1991: "Geballte Ladung - Double Impact" 1992: "Universal Soldier" 1993: "Ohne Ausweg" 1993: "Last Action Hero" 1993: "Harte Ziele" 1994: "Timecop" 1994: "Streetfighter - Die entscheidende Schlacht" 1995: "Sudden Death" 1996: "The Quest - Die Herausforderung" 1996: "Maximum Risk" 1997: "Double Team" 1998: "Knock Off" 1998: "Der Legionär" 1999: "Inferno" 1999: "Universal Solder - Die Rückkehr" 2001: "Derailed - Terror im Zug" 2001: "The Order" 2001: "Replicant" 2003: "In Hell" 2004: "Wake of Death - Rache ist alles was ihm blieb" 2006: "Second in Command" |
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Wissenswertes zu seinen Filmen:
| Jean-Claude scheint eine Vorliebe für asiatische Regisseure zu haben, denn bisher arbeitete er schon des Öfteren mit dem drei bekanntesten Regisseuren aus Hongkong, die da wären: John Woo ("Harte Ziele") , Tsui Hark und Ringo Lam. Mit Tsui Hark drehte er zwei Filme ("Double Team" u. "Knock Off") und mit Ringo Lam sogar schon drei: "Maximum Risk", "Replicant" und seinen neuesten: "In Hell". Die vierte Zusammenarbeite steht allerdings bereits vor der Tür. Interessant ist überdies, dass gerade die beiden Meister-Regisseure John Woo und Tsui Hark jeweils in ihrem Hollywood-Debüt mit van Damme als Hauptdarsteller zusammen gearbeitet haben. |
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Immer wieder verkörpert Jean-Claude van Damme nicht nur eine, sondern gleich zwei Rollen in einem Film. So hat er unter anderem in "Geballte Ladung - Double Impact", "Replicant" und "Maximum Risk" eine Doppelrolle.
In fast jedem Film zeigt van Damme seinen legendären Spagat, wodurch er zeigt, dass er nicht nur Muskelberge aufzuweisen hat, sondern zudem extrem beweglich ist.
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Eigentlich sollte van Damme 1987 den "Predator" in gleichnamigem Film spielen. Da er aber nicht als ein "namenloser Special-Effect" sein wollte, gab er nach zwei Drehtagen auf. Sechs Jahre später kam es aber doch dazu, dass der "Muscels from Brussels" in einem Schwarzenegger-Streifen mitwirkte - er bekam eine kleine Rolle in "Last Action Hero".
Privates:
In van Dammes Privatleben ging es genau so turbulent, wie in seinen zahlreichen Actionfilmen zu, so hat der Bursche schon seine 5. Hochzeit hinter sich: Alles begann 1983 mit Maria Rodrigues, von der er sich aber bald wieder trennte, um sich zwei Jahre später mit Cynthia Dederian zu trauen. Die Ehe hielt allerdings auch lediglich zwei Jahre, so dass er 1987 zum dritten Mal vorm Traualtar stand; dieses Mal mit Gladys Portugez. Diese Beziehung hielt dann jedoch am längsten von allen, jedoch nicht für immer. 1994 ehelichte er eine gewisse La Pier. Nach fünf weiteren Jahren kehrte Jean-Claude dann zu seiner dritten Frau Gladys Portugez zurück, mit der er noch (!) zusammen ist.
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Aus diesen ganzen Ehen sind natürlich auch ein paar "Ableger" entstanden. Zum einen wären da Kristopher (1987 geboren) und Bianca (1990 geboren), welche er beide zusammen mit Gladys Portugez hat. Aus der Ehe mit Darcy La Pier stammt dann noch der am 10. Oktober geborene Nicolas.
Hobbys:
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Schlusswort: Jean Claude van Damme ist nun nicht gerade der übergroße Star Hollywoods und auch seine schauspielerischen Fähigkeiten halten sich in Grenzen, aber Fakt ist: van Damme zählt zu den internationalen Top-Actionstars Hollywoods. Er legt bei der Rollenauswahl stets größten Wert auf die emotionale Tiefe seiner Charaktere. Darüber hinaus ist auch seine Zielstrebigkeit zu bewundern.
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© JCFK 2004
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