Der Herr der Ringe - Die Gefährten
"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden."

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| Film | Der Herr der Ringe |
| Originaltitel | The Lord of the Rings - The Fellowship of the Ring |
| Erscheinungsdatum | 2001 |
| Genre | Abenteuer |
| Regie | Peter Jackson |
| Darsteller | Elijah Wood, Ian McKellen,Sean Astin, Liv Tyler, Cate Blanchett,Orlando Bloom,Ian Holm, Christopher Lee |
| Laufzeit | 171 Minuten |
| FSK | ab 12 |
Im Dezember des Jahres 2001 nahm das Spektakel seinen Lauf. Der Megaepos "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" zog Millionen Zuschauer in den Bann des "einen" Ringes und schuf möglicherweise den Film des Jahrtausends in einer epischen Breite die einen vor Erfurcht erstarren lässt. Und dies alles mit dem Ausblick darauf, dass es sich um eine Trilogie handelt und nur den Anfang des literarischen Meisterwerks von J.R.R Tolkien bildet.

Story: In dunkler Vergangenheit wurde Mittelerde vom dunklen Herrscher Sauron in die Dunkelheit gestürzt, denn er besaß den "einen" Ring. Den Ring der Macht. Es war der Meisterring. Doch ein letztes Bündnis zwischen Elben und Menschen konnte den dunklen Herrscher stürzen, denn Isildur, der Sohn Gondors schnitt Sauron den Ring vom Finger und Saurons Macht war besiegt. Doch der Ring hat einen eigenen Willen und verlies Isildur, als er bei einem Hinterhalt ermordet wurde und fiel dem Geschöpf Gollum in die Hände, dessen Seele der Ring zerfraß. Und so kam es dass sich Gollum etliche Jahre in den Höhlen des Nebelgebirges verstecken konnte bis der Ring durch Zufall in die Hände von Bilbo Beutlin, einem Hobbit fiel, der ihn Jahrelang geheim hielt, bis zu einem schicksalsträchtigen Tag. Und an dieser Stelle beginnt eine der größten Fantasy Geschichten aller Zeiten, deren Zusammenfassung wohl selbst in Kurzform mehrere Seiten in Beschlag nehmen würde. Deshalb gibt es nur eins: Film anschauen, Buch lesen, oder am besten Beides. Doch ob man nun zuerst das Buch lesen sollte, und dann den Film schauen oder umgekehrt bleibt jedem selbst überlassen, denn ich will hier keinen Glaubenskrieg entfachen.

Musik&Ton: Die Musik passt zu jeder Situation, egal ob im fröhlichen Hobbingen oder in den Tiefen der Minen von Moria. Hier wurde exzellente Arbeit geleistet. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach auch die Stimmen der synchronisierten Fassung. Selten lag die Qualität der Synchronsprecher trotz der Vielzahl an Charakteren so hoch. Und es ist in der Tat keine leichte Aufgabe für Christopher Lee oder Ian McKellen eine ebenbürtige Synchronisation zu bewerkstelligen.

Atmosphäre: Wer in's Kino geht um sich Herr der Ringe anzuschauen, sitzt spätestens nach 10 Minuten nicht mehr im Kinosessel sondern befindet sich in den Wäldern, den Schluchten und Minen, den endlosen Feldern und Wiesen zwischen Hobbits, Orks, Zauberern und Elben der Welt von Mittelerde. Und wenn sich nach 3 (viel zu kurzen) Stunden der Vorhang wieder senkt ist man entweder völlig geplättet oder geistig noch nicht Anwesend, sondern immer noch in Mittelerde. New Line Cinema hat mit dem früheren "Trash" Regisseur Peter Jackson den richtigen Fang gemacht. Was Jackson hier gezaubert hat ist beinahe unglaublich, wenn man bedenkt dass Der Herr der Ringe als ein unverfilmbares Buch galt, da sich niemand vorstellen konnte eine Geschichte dieses Ausmaßes glaubhaft in bewegte Bilder umzusetzen zu können. Das faszinierende an diesem Film ist, dass es (wenn man "Die Gefährten" als einzelnen Film betrachtet) kein richtiges Ende gibt, denn die Zerstörung des Ringes und die größten Abenteuer sind noch in weiter Ferne und trotzdem wird der Film selbst nach mehrmaligem Anschauen nicht Langweilig. Ganz im Gegenteil, man entdeckt jedes mal wieder ein neues Detail oder eine Anspielung auf Abschnitte aus dem Buch, die im Film nicht vorkamen. Man wird förmlich durch den Film "getragen". Ein weiterer Aspekt sind die, wie ich es nennen würde, "subtilen" CGI Shots. Im Gegensatz zu Star Wars, wo jeder Special Effekt bis zum geht nicht mehr ausgeschlachtet wird, merkt man in "Die Gefährten" den Großteil der Special Effects überhaupt nicht, denn man akzeptiert sie als Selbstverständlich. Das beste Beispiel sind die Hobbits: Nach einer Weile sieht man keinen CGI Shot mehr, der die Schauspieler der Hobbits kleiner als die normalen Menschen erscheinen lässt. Nein, man sieht einfach nur noch Hobbits, die einfach kleiner sind als andere Menschen und vergisst dabei dass es sich um einen Special Effect handelt. Dies lässt den Film sehr authentisch wirken, denn man könnte Denken der Film spielt in einer längst vergangenen Zeit auf unserer Erde. Angesichts dessen dass die Schlachten gigantischer und die Geschichten mystischer sind wird einem aber schnell wieder klar: Es geht um den Herrn der Ringe.

Schauspieler:
Als "Die Gefährten" gerade ins Kino hätte man denken können der Film hat quasi keine Starbesetzung: Ja, Christopher Lee, den kannte man. Elijah Wood hatte man hier und da auch schon mal gehört und Liv Tyler kannte man Hauptsächlich aufgrund ihres berühmten Nachnamens. Denn der Rest der Schauspieler kannte man quasi nicht. Heute kann man sich die Besetzung jedoch nur noch auf der Zunge zergehen lassen, denn inzwischen sind ein Großteil der Schauspieler aus Herr der Ringe extrem Populär und dass auch zurecht. Was würde ein Regisseur heutzutage wohl zahlen um Elijah Wood, Sean Astin, Viggo Mortensen, Sean Bean, Ian Holm, Ian McKellen, Christopher Lee, Liv Tyler, Cate Blanchett, John Ryhs-Davies, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Orlando Bloom und Hugo Weaving in einen Film zu bekommen?

Gesamt:
Ein Film, sie alle zu knechten...
Keine Worte. Anschauen und staunen.
Wertung: 94%
© UncleHo 2002

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