Memento

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Film Memento
Originaltitel Memento
Erscheinungsdatum 2000
Genre Thriller
Regie Christopher Nolan
Darsteller Guy Pearce, Carrie-Anne Moss
Laufzeit 109 Minuten
FSK ab 16

Story: 

Eine Leiche liegt am Boden, und Lennard sitzt daneben. Er hat ihn erschossen, aber warum wird er in einigen Minuten nicht mehr wissen. Doch anstatt, dass es jetz weiter geht, läuft alles rückwärts...Die Kugel verlässt den Körper der Leiche und fliegt zurück in den Lauf von Lennards Waffe. Bevor er ihn erschießt wird klar: Dieser Mann ist schuldig. Er heisst Teddy, und ist der Mörder von "Lennys" Frau. An dieser Stelle wäre jetzt in einem normalen Film der Abspann gekommen. In "Memento" dagegen läuft die Geschichte rückwärts und ist in einzelne Fragmente aufgeteilt, wie ein Puzzle: Man weiß, wie es am Ende aussehen wird, aber man weiß noch nicht, wie man dorthin gelangt, denn Lennard hat kein Kurzzeitgedächtnis mehr. Er hat Erinnerungen an alles in seinem Leben, bis zu der Erinnerung wie seine Frau stirbt, was auch gleichzeitig das einzige Gefühl darstellt das er empfindet, wenn er morgens aufwacht: Der Wunsch nach Rache. Auf diese Weise erfährt der Zuschauer, wie es letztendlich dazu kommt, dass Lennard den Weg vom Wunsch nach Rache bis zur Hinrichtung des Schuldigen schafft, nur eben in umgekehrter Reihenfolge.

Atmosphäre: 

Die Erzählweise des Film ist wie eine geniale Fahrt durch das verwirrte Innere von Lennard. Wie schon erwähnt kann er sich nichts merken, was sogar soweit geht, dass er bei einem Gespräch vergisst, wer sein Gegenüber ist. Aus diesem Grund schreibt er sich Wichtiges auf Zettel, und besonders wichtige Informationen lässt er sich eintätowieren, um sie nicht zu vergessen; so kann man förmlich fühlen, wie er von seinen Zetteln abhängig ist. Deshalb kann man sich auch perfekt in ihn hineinversetzen, denn Lennard weiß über seine eigenen Motive und Absichten genausowenig wie der Zuschauer, der nur weiß was folgen wird, und dadurch das die Geschichte rückwärts läuft, nicht was vorrausgegangen ist.

Schauspieler: 

Guy Pearce spielt die Rolle des vergesslich Verwirrten, aber dennoch ständig zielstrebigen Lennards exzellent. Man kann wirklich sehen, wie es ihn verzweifeln lässt, dass er nie wissen kann, wem er vertrauen kann oder wer ihn ausnützen will, und dass er seinen Notizen vertrauen schenken muss.

Fazit:

 "Memento" ist eine gelungene Irrfahrt durch den Verstand eines krankhaft vergesslichen Menschen. Langweilig wird es trotz der Tatsache, dass man weiß, wie die Geschichte ausgeht nie, was auch daran liegen könnte, dass man den Humor nicht vergessen hat, da Lennard durch seine Vergesslichkeit immer wieder in komische Situationen kommt.

Wertung: 86%

© UncleHo 2002