Mission: Impossible III

The Hunt Is On

 

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Film

Mission Impossible III

Originaltitel

M:i:III

Erscheinungsdatum

2006

Genre

Action-Thriller

Regie

J.J. Abrams

Darsteller

Tom Cruise, Ving Rhames, Laurence Fishburne

Laufzeit

126 min

FSK

Ab 12

 

   Story: IMF’s Top Agent Ethan Hunt hat sich aus dem „öffentlichen Dienst“ zurück gezogen und fungiert nun lediglich als Ausbilder für neue Agenten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Ethan hat die Frau seines Lebens gefunden und ist kurz davor zu heiraten – sein gefährlicher Job von früher ist da bei der Familienplanung eher ein Hindernis. Als er jedoch erfährt, dass eine seiner Schützlinge gefangen genommen wurde, lässt er sich doch dazu hinreisen, zumindest für diesen Einsatz seine Waffen zu schultern. Doch wie hätte es auch anders kommen sollen – der vermeintliche Einsatz war erst der Beginn eines viel größeren Katz und Maus Spiels, bei dem einige Leben aufs Spiel gesetzt werden...

 

Kommentar: „Mittendrin statt nur dabei“ war wohl das Motto des Regisseurs J.J. Abrams beim Entwurf des Films. Gleich zu Beginn fängt der Film mit einer brisanten Szene an: Ethan Hunt ist gefangen, ebenso wie seine Frau, auf die der Bösewicht seine Waffe gerichtet hat. Ein Schuss fällt und es wird dunkel. Kurz darauf beginnt eine Zündschnur zu brennen und das altbekannte Mission Impossible Theme ertönt. Nach dem Vorspann erfahren wir Schritt für Schritt, wie sich unser Held in diese brenzlige Lage gebracht hat. Die Handschrift des J.J. Abrams ist immer wieder deutlich zu erkennen – nicht nur diese besondere Art, einen Film zu beginnen erinnert stark an seine Agenten-Serie Alias, sondern immer wieder mal werden Assoziationen zu Alias hervorgerufen. Ein Schauspieler aus Alias hat außerdem eine Gastrolle. „Matrix“-Fans werden sich über den Auftritt von Laurence Fishburne freuen. Auf einen kleinen Insiderwitz sollten Fans besonders Acht geben: In einer Szene sagt Laurence Fishburne: „...ich liebe meinen Schlaf“ und in Matrix verkörpert er keinen geringeren als Morpheus, der in der griechischen Mythologie der Gott des Schlafes ist. Laurence Fishburne mimt in Mission Impossible III John Pressel, den undurchsichtigen Chef des IMF und es gelingt ihm wunderbar den Mann „mit dem dicken Fell“ darzustellen, bei dem man im Verlauf des Films nie so richtig weiß, wo man dran ist. Mit Ving Rhames ist ein alter Bekannter aus Teil 2 wieder mit an Board, der erneut Hunt’s Gehilfen Luther Strickel spielt, der über den Hunt’s Lebenswandel nicht gerade erfreut ist. Der Part des Oberschurken Owen Davian wird von Philip Seymour Hoffman bestens ausgefüllt, der den skrupellosen Bösen sehr überzeugend rüber bringt. Sein Gegenspieler Ethan Hunt, der Held des Films wird von Tom Cruise verkörpert. Seine schauspielerische Darbietung entspricht genau dem, was man von ihm gewohnt ist: Er spielt den Beschützer, der für das Leben seiner Geliebten alles aufs Spiel setzt und versucht immer wieder Emotion in seine Gestik hineinzupacken, was ihm ganz gut gelingt, aber längst nicht oscarreif ist. Leider wurde für die Filmmusik nicht wieder Hans Zimmer engagiert, der schon den zweiten Teil mit seiner wunderbaren Musik veredelte. In den actionreichen oder spannungsgeladenen Szenen ertönen konventionelle klassische Töne, wie man sie aus Actionfilmen und Thrillern gewohnt ist. Die Musikuntermalung schafft es jedoch nicht so richtig, die ruhigen Szenen zu tragen, Emotionen zu transportieren und verhält sich ein wenig zu passiv. Auf ein Gänsehautgefühl wie in Teil 2 wartet man vergebens und überhaupt sind diese Szenen im Gegensatz zum zweiten Teil die größte Schwäche des Films. Die größte Stärke des Films sind dagegen seine Actionszenen, die dem Vorgänger in nichts nachstehen und diesen sogar noch übertreffen. Neben der Action sticht vor allem aber auch die Spannung hervor, die immer wieder bis an die Grenze des Aushaltbaren getrieben wird und den Zuschauer im Kinositz ordentlich mitfiebern lässt. Auch die Story kann sich sehen lassen und hat die eine oder andere ungeahnte Überraschung zu bieten. Es gibt also genügend Gründe, schleunigst ins Kino zu gehen und sich sein eigenes Bild vom Film zu machen.

 

  © JCFK 2006