Es war einmal in Amerika

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| Film | Es war einmal in Amerika |
| Originaltitel | Once Upon a Time in America |
| Erscheinungsdatum | 1984 |
| Genre | Gangsterdrama |
| Regie | Sergio Leone |
| Darsteller | Robert de Niro, James Woods, Joe Pesci |
| Laufzeit | 226 Minuten |
| FSK | ab 18 |
Story:
Es herrscht Prohibition. In einer Zeit voll Gewalt und organisiertem Verbrechen leben die Straßenkinder Noodles, Max und einige Andere in New York. Das geht natürlich auch an ihnen nicht spurlos vorüber und auch sie versuchen ihren Weg durch illegale Geschäfte zu machen. Das geht solange gut bis Noodles wegen Mord verhaftet wird. Erst zehn Jahre später kann er dass Gefängnis wieder verlassen, stellt dann aber fest dass seine Kumpels nach wie vor im Geschäft sind und ihn wieder aufnehmen. Dies geht auch eine Weile gut, bis es zu einem finalen Überfall kommen soll, an dem die Freundschaft zwischen Max und Noodles zerbricht und sich ihre Wege trennen. Erst als beide alte Männer sind kommt es zu einer letzten Begegnung...
Musik & Ton:
Ennio Morricone war in "Es war einmal in Amerika" für die Musik zuständig. Na klingelt's? Wenn nicht sollte man sich noch einmal an "Spiel mir das Lied vom Tod" und das wohl jedem bekannte Mundharmonikastück erinnern. Schlussfolgerung: Der Mann versteht etwas von Filmmusik. Und man kann zweifellos sagen dass hier jeder Ton Opium für die Ohren ist. Jeder Charakter hat ein eigenes Theme bekommen und andere bekannte Stücke haben auch ihren Platz im Film gefunden. Was in "Spiel mir das Lied vom Tod" das Mundharmonikastück ist, ist in "Es war einmal in Amerika" dass (leider viel zu sparsam benutzte) Flötenspiel. Diese Melodie wird man nicht mehr so schnell vergessen - schlicht und einfach genial.
Atmosphäre:
Hier stimmt einfach alles. Das Zusammenspiel aus Musik, Schauspielkunst und der nahezu unglaublichen Atmosphäre kommt hier zusammen um ein Meisterwerk der Filmgeschichte zu krönen. Die Stimmung ist sehr facettenreich: Sie reicht von melancholisch über traurig bis hin zu überschwänglich fröhlicher Stimmung. Hinzu kommt eine (vielleicht im ersten Moment etwas verwirrend scheinende) unchronologische Erzählweise, die trotz der enormen Länge des Films (fast 4 Stunden) einen nicht im Regen stehen lässt und immer wieder Überraschungen bietet und nie Langeweile aufkommen lässt. Hier lässt sich auch wirklich von "Bildgewalt" sprechen. Die Darstellung von New York zur Zeit der Prohibition mag nicht der damaligen Realität entsprechen, ist dafür aber umso beeindruckender! Um noch einmal auf die Länge des Films zurückzukommen. Ich denke die Magie des Films liegt speziell in der Länge, denn erst dadurch dass für jede Szene wirklich genug Zeit ist und nicht "gehetzt" werden muss breitet sich das gewisse "Flair" des Films aus.
Schauspieler:
Sergio Leone hat sich nicht lumpen lassen. Er hat ein wirklich überragendes Stab für seinen Film ausgesucht, wobei Robert de Niro als Noodles und James Woods als Max besonders hervorzuheben sind. Wenn man sich die Besetzungen von Gangster & Mafiafilmen die nach "Es war einmal in Amerika" entstanden sind anschaut, wird man bemerken dass ein Großteil der Schauspieler dieses Films dort wieder in irgendeiner Form auftauchen - und dass nicht ohne Grund.
Fazit:
Es war einmal in Amerika sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Film reiht sich nicht unter, sondern mindestens neben oder für mich persönlich sogar über dem "Paten" ein. Wer denkt er habe mit "Der Pate" alles gesehen was ein Gangsterepos ausmacht, der sollte sich Es war einmal in Amerika anschauen (und alle Anderen natürlich auch). Uneingeschränkte Empfehlung!
Wertung: 92%
© UncleHo 2003