Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith
Lord Vader?
Yes, master
Rise!
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| Film | Die Rache der Sith |
| Originaltitel | Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith |
| Erscheinungsdatum | 2005 |
| Genre | Science-Fiction, Drama |
| Regie | George Lucas |
| Darsteller | Ewan McGregor, Hayden Christensen, Natalie Portman, Ian McDiarmid, Samuel L. Jackson, Christopher Lee |
| Laufzeit | 145 Minuten |
| FSK | ab 12 |
Story: Episode III beginnt dort, wo
Episode II endet ("Begonnen der Angriff der Klonkrieger hat") und endet dort wo
Episode IV - A new Hope beginnt.
Die Republik steht am Abgrund. Kanzler Palpatine, in Wirklichkeit Darth Sidious,
der böse Lord der Sith, will die Republik in sein persönliches galaktisches
Imperium verwandeln und die Jedi vernichten. Er macht sich die Ängste des Anakin
Skywalker zu nutze und führt ihn immer näher an die dunkle Seite der Macht.
Getrieben vom Wunsch den Tod zu überwinden und geblendet von Darth Sidious'
Versprechungen erliegt Anakin der Versuchung und ist von nun an Darth Vader.
Sein erster Auftrag: Die Vernichtung aller Jedi...
Musik: Als Star Wars Fan ist es schwer
bei der Musik objektiv zu bleiben. Wenn der berühmte gelbe Schriftzug erscheint
und einem von allen Seiten das Maintheme um die Ohren fliegt ist es
normalerweise um einen geschehen. Diesen Verdienst muss man wohl dennoch der
alten Trilogie zurechnen. Trotzdem braucht sich John William's Soundtrack zu
Episode III nicht zu verstecken. Gekonnt verbindet er Themen aus Episode I & II
mit subtilen Einspielungen von bekannten Klängen aus der Originaltrilogie und
neuen, beinahe ungewohnten, aber eindringlichen und mystischen Motiven. (Zum
Beispiel die beiden Stücke "Palpatine's Teachings" oder "Padme's Ruminations")
Atmosphäre: 6 Jahre hat es gedauert. Die Prequel Trilogie hat nicht zu
alter Stärke, aber zu eigener Stärke gefunden.
1999 war die Hoffnung groß, dass es mit Star Wars endlich weiter geht und man
endlich wieder in das Universum darf, dass George Lucas 1983 verlassen hat. Die
Enttäuschung war groß. Anakin Skywalker entpuppte sich als kleine, Jar Jar Binks
als große Nervensäge. Die Story hat nicht gefesselt, man hat weder um, noch mit
den Charakteren gebangt und die Spezialeffekte schienen in erster Linie zum
Selbstzweck da zu sein.
2002 kam dann langsam die Einsicht, dass es keinen Ausflug mehr in die Welt von
Luke Skywalker und Han Solo geben wird. Dafür fing man an, das "neue" Universum
zu akzeptieren und George Lucas fing im Gegenzug an unnötigen Balast abzuwerfen. Die
Aufmachung war nicht mehr so kindisch wie Episode I, Hayden Christensen als
Anakin Skywalker wirkte zwar hölzern, aber glaubwürdiger als ein Kind. Auch war
die Story spannender und Anspielungen auf die alte Trilogie eine nette Zugabe.
Die Klontruppen waren beeindruckend und Yoda als Kung-Fu Gummibär genial. Am
Ende blieben aber leider trotzdem noch George Lucas' selbstgeschriebene
Dialoge, die sich vor allem in der Lovestory zwischen Anakin und Padme als
Rohkrepierer erwiesen. Auch stand noch einiges an Entwicklung aus, Anakin war
noch meilenweit von Darth Vader entfernt, die Situation in der Republik noch
einigermaßen stabil. Damit wurde Episode III eine große Bürde auferlegt. Kann
sie diese tragen?
2005
"The boy you trained, gone he is,
consumed by Darth Vader"
Der letzte Ausflug in das Star Wars Universum kommt brachial daher. Das Tempo
ist hoch, der Grundton düster, und der Fall der Jedi & der Republik wird
konsequent durchgezogen. Überraschenderweise birgt Episode III eine ganz eigene
Atmosphäre. Am Anfang fühlt man sich zwar noch wie in Episode II und am Ende
kommt schon das Gefühl der "neuen Hoffnung" auf, zwischenzeitlich entwickelt der
Film aber eine eigene Dynamik. George Lucas hat gute Arbeit geleistet. Vieles
muss passieren um die neue mit der alten Trilogie zu verbinden. Der direkte
Anschluss ist zwar etwas holprig geraten, der Sturz der Republik und der Jedi
bietet jedoch Highlights am laufenden Band. Um nur einige zu nennen:
Darth Sidious offenbart sich & Order 66
Yoda kämpft gegen den Imperator im Senat
Obi Wan stellt sich Anakin
Darth Vader's erster Atemzug & seine "Auferstehung"
Die Geburt von Luke und Leia
Padmes Tod & Beerdigung
An Humor fehlt es auch nicht, vor allem in der ersten Hälfte wird der
Film dadurch aufgelockert und bietet einen weiteren Kontrast zum düsteren Ende.
Besonders zu gefallen weiß R2D2, der sich immer wieder Respekt gegenüber seinen
Artgenossen verschaffen muss (Kampfdruide zu R2: "Ich glaub du spinnst wohl!")
Optisch ist Episode III dank ILM
auf höchstem Niveau. Coruscant wirkt beeindruckend wie je her. Die exotischen
Planeten wie z.B. der Planet der Wookies (Kashyyk) bieten eine nette Abwechslung
für die Augen (Auch wenn die Schlacht auf Kashyyk meiner Meinung nach etwas
überflüssig bzw. undurchsichtig ist) und der finale Kampf wirkt durch die
Lavalandschaft auf Mustafa noch dramatischer.
Bei den digitalen Charakteren beeindrucken vorallem Yoda und General Grevious.
Ersterer wirkt noch einen Tick ausgefeilter als im Vorgänger und General
Grevious ist technisch gesehen auch faszinierend, wobei er ansich aber eher eine
unpassende Mischung aus einer Taube, einem Freak und einem Kettenraucher ist.
Wo die gute Seite ist, da ist
leider auch die dunkle Seite der Macht.
Die Dialoge sind auch hier zum Teil absolut unerträglich: Das Gesülze zwischen
Anakin und Padme ist nervtötend. Einige Roboter haben völlig unpassende Stimmen
und verhalten sich seltsam ("Wasn' dass?).
Die erste Stunde des Films ist etwas schleppend geraten, die Raumschlacht am
Anfang ist zwar optisch top, sie fesselt einen aber nicht sofort, man braucht
eine Weile um in die Geschichte zu finden.
Ein weiterer Schwachpunkt ist General Grevious, dieser wirkt sehr künstlich in
die Story gequetscht. Man weiss nicht woher er kommt, was er eigentlich will und
letztendlich ist es einem egal was mit ihm passiert. Ich meine man hätte hier
auf Count Dooku setzten können, auch wenn man einen spektakulären
Lichtschwertkampf weniger hätte. Ich denke man hätte mit Count Dooku einen Gegner
gehabt, zu dem die Leute seit Episode II schon einen Bezug haben und der durch
Christopher Lee sehr gut verkörpert wird. Dies hätte auch geholfen die
Personenvielfalt etwas einzuschränken, was für mich ein Kritikpunkt für die neue
Trilogie im Allgemeinen ist. In der Originaltrilogie hatte man eine
übersichtliche Auswahl an Charakteren, in den Prequels liefen aber oft so viele
Nebengeschichten und es gab so viele Charaktere, dass man sich einfach nicht um
jeden Sorgen machen kann.
Vielleicht ist das jetzt etwas zu subjektiv, aber für mich steigerte sich
Episode III auch dadurch, dass so viele Personen starben. Zum Einen erhöht dies
natürlich die Dramatik, zum Anderen kann man sich zum Schluss wieder auf einen
kleinen Kreis an Personen fokussieren.
Schauspieler:
Hayden Christensen passt sehr gut in Episode III. Nicht etwa weil er in der
Zwischenzeit zu einem guten Schauspieler geworden wäre, sondern weil er das
erfüllen kann, was hier benötigt wird: Böse dreinschauen und wortkarg agieren.
Das klingt hart, ist in diesem Fall aber wirklich nicht negativ weil dies,
nachdem er zum Schüler des Sidious wird, überzeugend wirkt. Einige Schwächen
offenbaren sich hier dennoch vorallem vor seinem "Fall" in den ruhigen Szenen,
wo zusammen mit Natalie Portman klar wird, dass sich "schlecht" und "schlecht"
nicht zu "gut" multiplizieren.
Anders sieht es aber vorallem bei Ewan McGregor und Ian McDiarmid aus. Obi Wan
kommt in der Prequel Trilogie dank McGregor als sympathischster Charakter weg,
auch wenn zumindest in Episode I & II wahrscheinlich Anakin als der "Held"
gedacht war.
Als zweites Highlight wäre da auch noch Ian McDiarmid als Kanzler Palpatine /
Darth Sidious. Er spielt wunderbar diabolisch und man nimmt ihm ab, dass er das
hinterhältige Mastermind hinter der Fassade des hochdiplomatischen Kanzlers ist.
(Interessant sind hierbei auch Sidious' Erklärungen zu den Jedi & Sith. Im
Gegensatz zu der ganz klaren schwarz/weiß Strukturierung der alten Filme, lässt
dies auch den Ansatz zu, die Jedi & Sith als zwei Gruppen mit Gemeinsamkeiten
(aber natürlich auch mit Unterschieden) zu sehen, deren Einteilung in gut &
böse
nicht so eindeutig ist.
Fazit: George Lucas hat wieder zur guten Seite der Macht zurück gefunden. Zwar wage ich zu behaupten, dass die Prequel Trilogie auch mit Episode III niemals den Kultstatus der Originaltrilogie erreichen wird, trotzdem ist "Die Rache der Sith" ein verdammt guter Film und ein akzeptables Verbindungsstück von II zu IV.
| Story | Atmosphäre | Action | Spannung | Humor | Gesamt |
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89% |
©
UncleHo 2005
21.05.2005