Wir waren Helden

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| Film | Wir waren Helden |
| Originaltitel | We Were Soldiers |
| Erscheinungsdatum | 2002 |
| Genre | Kriegsdrama |
| Regie | Randall Wallace |
| Darsteller | Mel Gibson |
| Laufzeit | 138 Minuten |
| FSK | ab 16(geschnitten) |
Hurra, Hurra, der Patriotismus ist wieder da... Eins im Vorraus: Wer Sprüche wie "Ich sterbe für mein Land" und dass schon fast exhibitionistische Aushängen der Amerikanischen Flagge nicht ertragen kann, kann sich möglicherweise nicht richtig mit dem Film anfreunden.
Story:
Nachdem die Franzosen im "Tal des Todes" in Vietnam Jahre zuvor schon ein Desaster erlebt haben, versuchen sich nun die Amerikaner im Krieg gegen die Vietnamesen zu behaupten. Unter Leitung von Lt. Colonel Hal Moore (Mel Gibson) werden 400 junge und unerfahrene Soldaten in den Krieg geschickt...Und es kommt wie es kommen musste...Das komplette Platoon wird von den Vietnamesen eingekesselt und immer weiter dezimiert, bis schließlich aus dem großen Vorhaben der Soldaten der reine Kampf ums überleben wird.
Musik&Ton:
Der komplette Sound ist eine Wucht, wenn nicht sogar DIE neue Referenz in DolbyDigital 5.1 Es knallt und scheppert von allen Seiten, Hubschrauber fliegen mit einer Wucht durchs Bild dass man schon fast den Wunsch verspürt hinter dem Sofa in Deckung zu gehen und wenn die Amerikanische Artillerie zum Einsatz kommt, sollte man besser VORHER den Nachbarn bescheid geben. Auch nicht zu verachten ist die musikalische Untermalung, die zum Einen aus einem schwungvollem Militärmarsch besteht und zum anderen den besonders eindrucksvollen John Woo Stil, wenn Zeitlupenaufnahmen mit klassischen Tönen unterlegt werden.
Schauspieler:
Wir waren Helden ist ein Meeting bekannter Gesichter mit einem Superstar (Mel Gibson) darunter, der dann folglicherweise auch den Mainpart übernimmt, und dass auch zurecht! Der charakterstarke, besorgte aber entschlossene Colonel Hal Moore liegt Gibson ziemlich gut. Der heroische Teil bleibt zum Glück dabei meistens im Hintergrund, da er und seine Soldaten "eine Einheit" sind, was sehr gut zum Film passt, da ein John Rambo hier einfach nicht reinpassen würde.
Atmosphäre:
Selten wurde der Krieg in einem Film so Intensiv dargestellt. Was "Ein Soldat names James Ryan" mit dem Angriff auf Omaha Beach zeigte, zieht sich hier fast durch den ganzen Film, nämlich eine fast unglaubliche Atmosphäre. Man merkt förmlich die Verzweiflung der Soldaten und ihre Hilflosigkeit mit der sie der Situation entgegentreten, immer mit dem Hintergedanken, dass sie jederzeit erschossen werden könnten. Insgesamt erlebt man hier 138 Minuten lange dass "Mittendrin statt nur dabei"-Feeling.
Fazit:
Der König ist tot, es lebe der König! Wir waren Helden katapultiert sich auf den breitgefächerten Thron der (Anti)kriegsfilme. Obwohl die Konkurenz groß ist und der nächste Film dieses Genres (Windtalkers) schon in den Startlöchern steht, ist zur Zeit der erste Begriff der mir zum Thema "Geniale Kriegsfilme" einfällt We Were Soldiers!
Hinweise zu den verschiedenen Fassungen:
Dieses Review bezieht sich auf die Amerikanische Version von "We were Soldiers" die identisch mit der UNGEKÜRZTEN Deutschen Version ist, die aber NUR in der Schweiz zu sehen ist. Wer sich aber in Deutschland "Wir waren Helden" im Kino anschaut bekommt eine um circa 13 Minuten gekürzte Fassung zu Sehen, die sowohl Dialogschnitte als auch entschärfte Gewaltsszenen enthält.
Wertung: 92%
© UncleHo 2002