Der Staatsfeind Nr.1

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| Film | Der Staatsfeind Nr.1 |
| Originaltitel | Enemy Of The State |
| Erscheinungsdatum | 1998 |
| Genre | Action-Thriller |
| Regie | Tony Scott |
| Producer | Jerry Bruckheimer |
| Darsteller | Will Smith, Jon Voight, Gene Hackman |
| Laufzeit | 125 min |
| FSK | ab 16 |
Story: Ein neues Gesetz soll eingeführt werden, das der Nation Security Agency ermöglicht, jede verdächtige Person mit allen erdenklichen Mitteln zu überwachen und die Überwachung des Telefons ist da nur ein kleiner Teil. Dieses Gesetz soll der nationalen Sicherheit dienen und das Land vor Terroristen schützen. All das nimmt Anwalt Robert Dean überhaupt nicht ernst, bis er plötzlich selber davon betroffen ist. Als er gerade ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau kaufen will, begegnet ihm ein Freund, der ihm ohne Dean's Wissen ein Video unterschiebt, dessen Inhalt für ein hohes Tier beim NSA das Karriere-Aus bedeuten könnte, wenn es an die Öffentlichkeit gelangt. Genau das will die NSA verhindern. Eine gnadenlose Hetzjagd auf Mr. Dean beginnt; er wird zum Staatsfeind Nr.1...
Musik & Ton: Überwiegend brissante, nervenaufreibende Musik mit treibenden Klängen ist währrend den vielzähligen, rasant gedrehten Verfolgungsszenen zu hören. An einigen Szenen setzt aber auch ruhige Musik ein. Man könnte fast meinen, ein gewisser "Zimmer" hatte seine Hände im Spiel, aber dem ist nicht so. Trevor Rabin und Harry Gregson- Williams haben für diese geniale musikalische Untermalung die passenden Noten entworfen.
Atmosphäre: Atmosphäre ist beängstigend bis bedrückend und zudem beklemmend real. Gerade nach dem 11.September ist das Thema Datenschutzgesetz wieder ganz aktuell, und man weiß nicht, wie sich die Zukunft entwickeln wird; ob der "gläserne Mensch" über den man alle Daten und den Lebenslauf ohne Weiteres herausfinden kann bald keine Fiktion der Filmemacher mehr ist.
Schauspieler: Alienbekämpfer Will Smith agiert hier endlich mal in einer anderen Rolle, und zwar in der des gejagten Robert Dean. Dessen Verzweiflung und Hilflosigkeit bringt er sehr gekonnt dem Zuschauer näher, und etabliert sich damit der oberen Schauspielerriege Hollywoods. Gene Hackman verkörpert den Ex-NSA Agenten Brill, der Dean am Ende tatkräftig zur Seite steht auch recht gut. Dagegen macht Jon Voight seine Sache als Thomas Brian Reynolds, dem "Bösewicht" des Films sozusagen in gewohnter Klasse.
Fazit: Zum Einen fallen die guten Schauspieler und die interessante Story positiv ins Gewicht; zum Andern ist da aber auch die gute Musikuntermalung und vor allem die schnell geschnittenen Szenen und die weitläufigen Kameraschwenks, die dem Film eine gewisse Coolness verleihen. Insgesamt ein erfrischend anders inszenierter Action-Thriller, der fast gänzlich auf imposante Knalleffekte verzichtet, aber trotzdem nicht die geringste Spur von Langeweile aufkommen lässt.
Wertung: Story: 88% ; Action: 90% ; Spannung: 92% ; Schauspieler: 93% ; Atmosphäre: 90% ; Sound: 95%
gesamt: 91%
© JCFK 2002
