S.W.A.T. - Die Spezialeinheit

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Film

S.W.A.T. – Die Spezialeinheit

Originaltitel

S.W.A.T.

Erscheinungsdatum

2003

Genre

Action

Regie

Clark Johnson

Darsteller

Samuel L. Jackson, Colin Farrell, Michelle Rodriguez, LL Cool J

Laufzeit

117 min

FSK

Ab 16

 

   Story: Da Jim Street und Brian Gamble, zwei Polizisten des Los Angeles „Special Weapon And Tactics“ – Teams (kurz: S.W.A.T.) sich bei einer Geiselnahme nicht an die Anweisungen ihrer Vorgesetzten halten und das Leben einer Geisel aufs Spiel setzen, werden sie nach dem Einsatz von Captain Fuller vom Dienst suspendiert. Street erhält jedoch noch einen Job in der Waffenkammer  und durchaus noch eine Chance auf eine bessere Stelle, was seinem ehemaligen Partner natürlich ein Dorn im Auge ist. Sechs Monate später taucht der alte S.W.A.T.-Squad-Leader Harrison auf, der auf Geheiß seines Vorgesetzen ein neues S.W.A..T.-Team zusammen stellen soll. Um Captain Fuller eins auszuwischen, nimmt er Jim Street in sein Team auf und noch einige weitere Kandidaten, unter anderem eine gewisse Chris Sanchez, die sich schön öfters beworben hatte. Nachdem Harrisons Team einem intensiven und anstrengenden Spezialtraining unterzogen wurde, wartet auch schon ihr erster Auftrag: Ein französischer Drogenbaron namens Alex Montel wurde von der Polizei verhaftet und bot öffentlich im Fernsehen demjenigen 100 Millionen Dollar, der ihn befreit. Dass darauf nahezu jede Verbrecherbande anspringt dürfte klar sein, aber dann geht ebenfalls ein S.W.A.T.-Mitglied auf das verlockende Angebot ein. Als plötzlich zu allem Überfluss auch noch Jim Streets verbitterter Ex-Kollege Brian Gamble auf Seiten des Drogenbarons mitmischt, ist das Chaos perfekt…

 

   Kommentar: Die größte Schwachstelle des Films ist ganz klar die dünne Story, die kaum eine Abwechslung zulässt und relativ vorhersehbar wirkt. Der Film beginnt ziemlich rasant und actiongeladen mitten in einem Einsatz der S.W.A.T.-Truppe, doch dann geht es erstmal ruhiger zu. Vor allem auch das Training des neuen Teams wirkt künstlich in die Länge gezogen, als ob man den Film mit Biegen und Brechen auf zwei Stunden bringen wollte. In der zweiten Hälfte gibt es aber dann ordentlich Action zu sehen, wobei die einzelnen Szenen stellenweise manchmal ein wenig zu kurz geraten sind, aber dennoch gelungen. Auch wurde hier – wie schon bei Bad Boys 2 – weitgehend auf Spezialeffekte und Slow-Motion zu Gunsten von „handgemachter“ Action verzichtet, was in Zeiten von Matrix und Co. ehrlich gesagt mal wieder erfrischend altmodisch ist und an die guten alten 80er Jahre Actionfilme erinnert. Als Musikuntermalung wurden – insbesondere in den Actionszenen - hauptsächlich rockige Klänge gewählt, was sehr gut zu den einzelnen Szenen passt und stimmig zur Handlung ist. In der Mitte des Films ertönt auch für kurze Zeit einmal ein Lied der bekannten Rock-Gruppe „Linkin Park“.Daneben kann der Film noch mit einer relativ bekannten Schauspielerriege auffahren, die mit wenigen Ausnahmen ziemlich souverän agiert. Da wäre zum einen Kassenmagnet Samuel L. Jackson, der schon in zahlreichen Filmen sein Können unter Beweis stellen konnte und auch in S.W.A.T. als ausgefuchster und erfahrener Team-Führer Harrison auf ganzer Ebene überzeugen kann. Weiter geht es mit Hollywoods aufstrebendem und talentierten Jung-Star Collin Farrel, der mit Jim Street praktisch eine der Hauptrollen verkörpert und ebenfalls eine gute Figur macht, wobei man zugeben muss, dass er beispielsweise in „Daredevil“ oder „Nicht auflegen“ ein wenig mehr glänzen konnte und in S.W.A.T. dagegen fast manchmal ein wenig in den Hintergrund gerät. Dann wäre da noch Michelle Rodriguez, die ihre Rolle als Chris Sanchez mal wieder gewohnt lässig und cool spielt und einen verbissenen, zynischen Charakterzug mit hineinbringt. Letztendlich ist sie es doch, die die besten Zitate für den Film liefert: So meint sie beispielsweise nach einer heftigeren Schießerei: „Erinnert mich dran, dass ich noch Kevlar Aktien kaufen wollte!“ oder auf Harrisons Frage, ob sie noch Interesse an S.W.A.T. hätte, antwortet sie trocken: „Nein, ich find’s einfach nur geil, mich ständig zu bewerben“. Der bekannte Rapper LL Cool J, der schon in „Deep Blue Sea“ und „Rollerball“ mit von der Partie war, wirkt dagegen eher ein wenig farblos und eintönig in seiner Rolle als stereotypes Mitglied der Truppe und lockt keinen Zuschauer aus der Reserve. Vor allem aber Olivier Martinez, der den Drogenbaron Montel mimt, enttäuscht ein wenig, da er für einen Schwerverbrecher in manchen Belangen etwas unglaubwürdig wirkt.

Unterm Strich bleibt uns also ein Film, der durchaus als gelungener Actionreißer bezeichnet werden kann, jedoch im überragenden Action-Blockbuster-Jahr 2003 nicht übermäßig hervorsticht und keinerlei Akzente setzen kann, da er auch seine Schwächen aufzuweisen hat, die vor allem in einzelnen Details und der schwachen Story liegen. Trotzdem ist der Film für alle Actionfans einen Gang ins Kino allemal wert!

 

  © JCFK 2006