
"Where will you be?"
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Film |
The Day After Tomorrow |
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Originaltitel |
The Day After Tomorrow |
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Erscheinungsdatum |
2004 |
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Genre |
Katastrophen-Thriller |
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Regie |
Roland Emmerich |
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Darsteller |
Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal, Emmy Rossum, Dash Mihok |
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Laufzeit |
111 min |
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FSK |
Ab 12 |
Story: Nach „Independence Day“ und „Godzilla“ enterte im Frühling 2004 mit „The Day After Tomorrow“ die nächste Zerstörungsorgie des schwäbischen Hollywood-Regisseurs Roland Emmerich weltweit die Kinos.Dieses Mal sind es keine Außerirdischen oder andere Ungeheuer, die die Menschheit bedrohen – es sind die Menschen selbst. Der Film ist erschreckend realitätsnah und befasst sich mit dem Thema, das immer wieder in den Medien kursiert und uns früher oder später noch betreffen wird, wenn sich an unseren Verhaltensweisen nichts ändert: Wissenschafter Jack Hall sagt voraus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre in Folge der globalen Erderwärmung, welche unter anderem durch die Kohlenstoffdioxid-Emissionen bedingt ist, die Polkappen schmelzen. Aufgrund der übergroßen Menge an Wasser kommt es zu einer kompletten Veränderung der Meeresströmungen, was schließlich zu einem kompletten Klimawechsel führen wird. Eine neue Eiszeit wird einbrechen, wenn die Menschen nicht bewusster mit ihrer Umwelt umgehen. Die Amerikanische Regierung und insbesondere der Präsident sehen das natürlich nicht ein und halten derartige Maßnahmen, wie beispielsweise die Unterzeichnung des Kyoto-Abkommens für unnötig. Die Folgen sind verheerend und in einem Punkt hatte sich Jack Hall geirrt: Der prophezeite Klimawechsel findet nicht in 100 Jahren statt – er hat gerade begonnen…
Kommentar: The Day After Tomorrow“ wirkt zwar auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Blockbuster – leichtes „Popcorn-Kino“ eben, doch bei genauerer Betrachtung muss man tatsächlich eingestehen, dass mehr dahinter steckt. Selten regt ein Film so sehr zum Nachdenken an, man kann ihn nicht einfach abhaken. Einiges mag übertrieben sein, aber von der Grundidee ist der Streifen sehr realistisch. Wer genau aufpasst, kann schon den einen oder anderen Seitenhieb, beziehungsweise die grundsätzliche Kritik Emmerichs an der amerikanischen Umweltpolitik erkennen. Gleich zu Beginn die Versammlung zum Thema Kyoto-Abkommen, in der der (Vice-)Präsident der Vereinigten Staaten mehr auf die Wirtschaft fokussiert ist und Engangement im Umweltschutz aus finanziellen Gründen ablehnt kommt einem doch irgendwie sehr bekannt vor…Besonders positiv fiel auf, dass Emmerich zum ersten Mal den Patriotismus vollkommen vor der Tür ließ und lediglich einmal kurz die US-Flagge zeigt, wie sie in der Eiseskälte eingefroren wurde. Von der technischen Seite her kann „Day After Tomorrow“ auch überzeugen. Die Special Effects sind gigantisch: Wenn die Wirbelstürme und Tornados Los Angeles verwüsten, meint man, das Kino würde gleich einstürzen und wenn die faustgroßen Hagelkörner auf die Autos krachen neigt man fast dazu, den Kopf einzuziehen. Die Musikuntermalung war dagegen eher mittelmäßig und bleibt nicht besonders im Gedächtnis hängen. Vor allem ein Main-Theme, das sich wie ein roter Faden durch den Film zieht, ist nicht vorhanden. Allerdings war die Musik dann doch an einigen Stellen recht passend und am Schluss ganz stimmig. Von den Schauspielern gab es niemanden, der besonders herausragte und eigentlich auch niemanden, der negativ auffiel. Insgesamt eine ordentliche Darbietung der einzelnen Charaktere. Unterm Strich ist Roland Emmerich mit „The Day After Tomorrow“ zwar kein Meisterwerk wie „Independence Day“, aber trotzdem ein wirklich guter Film gelungen, der die Leute wachrütteln und zum Umdenken bewegen soll. Man kann nur hoffen, dass entscheidende Leute in der US-Regierung auch mal in den Genuss des Streifens kommen!
© JCFK 2006