Der Herr der Ringe - Die Zwei Türme

"Where is the horse and the rider?
Where is the horn that was blowing?
They have passed like rain on the mountains, like wind in the meadow."

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Film Herr der Ringe - Die Zwei Türme
Originaltitel The Lord of the Rings - The Two Towers
Erscheinungsdatum 2002
Genre Abenteuer, Action, Drama, Epos
Regie Peter Jackson
Darsteller Ian McKellen, Viggo Mortensen, Elijah Wood, Sean Astin, Andy Serkis, John Ryhs-Davis, Orlando Bloom, Bernard Hill, Miranda Otto, Christopher Lee, Brad Dourif, Dominic Monaghan, Billy Boyd, Hugo Weaving, Cate Blanchett, Liv Tyler
Laufzeit 172 / 214 Minuten
FSK ab 12

Story:

Die Gemeinschaft des Ringes ist zerbrochen und die Hoffnung schwindet. Die Reise der Gefährten teilt sich nun auf. Während Frodo und Sam auf das Geschöpf Gollum treffen, dass sie zum Schicksalsberg führen soll verfolgen Aragorn, Gimli und Legolas die Spuren der Uruk-Hai, die die beiden Hobbits Merry und Pippin in ihrer Gewalt haben. Diese schaffen es zu fliehen und treffen im Wald Fangorn auf den Ent Baumbart, der sie zu einer unerwarteten Begegnung mit dem zurückgesandten Gandalf bringt. Auch Aragorn, Gimli und Legolas treffen auf den Spuren der Hobbits auf Gandalf, mit dem sie durch Rohan nach Edoras reiten um König Theoden vom Einfluss Grima Schlangenzunges zu befreien, der als Untertan Sarumans arbeitet. Währenddessen steht Sarumans Orkarmee kurz vor dem Auszug aus Isengart. König Theoden beschließt als letzte Maßnahme den Rückzug nach Helms Klamm, einer Festung die nie zuvor eingenommen werden konnte, wo es zur bis dato größten Schlacht der Filmgeschichte kommt.

Musik & Ton:

Howard Shore's Soundtrack ist eine Offenbarung und kann das hohe Niveau aus "Die Gefährten" mühelos aufrechterhalten und stellenweise sogar übertrumpfen. Wobei der Stil des Soundtracks in eine andere Richtung geht und sich gemäß der Story weiterentwickelt. Der Soundtrack ist düsterer, melancholischer, heroischer und verleiht einigen Szenen ein beinahe biblisches Ausmaß.

Weiterhin schmückt den Film eine unglaubliche Dynamik und Wucht. Allein der Kampf Gandalfs gegen den Balrog am Anfang des Films drückt einen in den Sitz und mit der Schlacht um Helms Klamm und den Angriff der Ents auf Isengart erwartet einen der akustische Overkill. Dazu stehen als Kontrast die ruhigen, "magischen" Szenen, die hauptsächlich durch die die Musik getragen werden. Insgesamt eine überragende Mischung.

Atmosphäre:

Wo im Gegensatz zu "Die Gefährten" noch alles bunt, fantastisch und hell aussah, ist in "Die Zwei Türme" ein düsterer, bleicher, sehr realer Look gewichen. (Was aber für mich einen Kritikpunkt darstellt. Diese Änderung macht zwar durchaus Sinn, denn die alte Farbgebung würde einfach nicht zur eher apokalyptischen Stimmung des zweiten Teils passen, aber es wirkt einfach alles zu ausgewaschen und dadurch geht ein kleiner Teil der "Magie", wie sie es im ersten Teil gab verloren.) Nichtsdestotrotz ist die Atmosphäre des Films nicht von dieser Welt. Peter Jackson hat es wieder geschafft Millionen in den Bann eines absolut authentischen Mittelerdes zu versetzen. Dabei geht der zweite Teil klar seinen vorausbestimmten Weg. Alles läuft auf eine endgültige Entscheidung in "Die Rückkehr des Königs" hinaus. Die Stimmung wird kontinuierlich düsterer und der Film wird spannender.

Schauspieler:

Kaum zu Glauben, aber der Schauspieler der allen die Show stielt ist im Film überhaupt nicht zu sehen. Ein Paradoxon? Nein, ein Wunder der  Technik. Es handelt sich um das Geschöpf Gollum, verkörpert von Andy Serkis und zum Leben erweckt von der Special Effects Firma "Weta Digital". Bisher hatten digitale Charaktere in Filmen immer einen Nachteil. Sie sahen zwar nett aus, aber nicht realistisch. Dazu kommt dass man es für unmöglich gehalten hatte die Seele eines digitalen Charakters in einem Film rüberzubringen. Das war bis dato richtig, doch mit Gollum ist diese Aussage überholt, denn er ist in allen Belangen einem echten Schauspieler ebenbürtig. Seine Augen haben einen Ausdruck, seine Mimik ist realistisch und er ist perfekt in das Bild eingearbeitet und wirkt nicht "eingepflanzt". Weta Digital hat mit Gollum Filmgeschichte geschrieben. Und trotzdem darf man Andy Serkis nicht vergessen. Man muss sich nur ein Bild von ihm und eines von Gollum anschauen, dann wird einem bewusst wieviel Andy Serkis in Gollum steckt, nämlich weitaus mehr als nur seine Stimme...

Bei den anderen Schauspielern sind es wieder Ian McKellen als Gandalf und Christopher Lee als Saruman die trotz ihres im Vergleich zum ersten Teils kurzen Auftritts den größten Eindruck hinterlassen. Ian McKellen IST einfach Gandalf und wird wohl durch diese Rolle unsterblich werden.

Interessant ist auch die Entwicklung von Elijah Wood und Sean Astin. Man merkt wie Gollum einen Keil zwischen die Freundschaft von Frodo und Sam treibt und auch der Einfluss des Rings auf Frodo wird immer sichtbarer. Kaum zu Glauben dass dies erst der Anfang dieser Entwicklung ist, denn in der Rückkehr des Königs wird diese Entwicklung noch extremer.

Abschließend lässt sich noch sagen dass auch alle neuen Schauspieler das bisherige Niveau aufrecht erhalten können, allen voran Bernard Hill (der vielen als Kapitän der Titanic bekannt sein sollte) der König Theoden spielt.

Fazit:

Ein weiterer Film sie alle zu finden, ins Kino zu treiben und ewig zu binden.
Die Zwei Türme hat als Mittelteil keinen richtigen Anfang und kein richtiges Ende und trotzdem wirkt der Film insgesamt runder als das meiste was in Hollywood produziert wird. In Aussicht darauf dass die Bildgewalt der "Zwei Türme" durch die Rückkehr der Königs noch übertrumpft werden kann wünsche ich noch ein fröhliches warten auf den Abschluss einer der größten Trilogien der Filmgeschichte.

Hinweis:

Dieses Review bezieht sich auf die etwa 42 Minuten längere Special Extendet Edition.


Story Atmosphäre Action Spannung Humor Gesamt
94%

 

© UncleHo 2003