Vernetzt - Johnny Mnemonic

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| Film | Vernetzt |
| Originaltitel | Johnny Mnemonic |
| Erscheinungsdatum | 1995 |
| Genre | SF-Thriller |
| Regie | Robert Longo |
| Darsteller | Keanu Reeves, Diana Meyer, Dolph Lundgren |
| Laufzeit | 93 min |
| FSK | ab 16 |
Story: Wir befinden uns im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Nichts ist mehr so, wie es vor einiger Zeit einmal war: Die Welt ist nun "technologisiert"; Datennetze umspannen die Kontinente, es gibt nur noch wenige, aber dafür umso größere Konzerne und die Gesellschaft ist komplett verwahrlost. In dieser Zeit gibt es auch sogenannte "Daten-Kuriere", die mit Hilfe eines, im Gehirn implantierten Chips eine riesiege Menge von Daten aufnehmen können, um sie dann für ihre Auftraggeber um die ganze Welt zu transportieren. Für diese Fähigkeiten mussten sie teuer bezahlen: Ihre kompletten Erinnerungen aus ihrer Kindheit wurden gelöscht, um diese immense Speicherkapazität ermöglichen zu können. Einer von diesen "Kurieren" ist Jonny Mnemonic. Bei seinem letzten Auftrag, der ihm die Zurückgewinnung seiner eigenen Identität ermöglichen soll, passiert ein schlimmer Fehler. Er "überläd" sein Gehirn, denn anstatt seines maximalen Fassungsvermögens von 160 GB, läd er sich das Doppelte drauf. Dies hat fatale Folgen: Wenn in den nächsten 48 Stunden niemand seine Daten runterläd explodiert sein Kopf. Ganz nebenbei ist auch noch die Verbrecherbande Yakuza hinter ihm, bzw. seinen Daten her. Eine schweißtreibende Hetzjagd um Leben und Tod beginnt...
Musik & Ton: Futuristische Klänge bringen die Science Fiction Atmosphäre perfekt zur Geltung und während Schießereien oder Verfolgungen in den dunkeln Gassen New Arks sorgen stampfende Bässe für das nötige "Hetz-Gefühl"
Atmosphäre: Alles wirkt ein bisschen düster, heruntergekommen und verwahrlost, Ähnlichkeiten zu Matrix sind durchaus erkennbar; wahrscheinlich haben sich die Wachowski Brüder von Vernetzt inspirieren lassen, und damit nichts schiefgehen kann, auch gleich noch Keanu Reeves verplichtet - wer weiß...
Schauspieler: Keanu Reeves war eine gute Wahl für die Hauptrolle des Johnny Mnemonic, denn er verkörpert den Daten-Kurier mit großer Klasse, und beweist hier, was in seinen Anfangszeiten als Schauspieler schon so alles in ihm steckt. Was auffällt: Johnny Mnemonic sieht "Neo" aus Matrix verblüffend ähnlich; nicht nur der Anzug, sondern auch die Frisur, sind so gut wie identisch! Neben Reeves kann noch die eher unbekannte Schauspielerin Diana Meyer überzeugen, die Johnny als künstlich verbesserte Kämpferin, namens Jane in seiner glimpflichen Lage unterstützend zur Seite steht.
Fazit: Eine recht interessante Story, einen wirklich guten Hauptdarsteller, passender Sound und nett anzusehende Specialeffects - wobei der Film durchaus nicht überladen davon ist - machen Vernetzt zu einem guten Film, der den Einstieg in die Topklasse knapp verpasst. Von der Art her ist er fast einmalig, aber wer hier etwas in der Klasse von Matrix erwartet, sollte seine Erwartungen etwas herunterschrauben!
P.S.: Manche "Zukunftsideen" sind wirklich gut gelungen; z.b. der Wasserhahn, der vor dem Gebrauch die Wassertemperatur ansagt... :)
Wertung: Story: 87% ; Action: 88% ; Spannung: 85% ; Schauspieler: 88% ; Atmosphäre: 89% ; Sound: 87%
gesamt: 87%
© JCFK 2002