Hollywood-Streik beendet: Drehbuchautoren schreiben wieder für "CSI" & Co. Die seit mehr als drei Monaten streikenden Drehbuchautoren in Hollywood haben am späten Dienstagabend (Ortszeit) das Ende ihres Arbeitskampfes ausgerufen. Die Mitglieder der Gewerkschaft Writers Guild of America (WGA) sprachen sich mit großer Mehrheit für die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit aus. Nach Angaben der WGA votierten 92,5 Prozent aller eingegangenen Wahlzettel für den am vergangenen Wochenende unterzeichneten vorläufigen Tarifvertrag. Der WGA-Vorstand hatte bereits am Sonntag eine Annahme empfohlen. "Der Streik ist vorbei, unsere Mitglieder haben gesprochen, alle Autoren können wieder zurück an ihre Arbeitsplätze", sagte Gewerkschaftsboss Patric M. Verrone. Man habe den Arbeitskampf nicht gewollt, er sei für die Durchsetzung besserer finanzieller Bedingungen aber notwendig gewesen. Als nächstes sind die rund 12.000 WGA-Mitglieder aufgerufen, den mit der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) ausgehandelte Vertragswerk zu ratifizieren. Das soll am 25. Februar geschehen. Der seit 5. November laufende Streik hatte zahlreiche Film- und Fernsehprojekte in Hollywood lahmgelegt und Abermillionen gekostet. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Die "Golden Globe"-Gala am 13. Januar fiel wegen des Arbeitskampfs aus, auch um die "Oscar"-Verleihung wurde lange gezittert. Details aus dem Vertragswerk sind noch nicht bekannt, klar ist nur, dass die Autoren bessere finanzielle Rahmendaten bei der Vergütung von Verwertungsrechten auf elektronischen Medien und im Internet erstritten haben