| Häufig
taucht die Frage nach einem
passenden Linux für einen alten Rechner auf, den man aus welchen
Gründen
auch immer reaktivieren möchte. Hier empfehlen sich neben dem für Anfänger nicht besonders gut geeigneten DSL (Damn Small Linux) auch aktuelle abgespeckte Distributionen wie z.B. Debian oder Xubuntu ohne ressourcenfressende GUIs wie KDE oder Gnome (Linux liefert hier ja eine breite Auswahl). Wenn es unbedingt eine alte Version einer der einfachen Einsteiger-Distros im Distro-Urwald sein soll, hier gibt es noch ein Mandrake 5.1 von 1998: http://www.mandrivauser.de/doku/doku.php?id=allgemein:downloads Das würde ich aber nur noch aus historischem Interesse empfehlen. Ich selbst besitze ein altes Notebook Pentium II mit 300 Mhz, 96 MB RAM und 4 GB HDD, mit Windows 98 und Puppy Linux. Das ist eine einfach zu bedienende Distro, die als Live-CD daherkommt - man kann es also vor der Installation testen - und bei der es auch die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen graphischen Oberflächen und Anwendungsprogrammen gibt. Das wird auch noch fleißig genutzt, hauptsächlich für offline - Usenet und pdf's lesen sowie Open Office. Falls das System neuer ist, wäre Sam Linux eventuell eine Empfehlung wert. Es gibt 128 MB RAM als empfohlene Ausstattung an. Es ist wie Puppy Linux einfach zu bedienen und als Live-CD test- und installierbar. Da es sich um ein PCLinux-Derivat handelt, kann es Programme und Updates aus dessen Repos (FTP-Quellen) installieren. Es bringt neben einer großen Programmauswahl auch wine und einige proprietäre Treiber mit. |
Wie der Zufall will, habe ich bei
MandrivaUser.de jeweils einen Erfahrungsbericht über Sam und Puppy
geschrieben (siehe Startseite) :-) Der Vorteil von neueren schlanken Distros mit aktuellem Kernel sind u.a. aktuelle Programme, die mit ebensolchen Dateiformaten umgehen können, z.B. Open Office mit den berühmten *.doc-Files aus Microsoft Office bis 2007, oder Seamonkey für neuere Websites aus der Web-2.0-Ära mit umstrittenem Schnickschnack wie Javascript oder Flash. Ein weiterer großer Vorteil für mich: Sie können out of the box mit USB-Sticks umgehen, was Windows erst ab 2000 ohne zusätzliche Treiber kann. Beide sind leicht zu bedienen, aber einen Nachteil will ich hier auch nicht verschweigen: Bei Puppy ist man in der Standard-Einstellung als root unterwegs, aber beim vermutlich bereits vorhandenen Windows ist das ja auch so, und sicherer als dieses ist es bestimmt. Es gibt auch noch ein Mandriva 2008 mini, das angeblich sogar mit 16 MB RAM läuft, das habe ich aber nicht getestet und weiß auch nichts Näheres darüber: ftp://ftp.proxad.net//pub/Distributions_Linux/MandrivaLinux/official/iso/2008.0/ |