Testbericht nach einer Probe mit der IOK AntiSpam-Ware 1.0

Das Programm:

Es ist 1,56 MB groß und kann ohne Registrierung oder andere persönliche Angaben downgeloaded werden (vielleicht sollte ich mal schauen, welche Cookies ich eingesammelt hatte?).

Es arbeitet folgendermaßen:

1. Bekannte "Sünder" werden gefiltert - wie bei manchen Anbietern wie GMX, Yahoo und Arcor auch. Also noch nichts Neues.

In der Liste der allgemeinen Sperrungen befindet sich aber auch die gesamte yahoo.com-Domain. Wer also Freunde, Kunden mit einem solchen Account hat, sollte die Sperrliste anpassen. Ebenso steht in der Filterliste "Betreff enthält "hi", "your", "joke", "summer", "about", "copy""no subject", "requested", "ebay", "money" was auch "gefährlich" sein kann, da Mails von Kunden oder privaten Bekannten evtl. gelöscht werden. (Auch "Liebesgruß" oder "love" wird gefiltert, also die Freundin vorwarnen. :-))

2. Weiterhin können auf Knopfdruck bzw. Mouseklick Fehlermeldungen an den Absender gesandt werden, die die Mail als unzustellbar ausweisen.

Ob es hilft, ist allerdings eine Frage. Auch die Millionen Spam-Mails und das Handeln der Gegner hindert ja die Versender nicht daran, weiterhin Spam zu versenden. Glauben die wirklich noch, dass jemand daraufhin reagiert und einsteigt in das ach so verheißungsvolle Geschäft?

Test:

Ich habe erst einmal die Mail-Adressen getestet, die am meisten Spam bekommen, also die im Usenet verwandte und die info@ sowie die alte Büroservice-Kontakt-Addi. Vorher wurden sie alle zu GMX weitergeleitet oder von dort mit POP3-Sammelservice abgeholt und gefiltert. Ob die Anti Spam-Ware besser arbeitet, wird man / frau sehen...

Bedienung:

Die Installation und die Bedienung ist recht einfach, zumindest für Leute, die nicht zum ersten Mail ein Mailprogramm einrichten.

Man muss lediglich ein Benutzerprofil mit Passwort, das Mailkonto (bzw. die -konten) und das Zeitschema, mit dem die Accounts überprüft werden sollen, einrichten.

1. Test an einem Samstag Morgen:

Ich werde darauf hin gewiesen, Outlook Express (hüstel) erst zu beenden, bevor ich das Programm nutzen kann. Also gut, dann tue ich das doch...

Es erscheint ein Fenster, in dem ich sehe, wie das Programm sich gerade bei den Mailservern anmeldet, Subjects der Mails empfängt und wieder abmeldet. So weit, so gut.

Aber dann, der Blick in den Posteingang-Ordner:
11 Mails, davon 2 private, die o.k. sind, und der wöchentliche Newsletter von GMX, den ich als Kunde gelten lasse.

Ferner die üblichen "Bekannten": - "Mail to millions daily $ 1" (jawoll, genau das, was ich brauche, Ihr
Hirnis) - "Hey" (ja, ich bin schon ganz scharf drauf, als Hetero-Frau, genau deswegen hocke ich Samstags Morgens vor'm PC) - "You be the judge" (keine Ahnung) - "Ensure your family's financial security" (wohl das 100.
 "Schneeballsystem")

Nun kann man folgendes mit einem Mouseklick tun:

- den Absender der Freunde-, Filter- oder Sperrliste (die ganze Domain betreffend ) hinzufügen
- die Mail vom Server holen
- die Mail dort löschen
- Beschwerde an den Provider des Mailaccounts schicken (na ja, nach Sperrung wird die nächste Mailaddresse registriert, gibt ja free accounts an "jeder Ecke" im Netz...)
- Fehlermeldung zurücksenden an Empfänger
- archivieren

Fazit:

Mit dem gleichen Aufwand kann man eigentlich auch für seine Spam-Addis ein anderes Programm nutzen und z.B. mit Netscape alle paar Tage diese Accounts abfragen und nur die "sauberen" Adressen, die nur Kunden und Freunde kennen, jeden Tag über z.B. Outlook abfragen und so den Briefkasten im Büro/zu Hause sauberhalten (war ja nur ein Vorschlag, Microsoft-Gegner). Oder man kann es gleich wie eine Bekannte machen, die Mails mit englischen Subjects ungesehen löscht.

Aber dort werden keine Filter gepflegt, die der Allgemeinheit zu Gute kommen.

Nur ob es mir 25 EUR wert ist? Ich glaube eher nicht...

Für einen User, der aber keine weitere Ahnung hat und alles - vom Aufstellen des PCs bis Einrichten des Mailaccounts und des Programmes - dem Fachmann überlässt, wäre solch ein ergänzendes Programm vielleicht nicht verkehrt.

(Nachtrag: Ich benutze inzwischen den Mailwasher, ein kostenloses Programm, mit dem man auch vor dem Download die Mails einsehen und löschen bzw. bouncen sowie Filterlisten hinzufügen kann.)