... ist ein Slavisches-Rundzelt mit einem Durchmesser von 7 Metern und ab Anfang
2011 im Einsatz. In diesem Zelt haben wir die Möglichkeit Feuer zu machen und so zu
heizen. Die Windbretter sind, wir früher üblich, aufwändig von mir über Wochen
beschnitzt worden. Die Drachenköpfe orientieren sich an den der Gokstadfunde. Die
Schlangen, die sich die Bretter hinunterwinden, sind eine Kopie nach einem Foto aus
der Germanenhalle im Harz.
Davor steht unser 6x4 Meter großes
Tarp (Sonnensegel) unter dem der Lagertisch und die große Lagerküche ihren Platz
haben.
Die zweite Zeltkombination
Mit Beginn der Saison 2012 ist der
Bau unseres Wikingerverkaufsstandes (A-Zelt) mit den Maßen (H)3,0 x (B)3,20 x
(T)3,20 Metern abgeschlossen worden. Mit dieser Kombination werden wir auf die
Märkte reisen, auf denen wir Handel treiben können oder auf denen der Platz für einen
Komplettaufbau zusammen mit dem grossen Hauptzelt nicht zur Verfügung steht. Inklusive
Sonnendach (rechts) steht der Stand dann auf (B)8,00 x (T)6,00 Metern.
Die Lagerküche
Gekocht wird bei uns meistens über einer
Feuerschale in einem riesigen, genieteten Kochtopf, einer Handarbeit aus Ribe (DK),
der an einem handgeschmiedeten Wikingerdreibeingestell nach einem Fund aus Roskilde (DK)
und an einem nach einem Haithabufund gearbeiteten Kesselgehänge hängt. Zum Grillen und
Braten verwenden wir eine geschmiedete Hängepfanne. Das alles ist schön mobil, spart
Brennholz und die Feuerschale kommt Abends oder bei Regen mit unter das Tarp und sorgt
da noch lange für ein gemütliches Lagerfeuer und warme Beine.
Ach ja, wir erzeugen fast keinen
neuzeitlichen Müll mehr im Lager, da wir fast alles zu Hause schon umfüllen, Würzwein im
Kanister ansetzen und im Lager in Tonkrüge umfüllen, Fladenbrot selbst auf der Hängepfanne
über dem Lagerfeuer frisch backen, Schinken und Käse in Leinentücher wickeln und so im
Lager aufhängen, Grillfleisch vorher einfrieren und im Lager im Erdkeller in einem großen
Tontopf vergraben.
Mehr über das Kochen im Lager und einige
Rezepte findet ihr HIER
Das Bett
Zwei dieser Betten ( ein 140cm x 200cm und
ein 90cm x 200cm grosses ) aus massivem Eichenholz haben inzwischen mehrere
Jahre mit vielen Auf und Abbauten gut überstanden.
Die Stirnseiten des Bettes werden durch
die Seitenteile und die Beine gesteckt. Gehalten wird das Ganze durch nur 4
Keile.
Die Auflageleisten für die Bettlatten
wurden durch geschnitzte Holzdübel mit den Seitenbrettern
verbunden.
Die Truhen
Ebenfalls in tagelanger Handarbeit
entstanden: Die "Küchentruhe". Nachbau einer aus einem Grabfund bei Oseberg gefundenen
Truhe. Die Beschläge sind von einem befreundeten Schmied (Norbert von der Norrvarg-Sippe)
handgeschmiedet.
Die Waffentruhe mit eigenen
Schnitzereien und handgeschmiedeten Beschlägen nach Originalfunden
(Oseberg). Praktisch, beide Truhen dienen uns auch als Sitzgelegenheit am
Lagertisch.
Die Kutsche
Seit 2009 ist, wegen des
mittlerweile doch nicht mehr mit PKW und Anhänger zu bewältigenden Transportes, eine
neue Kutsche angeschafft worden. Das bis dahin ständige Übergewicht der Holzteile des
Lagers und der Ausrüstung auf dem Anhänger waren nicht mehr vertretbar.
Tja, man bedenke die Folgen eines solch
aufwendigen Hobbys ;-) Mittelalterdarstellen bedingt umfangreicher Vorraussetzungen und
verlangt einiges an materiellem und ideellem Einsatz, den wir aber gerne bereit sind zu
leisten.
Am 11.03.2011 haben wir einen Probeaufbau
unseres neuen Lagers für 2011 gemacht. Hier ist folgendes Video entstanden, das einen
kleinen Einblick liefert. Auf dem Markt ist es natürlich noch schöner ;-)