Das Leben ist gemein - oder: Isa hat es nicht leicht

Da haben doch Frauchens Eltern wieder etwas ganz Besonderes mitgebracht - einen Markknochen. Den dürfen die Hunde aber nur unter Aufsicht knabbern (also eher mit spielen, denn zerkauen kann den keiner!), also gibt es dieses Prachtstück und Lieblingsspielzeug nur im Esszimmer, wenn dauernd ein Mensch zugegen ist.


Die Rudeljüngste darf zuerst ...

Isa findet das nicht richtig ...

Sonst stört sich keiner daran ...



Daffie geht auf die Eckbank - und das schöne uralte handgestickte Kissen - aber das stört wiederum Frauchen nicht...



Isa: "Gib ihn mir - es ist falsch, dass DU ROTE ihn haben darfst... ich will den Knochen!"



"Huhuhuuuu - so gemein !", Isa heult so laut sie kann.



"HUHUUHUUU!!!" - und noch ein paar Dezibel lauter...



Als das nichts hilft, pirscht sich Isa von hinten an Daffie heran, um ihr den Knochen zu klauen.



Sie steckt den Kopf unters Kissen, um dann Daffie runter zu schubsen und an den Knochen zu gelangen, doch da hat sie ohne Jula geplant, die findet das gar nicht nett, dass Isa versucht, ihrer Tochter Daffie das Spielzeug wegzunehmen.




Also läßt Isa es sein und beobachtet, wie der kleinen Daffie der Knochen vorne von der Eckbank fällt, weil sie durch den Tumult hinter sich abgelenkt wurde.



Larry lag genau an der richtigen Stelle und hat sich den Knochen geschnappt. Isa eilt zu ihm und "nast" ihn fordernd an: "Gib ihn mir, Großer, wir vertragen uns doch immer so gut!"



"Och, komm schon ...!"

Sie pfötelt ihn sogar an, doch es hilft nichts, Isa bekommt ihn nicht.
Stinkig geht sie weg.



Und Larry gibt den Knochen an Bibo ab - keiner weiß, warum...

Isa versteht die Welt nicht mehr:



"Ich glaub ich weine gleich..."



"Bibo, ich hatte ihn noch gar nicht ..."



"Oh, ist das fiese, jetzt schmatzt sie mir auch noch demonstrativ was vor..."



"Bitte Bibo!"



Doch auch Bibo hat kein Mitleid und krallt sich nur noch fester an den Knochen und hat sichtbar ihren Spass.

Isa verläßt absolut schmollend die Eckbank und verkriecht sich im Korb in der Ecke. Sie ward nicht mehr gesehen. Bibo aber gibt kurz darauf den Knochen ab an ihre Mutter Jula, die auch ein bisschen knabbert.





Doch Isa hat die Nase voll und legt sich am anderen Ende der Eckbank auf die Decke und mit dem Kopf auf Frauchens Bein. "Die sind alle so gemein, ich hasse sie... keiner hat mich mal lullern lassen am Knochen... das Leben ist so unfair und meine Rudelkollegen haben sich alle gegen mich verschworen ...."



Da mag Isa in diesem Falle vielleicht sogar Recht haben.


 
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